Man muss sich in Deutschland wohl dran gewöhnen. Erneut stehen Schwäbisch Hall und Braunschweig im German Bowl, dem Finale um die deutsche American Football Meisterschaft. Während die Unicorns mit Kiel einen eher dankbaren Gegner hatten, mussten die Lions nach einer deutlichen Führung im Schlussabschnitt zittern.

New Yorker Lions Braunschweig vs. Frankfurt Universe 23:21 (6:0; 3:0; 7:0; 7:21)

Bereits früh im Spiel wurde klar, dass die Verteidigungsreihen beider Teams am Samstag Abend den Unterschied ausmachen würden. Während Braunschweig lange Zeit die Oberhand behielt, kämpfte Frankfurt, blieb aber vor der Redzone stecken und somit lange Zeit ohne Punkte.

(c) Sebastian Sendlak

Das Manko der Lions jedoch in der Offense war die Verwertung der Extrapunkte und Fieldgoals. So blieben bereits vier Zähler in der ersten Halbzeit auf dem Platz liegen, die sich im Schlussviertel beinahe gerächt hätten.

Zu Beginn des Schlussabschnitts zeigte plötzlich die Universe-Offense ihre Klasse. Der sonst eher unzuverlässige Wurfarm des Quarterbacks, Jaleel Awini, konnte überzeugen. Nach einem 32-Yard-Pass stand es plötzlich nur noch 16:7. Nur wenige Minuten später ein erneuter Pass über 33 Yards nur noch 16:14. Frankfurt witterte seine Chance und das Momentum war binnen kürzester Zeit gekippt. Braunschweig musste zurückschlagen und tat dies auch in Form eines 57-Yard Passes von Therriault auf ausgerechnet den ehemaligen Frankfurter Nathaniel Morris, der die Führung auf 23:14 erhöhte. Die Entscheidung war dies dennoch nicht, denn noch waren über drei Minuten auf der Uhr.

(c) Sebastian Sendlak
Patrick Dirksmeier

Frankfurt blieb am Drücker und erneut war es Awini, der einen Pass über 78 Yards auf Giron Jensa anbringen konnte, der den alten Abstand wieder herstellte. Die Entscheidung war erneut vertagt.

Nachdem Universe den Onside-Kick nicht nutzen konnte, sorgte die Verteidigung für noch einen letzten Drive, der jedoch im vierten und letzten Versuch scheiterte. Die Saison am Main war vorbei.

Bilder aus Braunschweig:

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Schwäbisch Hall Unicorns vs. Kiel Baltic Hurricanes 33:11(5:0; 0:14; 0:13; 6:6)

Vor 2.727 Zuschauern konnten die Nordlichter einen guten Einstand bei den Unicorns feiern. Nach einem Fieldgoal und einem Safety in der Endzone, nach einem Sack des Haller Quarterbacks Marco Ehrenfried, schien der Plan der Kieler aufzugehen.

Die Offense der Schwäbisch Haller kam dann aber im zweiten Viertel besser in die Partie und drehte noch bis zur Pause, durch zwei Pässe auf Tyler Rutenbeck, die Begegnung.

Das Duo Ehrenfried/Rutenbeck sorgte auch im zweiten Durchgang für Probleme bei der Hurricanes-Defense. Kiel bekam das Duo nicht mehr in den Griff und auch die Offense blieb chancenlos, so dass der Vizemeister aus den letzten 4 Jahren die Partie nach Hause brachte und erneut ins Endspiel einzieht, wo der Gegner erneut aus Braunschweig kommen wird.

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