ELF: Rhein Fire vs. Berlin Thunder{date} –

{headline} (Foto: Andre Steinberg / BOND)

Streit bei „Rhein Fire“ wirft Schatten auf Europas Football-Projekte

Zuletzt geändert: 12. November 2025Von

Hinter den Kulissen des American-Football-Franchise Rhein Fire brodelt es. Eine Gruppe ehemaliger Gesellschafter hat sich in einer öffentlichen Erklärung deutlich von der aktuellen Führung distanziert. Die Gründungsmitglieder werfen den neuen Mehrheitsverhältnissen vor, das Projekt von seinen ursprünglichen Werten entfernt zu haben.

Rhein Fire war 2021 als Hoffnungsträger für den europäischen American Football gestartet. Unter der Leitung der Gründungsgruppe entwickelte sich das Team zu einer der bekanntesten Marken in dieser Szenerie. Die Titelgewinne 2023 und 2024 galten als Beleg für sportlichen Erfolg und eine funktionierende Organisation. Doch seit einer Umstrukturierung im Oktober 2024 scheint die Einigkeit innerhalb der Franchise verloren gegangen zu sein.

Die Unterzeichner der Erklärung sprechen von „monetären Eigeninteressen“ einzelner Gesellschafter, die inzwischen den Kurs bestimmten. Der Abschied langjähriger Mitarbeiter, darunter Ticketmanager Marc Nantke und Sportdirektor Max Paatz, sei ein Symptom dieser Entwicklung. Auch Head Coach Jim Tomsula hatte bereits im Mai 2025 seinen Rückzug erklärt. Besonders kritisiert wird die geplante Aufgabe des traditionsreichen Teamnamens „Rhein Fire“ – für viele Fans ein Bruch mit der Geschichte des Projekts.

Während sich die Gründer verabschieden, arbeitet die verbliebene Geschäftsführung um Daniel Thywissen und Dirk Reiner an den Planungen für 2026. Das Franchise soll in einer neu entstehenden europäischen Liga antreten. Offensive Coordinator Rohat Dagdelen übernimmt vorerst die sportliche Leitung, die Suche nach einem neuen Head Coach läuft.

Parallel läuft ein Wettbewerb zur Namenssuche für das künftige Team, zu dem über 2000 Vorschläge eingegangen sein sollen. Die Verantwortlichen betonen, man wolle die Marke modernisieren und den wirtschaftlichen Kurs stabilisieren.

Doch die jüngsten Auseinandersetzungen werfen ein Schlaglicht auf tieferliegende Probleme. Nach Informationen aus verschiedenen Quellen ziehen sich Sponsoren und Partner zunehmend zurück, während Spieler und Coaches ihre Zukunft in anderen Projekten suchen. Beobachter sprechen von einem Vertrauensverlust, der über die Organisation Rhein Fire hinausgeht.

Auch auf europäischer Ebene ist die Lage unübersichtlich. Neben der bisherigen European League of Football (ELF) formiert sich mit der EFA und der neuen „Investorenliga“ weitere Akteure, die eigene Wettbewerbsstrukturen aufbauen wollen. Doch Uneinigkeit, fehlende Vereinsstrukturen und der Mangel an finanzieller Stabilität gefährden den Fortbestand professionellen Footballs auf dem Kontinent.

Rhein Fire steht damit exemplarisch für den Zustand einer Sportlandschaft, die noch immer nach einem tragfähigen Fundament sucht – zwischen sportlichem Anspruch, wirtschaftlichem Druck und der Frage, wem der Football in Europa eigentlich gehört. Was weiterhin fehlt ist „Seriösität“

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