Gleich zwei Derbys gab es am Sonntag in der GFL. Im Norden trafen die Berlin Rebels auf die Adler, im Süden fuhr Frankfurt ein wenig in den Norden zu den Marburg Mercenaries. In beiden Fällen konnten die Favoriten ihre Punkte erkämpfen. Auch im Duell der Düsseldorf Panther gegen die Dresden Monarchs blieb die Überraschung aus.

Im Spiel der Rebels gegen die Adler waren lange Zeit die Rebels der Underdog in der Hauptstadt. In dieser Saison allerdings hat sich das Blatt gewendet und so standen bereits vor dem Spiel die Vorzeichen anders, als über die Jahre gewohnt. Die Rebels haben sich inzwischen an der Tabellenspitze etabliert und die Adler können froh sein, dass man mit der Relegation in diesem Jahr nichts zu tun haben wird. Im Mommsenstadion kam es daher zum klaren Sieg der Rebels, die nur einen Score der Gäste zuließen. 55:7 war dann auch das deutliche Ergebnis im Westen der Bundeshauptstadt.

100 km zum Hessen-Derby

Nur wenig Frankfurter Fans haben den Weg aus der Mainmetropole nach Marburg gefunden. In der alten Universitätsstadt haben es die Mercenaries in den letzten Jahren schwer gehabt, an die guten Zeiten anzuknüpfen. So sind die Playoff-Plätze in weite Ferne gerückt und das Hinspiel in der Frankfurter Volksbank Arena ging haushoch an die Universe.

Patrick Dirksmeier

Für das Rückspiel hatten die Marburger noch einen großen Kampf versprochen. Man wollte den Sieg nicht so einfach her schenken. Tatsächlich konnten sich die Gastgeber auch in den ersten Minuten achtbar aus der Affäre ziehen. Nach dem ersten Spielabschnitt stand nur ein 0:7 auf dem Board und ein Fieldgoal der Mercenaries wurde nicht gewertet.

Erst jetzt kamen die Frankfurter besser ins Spiel und nutzten dabei die Fehle rund Undiszipliniertheiten der Mercenaries aus. Das Ergebnis wurde so immer deutlicher, was aber die guten Aktionen der Marburger etwas zu sehr in den Schatten stellte. Gute Plays wurden unnötig durch Flaggen zunichte gemacht und so belohnten sich die Gastgeber nur ein einziges Mal für ihre Mühen. Nach dem 0:52 in Frankfurt konnte man mit dem 7:40 an diesem Sonntag noch halbwegs zufrieden sein.

Bilder aus Marburg:

No Images found.

Dresden nutzte Panther zum Testen

Die Dresden Monarchs sind bereits frühzeitig für die Playoffs in der GFL qualifiziert. Da wollte man auch gegen den Underdog aus dem Rheinland nicht allzu viel riskieren. Im ersten Spielabschnitt konnte so auch einige Variationen getestet werden, Welche jedoch eher für Erstaunen bei den Zuschauern sorgten. Nachdem also das erste Viertel eher mau ausging, machten die Gäste ab dem zweiten Spielabschnitt ernst und sorgten so für eine komfortable Führung zur Halbzeit.

Bei den Düsseldorf Panthern war QB Clark Evans verletzt und so mühte sich Backup Manuel Engelmann gegen die Defense der Dresdener. Der Qualitätsunterschied war erneut eindeutig und nach starkem Beginn reichte den Gästen der Einsatz der zweiten und dritten Reihe, um die Punkte auf den langen Heimweg mitzunehmen. Endstand: 16:69

Bilder aus Düsseldorf:

Keine Galerie ausgewählt, oder die Galerie wurde gelöscht.

Nordderby mit klaren Vorzeichen

Bei den Hamburg Huskies schmerzt sicherlich der Weggang von Runningback Kyle Harbrigde. Auch wenn er nur für einige Wochen vor Ort sein konnte, war seine Qualität gefragt. Auch gegen Kiel wäre mehr drin gewesen, denn mit 19:31 wäre eine Überraschung möglich gewesen.

Auch beendet hat an diesem Samstag Nico Flügge seine Karriere. Nach 15 Jahren hing der 32-jährige seine Football-Schuhe nach dem Spiel an den Nagel. Ausgerechnet nach dem Spiel gegen seinen Ex-Club, mit dem er 2010 noch den German Bowl holte. So ganz will Flügge dem Football aber nicht entsagen. Er wird in Zukunft könnte ab der nächsten Saison als Coach weiterhin an der Sideline zu finden sein.

In einer dominierenden ersten Halbzeit entschieden die Hurricanes früh die Partie gegen die Huskies. Vor 1.193 Zuschauern im Hammer Park war Canes-RB Christopher McClendon nicht zu stoppen. Die Defense der Kieler tat ihr Übriges und hielt die Angriffsversuche der Hamburger in Grenzen, so dass in Halbzeit Zwei auch die Backups eine Chance bekamen, während die Huskies nur noch für eine Ergebniskorrektur sorgen konnten.

Bilder aus Hamburg:

Keine Galerie ausgewählt, oder die Galerie wurde gelöscht.

Die weiteren Ergebnisse der GFL:

New Yorker Lions Braunschweig vs. Hildesheim Invaders 42:7
Munich Cowboys vs. Saarland Hurricanes 38:13
Rhein Neckar Bandits vs. Allgäu Comets 14:54

Ergebnisse der GFL2:

Potsdam Royals vs. Bonn Gamecocks 14:7
Lübeck Cougars vs. Paderborn Dolphins 49:14
Cologne Crocodiles vs. Bielefeld Bulldogs 64:17
Kirchdorf Wildcats vs. Gießen Golden Dragons 42:13
Franken Knights vs. Nürnberg Rams 29:37
Ingolstadt Dukes vs. Wiesbaden Phantoms 28:21
Ravensburg Razorbacks vs. München Rangers 55:7

Sport Mobil