ELF: Rhein Fire vs. Cologne Centurions{date} –

{headline} (Foto: Andre Steinberg / BOND)

Deutsche NFL-Hoffnungen und die Rollen der ELF und GFL

Last Updated: 27. August 2025By

Seit 2021 gibt es mit der European League of Football (ELF) eine Profiliga in Europa, die Talente fördern will. Viele deutsche Spieler erhielten seitdem Chancen in den USA. Auffällig ist: Die Zahl der deutschen Importe in die NFL stieg deutlich an. Doch die Mehrzahl dieser Athleten konnte sich dort nicht durchsetzen.

Zwischen 2015 und 2020 waren nur wenige Deutsche in der NFL vertreten. Namen wie Kasim Edebali oder Moritz Böhringer tauchten auf, oft nur für kurze Zeit. Nach dem Start der ELF änderte sich das Bild. Ab 2021 stiegen die Verpflichtungen. Jakob Johnson, Amon-Ra St. Brown und sein Bruder Equanimeous waren feste Größen. Dazu kamen Talente aus dem International Pathway Program wie David Bada, Marcel Dabo oder Aaron Donkor.

Die Breite nahm also zu. Doch in der Spitze blieb der Erfolg aus. Am 26. August 2025 entließen NFL-Teams gleich sieben deutsche Spieler an einem Tag. Viele hatten zuvor den Sprung über die ELF oder das Pathway-Programm geschafft. Doch auf Dauer fehlte ihnen die Qualität, um im 53-Mann-Kader zu bleiben.

Die Entwicklung zeigt zwei Ebenen. Einerseits funktioniert die ELF als Plattform. Sie verschafft deutschen Spielern Sichtbarkeit und bringt sie auf den Radar von NFL-Scouts. Andererseits markiert die NFL die Grenze. Während wenige Ausnahmen wie Amon-Ra St. Brown Leistungsträger wurden, blieben die meisten nur Kurzzeitgäste.

Ein weiterer Punkt ist die sportliche Herkunft. Spieler, die aus der German Football League (GFL) kamen, hatten oft ein höheres technisches Niveau. Die GFL war über Jahre homogener und brachte Talente hervor, die in einem ausgeglicheneren Wettbewerb gereift sind.

Die ELF dagegen ist noch unausgeglichen. Manche Teams dominieren, andere fallen leistungsmäßig stark ab. Das verfälscht das Bild. Spieler, die in Europa gegen schwache Gegner herausragende Werte erzielen, treffen in den USA auf gleichwertige Profis – und scheitern dort oft an den höheren Anforderungen.

Die Zahlen verdeutlichen den Trend: Mehr deutsche Spieler werden gesichtet, verpflichtet und getestet. Doch die Entlassungsquoten liegen hoch. Für die Spieler bedeutet das: Europa bietet eine Bühne, die NFL bleibt aber ein Prüfstein, an dem viele Karrieren scheitern.

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