Favoritensiege und ein dramatisches Fumble-Finish in der GFL
Der zweite Spieltag der German Football League liefert packenden Football. Während Dresden und Hildesheim glänzen, erleben die Braunschweig Lions ein spätes Drama.
Die Dresden Monarchs haben auch das zweite Spiel der Saison gewonnen. Bei den Düsseldorf Panthern setzten sich die Sachsen vor allem dank ihrer starken Verteidigung am Ende mit 45:20 durch. Dieser zweite Saisonsieg, der erste Auswärtssieg im GFL-Jahr 2026, geht vor allem auf das Konto einer an diesem Samstag bärenstarken Monarchs Defense. Während Dresdens Angriff eine Weile brauchte, um richtig ins Rollen zu kommen, setzte die Verteidigung früh und wirkungsvoll den Ton. Im zweiten Durchgang ließen die Sachsen dann fast gar nichts mehr zu.
Starke Defensivreihen prägen das Spiel der Dresden Monarchs
Das erste Zeichen setzten die Gäste schon im ersten Spielzug der Hausherren, der in einem Fumble und Ballverlust mündete. Dresdens Quarterback Rocky Lombardi fackelt nicht lang und bedient Tristan Maerz zum ersten Touchdown. Düsseldorf antwortete prompt, als Isaiah Weed einen sehenswerten Drive mit einem Pass auf James Okike abschloss. In der Folge entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, der vor allem von den Defensivreihen beider Teams dominiert wurde. Erst im dritten Viertel brachte Lombardi sein Team durch einen eigenen Lauf wieder auf die Siegerstraße.
Vance Feuerbacher sorgte kurz darauf mit seiner zweiten Interception für die Vorentscheidung im Rheinland. Den Schlusspunkt setzte schließlich Elian Canet, der einen Fumble von Isaiah Weed direkt in die Endzone trug.
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(c) André Steinberg
Hildesheim Invaders verteidigen die Tabellenführung
Parallel dazu feierten die Hildesheim Invaders einen souveränen 45:13-Erfolg bei den Regensburg Phoenix. Vor rund 350 Zuschauern im Stadion am Weinweg dominierten die Niedersachsen die Partie über nahezu die komplette Spielzeit. Bei sonnigem Wetter führten die Invaders bereits zur Halbzeit uneinholbar mit 31:0.
Dabei mussten die Invaders weiterhin auf mehrere angeschlagene Leistungsträger wie Johan Sager und Daniel Kane verzichten. Dennoch präsentierte sich das Team vor allem defensiv in beeindruckender Form und ließ dem Aufsteiger kaum Möglichkeiten. Besonders die Defensive Line um Kyle Kitchens setzte Regensburgs Angriff permanent unter heftigen Druck. „Regensburg hat bis zum Schluss mit viel Einsatz gespielt“, sagte Invaders-Headcoach Marcus Herford anerkennend nach dem Spiel. Auswärts in der GFL muss man solche Partien laut dem Trainer erst einmal so kontrollieren.
Drama bei den Braunschweig Lions
Ein echtes Drama erlebten hingegen die Braunschweig Lions bei ihrem Heimauftakt im Eintracht-Stadion. Vor mehr als 2.000 Zuschauern mussten sich die Löwen den Kiel Baltic Hurricanes hauchdünn mit 17:24 geschlagen geben. Das Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten und entschied sich erst in den absoluten Schlusssekunden. Zwar konnte Linebacker Taylor Pawelkoski den Ball kurz vor der Goalline aus den Armen des Kieler Quarterbacks schlagen. Hurricanes-Receiver Michel Peschel reagierte jedoch am schnellsten und sicherte den freien Ball in der Endzone zum Touchdown.
Die Lions versuchten anschließend bei noch 25 verbleibenden Sekunden ein letztes Comeback, scheiterten jedoch per Interception. Damit bleiben die Braunschweig Lions trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche auch im zweiten Saisonspiel sieglos.
Schwäbisch Hall Unicorns feiern ein historisches Punktefestival
Eine wahre Demonstration der Stärke zeigten derweil die Schwäbisch Hall Unicorns im heimischen Optima Sportpark. Die Haller feierten gegen die völlig überforderten Straubing Spiders einen überdeutlichen und auch in der Höhe verdienten 66:21-Heimerfolg. Vor über 1.600 Zuschauern brannten die Einhörner ein wahres Offensivfeuerwerk ab.
Bereits in der ersten Spielminute setzte Lars Heidrich mit einem 73-Yard-Pass auf Kelley Joiner ein dickes Ausrufezeichen. Zum Topscorer avancierte am Samstag der erst 21-jährige Toni Trefzer, der alle neun Extrapunkte sicher verwandelte. „Wir haben in Offense, Defense und Special Teams sehr viele gute Plays gehabt“, zeigte sich Halls Head Coach Felix Brenner hochzufrieden. Spiders-Cheftrainer Bence Lukács konstatierte enttäuscht, dass sein Team mental noch überhaupt nicht bereit für diese Saisoneröffnung war.
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