Für die Überraschung des 46. Spieltags in der DEL sorgten die Grizzlys Wolfsburg, die in München die Punkte einsackten. Die Iserlohn Roosters zeigten trotz vieler Ausfälle gegen den Aufsteiger aus Bremerhaven eine ordentliche Teamleistung und Düsseldorf ging gegen Mannheim unter.

Düsseldorfer EG – Adler Mannheim 2:7 (1:3, 1:3, 0:1)

Schönreden gilt nicht mehr. Auch im vierten Aufeinandertreffen beider Teams musste sich die DEG geschlagen geben. Viel mehr noch, gleich drei Mal gab es eine ordentliche Klatsche. Auch im Heimspiel am Freitag waren die Rheinländer weit vom Anspruch der Qualifikation für die Pre-Playoffs entfernt. Zu weit, um diese Saison noch positiv beenden zu können.

Nur eine einzige Strafe bekam die DEG aufgebrummt. Ein Indiz für wenig Biss in einer Partie gegen die Mitfavoriten aus Mannheim. Die waren zwar in der Schussstatistik unterlegen, zeigten aber, warum sie in diesem Jahr um die Meisterschaft mitspielen wollen. Bei zehn Schüssen weniger auf das Tor von Matthias Niederberger trafen die Adler gleich sieben Mal, während die DEG auf zwei Treffer bei 49 Versuchen kam.

Gerade einmal 12 Minuten hielt die DEG den Angriffen stand. Dann sorgten Luke Adam und Dennis Reul bis zur ersten Pause für die Vorentscheidung. Als Garrett Festerling kurz nach Wiederanpfiff den vierten Treffer markierte, war die Messe bereits gelesen. Nach Chris Minards Anschlusstreffer zum 2:4 erhöhten Daniel Sparre und Chad Kolarik auf 6:2 aus Sicht der Adler. Den Schlusspunkt markierte erneut Sparre in der Mitte des dritten Spielabschnitts.

Patrick Dirksmeier

Tore: 0:1 Chad Kolarik (9:04), 1:1 Manuel Strodel (12:00), 1:2 Luke Adam (12:16), 1:3 Denis Reul (16:22), 1:4 Garrett Festerling (22:27), 2:4 Chris Minard (30:45), 2:5 Daniel Sparre (36:40), 2:6 Chad Kolarik (39:01), 2:7 Daniel Sparre (50:33)

Bilder aus Düsseldorf:

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Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:1 (0:0, 2:0, 1:0)

Am Seilersee fand am Abend das Spiel der Iserlohn Roosters gegen die Fischtown Pinguins statt. Die Sauerländer bekamen einen Kader von 17 Spielern zusammen. Jason Jaspers war gesperrt und Torhüter Mathias Lange fehlte genauso, wie die Langzeitverletzten.

Die Gäste aus dem Norden machten gleich von Anfang an klar, wer die stärkere Mannschaft auf dem Eis ist. Denn die Gastgeber konnten sich während des gesamten ersten Drittels schlecht aus ihrem Drittel befreien. So waren die Pinguins die aktivere Mannschaft.

In doppelter Überzahl zu Beginn des Spiels konnten die Pinguins kein Tor erzielen. Die Roosters standen auch mit drei Feldspielern in der Abwehr gut. Absprachen und Kommunikation auf dem Eis klappten. In der 17. Minute setzten die Gäste ein Zeichen. Doch das Tor für Bremerhaven wurde nicht gegeben, da die Schiedsrichter im Videobeweis zu der Erkenntnis kamen, dass der Puck nicht über der Torlinie war. So endete das Drittel 0:0.

Im zweiten Drittel kamen die Sauerländer selbstbewusst aus der Kabine und boten den Nordlichtern Paroli. Als Troy Milam (IEC) wegen Beinstellen in der 22. Minute auf die Bank musste, nutze blauen Down (IEC) eine Chance und schoss das 1:0 in Unterzahl. Auch sonst waren in diesem Drittel die Roosters aktiver. Gegen Ende des Drittels hatten sie zu viele Spieler auf dem Eis. Chad Bassen saß die zwei Minuten Strafe auch ab. Dann passierte es erneut: Die Roosters konnten sich befreien und den Puck in Richtung Tor befördern. Greg Rallo (IEC) sah eine Lücke und überwand Gerry Kuhn im Tor der Pinguins. Das Drittel endete 2:0 für die Gastgeber.

Im letzten Drittel hielt die Defense der Roosters stand. So fand Troy Milam (IEC) in Überzahl einen Weg und platzierte den Puck im Tor. 3:0 für die Roosters. Auch wenn die Gäste immer wieder Druck vorm Iserlohner Tor machten, so kamen sie nur einmal durch. 3:1 hieß es in der 53. Minute, als Brock Hooton (BHV) eine Lücke in der Iserlohner Defense fand.

So endete das Spiel 3:1 und die Sauerländer schoben sich in der Tabelle einen Platz nach oben.

Tore: 1:0 Blaine Down (23:49), 2:0 Greg Rallo (38:45), 3:0 Troy Milam (46:45), 3:1 Brock Hooton (52:34)

Bilder aus Iserlohn:

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EHC Red Bull München – Grizzlys Wolfsburg 3:5 (2:1, 0:2, 1:2)

Mit einem Auswärtssieg beim amtierenden Deutschen Meister setzten sich die Grizzlys Wolfsburg in der Tabelle auf dem sechsten Platz ein gutes Stück ab. 12 Punkte beträgt nun der Vorsprung auf Ingolstadt, die am Freitag gegen Augsburg ohne Punkte das Eis verließen.

Die Münchener hatten den besseren Start und gingen durch Aucoin und Smaby mit 2:0 in Front. Erst kurz vor der Sirene konnte Ludor Dibelka für die Wolfsburger den Anschlusstreffer erzielen. Im zweiten Spielabschnitt dominierten dann die Gäste und drehten die Partie durch Treffer von Brent Aubin und Fabio Pfohl.

Das letzte Drittel sollte dann noch einmal spannend werden, als Keith Aucoin mit seinem zweiten Tor den erneuten Ausgleich erzielte. Brent Aubin konnte jedoch nur knapp zwei Minuten später die Führung wieder herstellen und überlies Nick Johnson den letzten Treffer zum 5:3 Endstand, der von den Niedersachsen gebührend gefeiert wurde.

Tore: 1:0 Keith Aucoin (1:55), 2:0 Matt Smaby (11:44), 2:1 Lubor Dibelka (19:36), 2:2 Brent Aubin (29:42), 2:3 Fabio Pfohl (36:12), 3:3 Keith Aucoin (53:23), 3:4 Brent Aubin (55:16), 3:5 Nick Johnson (57:53)

Die weiteren Ergebnisse:

Schwenninger Wild Wings – Kölner Haie 2:5
Thomas Sabo Ice Tigers – Krefeld Pinguine 6:3
ERC Ingolstadt  – Augsburger Panther 3:4

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