Die neue GFL Saison steht in den Startlöchern. Während sich die Fans des American Footballs auf das fliegende Ei freuen, sieht es hinter den Kulissen weitaus weniger erfreulich aus.

Verbandsentscheidungen sorgen für Kritik

Bereits seit Wochen schallt es harsche Kritik an Verbands-Präsident Robert Huber. Der Zwist mit den US-Amerikanern im internationalen Football-Verband, verschwundene Gelder im Selbigen und maßlos übertriebene Honorare an Huber selber im Inland. Die Medien zerfleischen derzeit den AFVD und Huber gleichermaßen.

Unter all den vorhandenen Problemen gesellte sich nur zwei Tage vor dem Saisonstart die Meldung, dass man der Frankfurt Universe trotz Insolvenz der Spielbetriebs GmbH und einer unsicheren Zukunftsprognose eine vorläufige Spielerlaubnis gab. Bereits mehrfach war der Verein in den vergangenen 10 Jahren in Erscheinung getreten und hat vom Verband dennoch die Genehmigung erhalten. Verlierer in Frankfurt sind aber nicht nur die Fans, deren Eintrittskarten zum Teil ungültig sind, sondern auch Sponsoren, die vor der Insolvenz auf das GmbH-Konto einzahlten. Beide werden leer ausgehen und erneut verbrannte Erde in Hessen hinterlassen.

Favoriten kommen erneut aus dem Norden

Auch in der Saison 2018 werden die Favoriten auf die Meisterschaft aus dem Norden kommen. Allen voran die New Yorker Lions aus Braunschweig, die erneut unter Troy Tomlin mit einem starken und nur an wenigen Positionen veränderten Team antreten werden.

Patrick Dirksmeier

Wer aber kann das Team aus Niedersachsen jagen ? Erneut probieren es im Süden die Schwäbisch Hall Unicorns, die durch die notwendigen Einschnitte in Frankfurt wohl alleinig den Norden ärgern wollen. Mit den Dresden Monarchs gibt es ein drittes Team, was im Kampf um die Finalteilname ein Wörtchen mitreden will.

Stark könnten in diesem Jahr auch die Hamburg Huskies sein. Durch die Hilfe des Ur-Kölners Werner Hippler wurden in der Offseason im Hintergrund einige Positionen im Verein gestärkt und sportlich ein soliderer Kader aufgestellt, als in den letzten Jahren. Zusammen mit den Kiel Baltic Hurricanes könnten die Nordlichter in dieser Saison einige Überraschungen landen. Ebenfalls auf dem Zettel stehen die Cologne Crocodiles, die in laut Medienberichten ein ordentliches Budget für diese Spielzeit haben sollen.

Im Süden gibt es ein sehr breit gefächertes Mittelfeld. Marburg, Stuttgart und auch Ingolstadt wollen in die Playoffs und an Schwäbisch Hall und Frankfurt vorbei.

Eine Überraschung hingegen wäre die Teilnahme der Munich Cowboys oder Kirchdorf Wildcats in der Endrunde. Beiden Vereinen im Süden werden nur Außenseiter-Chancen zugerechnet. Im Norden gilt Selbiges für die Berlin Rebels, die Hildesheim Invaders und deren Gegner am ersten Spieltag, den Aufsteigern aus Potsdam.

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