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Spaltung in der European League of Football

Last Updated: 7. Juli 2025By

Die European League of Football (ELF) steht vor einem ihrer schwerwiegendsten Einschnitte seit ihrer Gründung: Acht Franchises sind dabei, die Liga zu verlassen und die European Football Alliance (EFA) zu gründen. Zu den austretenden Teams gehören Clubs wie Frankfurt Galaxy, Rhein Fire, Madrid Bravos, Paris Musketeers, Tirol Raiders, Vienna Vikings, Prague Lions und Wroclaw Panthers.

Kritik an der Liga – und ein klarer Bruch

Die neue Allianz will nach eigenen Angaben die Qualität, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit von American Football in Europa verbessern. In einem öffentlichen Statement üben die Gründungsmitglieder scharfe Kritik an der ELF. Es sei über Jahre hinweg zu mangelhafter Kommunikation, fehlender Transparenz und strukturellen Defiziten in Bereichen wie Merchandising, Medienarbeit, Marketing und Reiseservices gekommen.

Gerade in einem Franchise-System sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Ligazentrale und Teams essenziell – doch genau diese Unterstützung sei ausgeblieben. „Clubs wurden zu oft allein gelassen“, heißt es aus EFA-Kreisen. Stattdessen hätten sie eigenständig Strukturen aufgebaut – während die zentrale Ligaorganisation eher bremste als unterstützte.

Zweifel an der Liga-Integrität

Besonders kritisch äußert sich die EFA zu Teams, die direkt von der Liga oder Investoren getragen werden. Diese stünden oft in Verdacht, finanziell instabil, sportlich schwach und organisatorisch unprofessionell zu agieren. In einigen Fällen gebe es sogar Bedenken hinsichtlich Spielersicherheit und wirtschaftlicher Seriosität. Die zunehmende Zahl an einseitigen Spielen schade zudem dem Wettbewerb – und letztlich auch den Fans.

Neues Bündnis, unklare Zukunft

Mit der Gründung der European Football Alliance wollen sich die beteiligten Clubs nun auf gemeinsame Standards, transparente Strukturen und lokale Verwurzelung besinnen. Ziel ist eine eigenständige Organisation, die professionellen Football auf europäischem Niveau neu denkt. Gleichzeitig signalisiert die EFA Gesprächsbereitschaft – doch der Graben zur ELF scheint tief.

Im Markenregister ist die „EFA“ bereits eingetragen.

Ringen um die Zukunft des europäischen Footballs

Der Vorfall zeigt: American Football in Europa steht an einem Scheideweg. Während die NFL mit ihren Spielen in Frankfurt und London große Erfolge feiert, kämpft der europäische Ligabetrieb mit internen Spannungen. Die Gefahr ist real: Wenn sich die Ligen weiter zerfleischen und sich Franchises in aggressiver Expansionspolitik gegenseitig schwächen, droht der europäische Football langfristig Schaden zu nehmen.

Ob die EFA zur neuen Heimat für Spitzen-Football wird oder ob der Bruch das System weiter destabilisiert – das wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Klar ist: Der Streit innerhalb der ELF hat die Debatte um die richtige Struktur für American Football in Europa neu entfacht. Und er wirft grundsätzliche Fragen auf – über Transparenz, Fankultur, Wettbewerb und Nachhaltigkeit.

US-Sports.TV wird aus der Event-Football-Liga nicht berichten, da weder die sportliche, noch die Vereinstechnische Relevanz dieser „wilden Liga“ gegeben ist.

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