Die ersten Teams aus der GFL haben bereits ihre Planungen für die kommende Saison begonnen. Gerade im Hinblick auf die ersten Combines der Football-Teams in Deutschland dreht sich bereits rüh das Personalkarussell und auch einige Überraschungen sind in den ersten Tagen nach dem German Bowl bereits dabei.

Stuttgart und Frankfurt mit neuem Trainer

Nur wenige Tage nach der einvernehmlichen Trennung vom bisherigen Head Coach Fabian Birkholz, können die Stuttgart Scorpions mit Jermaine Guynn seinen Nachfolger präsentieren. Dieser ist auf der Waldau kein Unbekannter, schließlich war er 2014 und 2015 als Spieler für die Men in Red aktiv. Anschließend lief er 2016 und 2017 für die SWARCO Raiders Tirol in Innsbruck auf, mit denen er je eine österreichische Meisterschaft und Vizemeisterschaft erringen konnte. Parallel dazu war er 2017 bereits als Defense Line Coach und Assistant Defense Coordinator Teil der Trainerstabs von Birkholz, ganz neu ist ihm der Job an der Seitenlinie also nicht.

Bei den Scorpions übernimmt er nun kurz vor Auftakt des Wintertrainings das Zepter, mit dem Ziel, die GFL-Mannschaft durch eine ruhigere Saison zu leiten, als dies 2017 der Fall war. Wer alles ihm dabei assistieren wird, ist noch nicht vollends entschieden, fest steht jedoch, dass Defense Coordinator Kevin Selje, Offense Line Coach Ernest Robinson und Athletic Coach Corey Chapman an Bord bleiben werden, während Running Back Coach Daniel Urban seinen Rückzug aus privaten Gründen erklärt hat (Quelle: Scorpions)

Bei der Frankfurter Universe wird Markus Grahn nicht mehr an der Sideline stehen. Trotz deutlicher Tendenz nach oben, zeigen die Men in Purple erneut, dass nur die Meisterschaft am Main als wirkliches Ergebnis akzeptabel scheint.

Bilder: Gelsenkirchen Devils vs. Münster Blackhawks
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beide Galerien (c) Andre Steinberg 
Braunschweigs Spielmacher beendet (vorerst) seine Karriere

Kurz vor dem Rückflug in seine Heimat verkündete New Yorker Lions-Quarterback Casey Therriault, das er erst einmal seinen Helm und Pad an den Nagel hängt und zumindest für die nahe Zukunft nicht mehr aktiv auf dem Spielfeld die Geschicke im Angriff der Löwenstädter führen wird.

Mit vier Touchdown-Pässen erfolgreich: Casey Therriault
(c) Fabian Uebe

Der 28-jährige Ausnahmesportler auf der Spielmacherposition ging 2017 in seine insgesamt fünfte Spielzeit mit dem Team von Head Coach Troy Tomlin und war einer der Garanten für die insgesamt vier deutschen Meistertitel (2013, 2014, 2015, 2016) und zwei Eurobowl-Titel (2015, 2017) der Braunschweiger Footballer in den zurückliegenden Jahren.

wave.inc Medienagentur

Neben den insgesamt vier deutschen Meistertiteln und zwei Eurobowl-Siegen konnte der aus Grand Rapids, Michigan stammende Spielmacher ebenfalls in insgesamt drei der vier nationalen Endspiele die MVP-Trophäe, die Auszeichnung für den wertvollsten Spieler des Finales, in Empfang nehmen (2013, 2014, 2016). Gleiches gilt für die beiden Eurobowls in 2015 im heimischen Eintracht-Stadion in Braunschweig und beim diesjährigen Finale in Frankfurt gegen die Samsung Frankfurt Universe.

In den fünf Jahren GFL im Jersey der Lions erzielte Therriault über 14.400 Yards Raumgewinn und 168 Touchdowns aus Pässen, zusätzlich erlief er nahezu 1.700 Yards und weitere  27 Touchdowns selbst. Damit war er maßgeblich an der Wiedergeburt der Lions und der europaweiten Erfolgsserie beteiligt. Auch seine weiteren Statistiken suchen in der Geschichte der GFL seines Gleichen. 1.040 von 1.520 Passversuchen (68,4 %) fanden seine Anspielstation – dabei landeten in fünf Jahren nur 21 Bälle in den Händen der Gegner. Ebenso stellen über 250 Yards Raumgewinn pro Spiel und fast 14 Yards Raumgewinn je vollständigen Pass einen Wert dar, den es schwer werden wird in den nächsten Jahren von einem anderen Spielmacher zu knacken. In insgesamt 57 Spielen für die Lions in der GFL ging Casey Therriault 54 Mal als Sieger vom Feld – nur ein Mal gab es ein Unentschieden und zwei Mal eine Niederlage.

Gemeinsam mit seiner Frau Eilat will sich Casey jetzt erst einmal um seine berufliche Zukunft in den USA kümmern und in Süd-Florida Fuß fassen.

Eine Hintertür hat sich der Braunschweiger Publikumsliebling der letzten Jahre aber noch offen gelassen: Nach eigener Aussage wird er zwar nicht innerhalb des nächsten Jahres spielen können, aber zu sagen, dass er nie wieder spielen wird, dafür ist es zu früh! Klar sei zudem, dass dies bei keinem anderen Team außer den New Yorker Lions sein wird! Dafür verdanke er New Yorker, den Fans, der gesamten Organisation und allen vor allem Troy Tomlin viel zu viel, als dass er ein anderes Jersey tragen könne. (Quelle: Lions)

Bilder: Mülheim Shamrocks vs. Wuppertal Greyhounds
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