Köln sichert sich mit dem Sieg über Potsdam die erste Playoff-Teilnahme in der GFL Nord seit 2002. Hamburg verliert letztes Heimspiel vor der Relegation und Braunschweig wird am kommenden Wochenende gegen Dresden einen Sieg brauchen, um nicht bis auf den dritten Platz abzustürzen. Im Süden steht mit Stuttgart der Relegationsteilnehmer nach der Niederlage gegen Frankfurt fest.

Hamburg Huskies vs. Berlin Rebels 7:24 (0:7; 0:4; 0:3; 7:0)

Die Berlin Rebels konnten sich in Hamburg bereits eine gute Ausgangsposition für die bevorstehenden Playoffs sichern. Schon im ersten Durchgang zeigte das Team aus der Hauptstadt den Huskies die Grenzen auf, die unter Neu-Coach Kirk Heidelberg einzig im Laufspiel eine ordentliche Leistung zeigten, jedoch die Big Plays verpassten.

Wie schon in den vergangenen Spielen konnten die Hamburger erst im zweiten Durchgang dagegenhalten und Berlin in der Verteidigung stoppen. Auch die ersten Punkte sollten im Schlussabschnitt fallen. Zu spät jedoch, um Berlin noch einmal gefährlich zu werden.

Am letzten Spieltag kann sich Berlin den zweiten Tabellenplatz sichern, denn Braunschweig und Dresden werden sich im direkten Duell die Punkte vergeben. Der Verlierer kann bei einem Berliner Sieg direkt auf den dritten Platz zurückfallen.

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Patrick Dirksmeier

(c) Kay Elvert

Cologne Crocodiles vs. Potsdam Royals 31:18 (7:0; 14:12; 3:0; 7:6)

Das Topspiel des vorletzten Spieltags bestritten die Kölner und Potsdamer im Norden. Es ging um den vierten und somit letzten Playoff-Platz der Gruppe.

Die Crocodiles kamen von Beginn an besser in die Partie, während den Gästen die Busfahrt und knappe Ankunft im Sportpark Höhenberg sichtlich in den Knochen steckte. Eine wirkliche Ausrede war es allerdings nicht, denn Potsdam fabrizierte gleich mehrere Turnover und nur einige Strafen sorgten vor der Halbzeit-Pause für ein knappes und offenes Ergebnis. Potsdam blieb zwar beim Ergebnis in Reichweite, konnte aber bei den entscheidenden Situationen nicht Punkten und beenden somit die Saison auf dem 5. Tabellenplatz. Köln darf für die Playoffs planen und wird im Süden auf Schwäbisch Hall treffen.

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Die weiteren Ergebnisse:

Hildesheim Invaders vs. Dresden Monarchs 3:40
Kiel Baltic Hurricanes vs. Braunschweig Lions 14:22
Munich Cowboys vs. Allgäu Comets 24:34
Stuttgart Scorpions vs. Frankfurt Universe 7:41
Marburg Mercenaries vs. Schwäbisch Hall Unicorns 31:34

Im Spiel zwischen den Braunschweiger Lions und den Dresden Monarchs geht es am kommenden Wochenende nicht nur um die Nordmeisterschaft, sondern auch um einen möglichen Sturz auf den dritten Tabellenplatz. Beide Teams würden in der Endabrechnung aufgrund des direkten Vergleichs zu den Berlin Rebels den Kürzeren ziehen und direkt hinter die Hauptstädter fallen. In den Fall würde der erste Playoff-Gegner Frankfurt heißen.

Erneut Aufregung um Düsseldorf Panther

Nachdem die Düsseldorf Panther den Quarterback Moses Skillon ohne gültige Spielerlaubnis aufs Feld geschickt hatten, hat die GFL den Panthern das Spiel in Solingen mit 0:20 zu Gunsten der Paladins gewertet. Laut Vorstand der Panther sorgte eine Fehlinformation des Quarterbacks für diesen Vorfall. In einer Stellungnahme der Rheinländer sollte der betroffene Spieler bis zum 10. September gesperrt sein. Auch die Elmshorner hatten diese Fünf-Spiele-Sperre so vom Verband übermittelt bekommen. Umso überraschender präsentierten die Düsseldorfer den Pirates eine Stunde vor dem Beginn des Spiels am Samstag eine Mail von AFVD-Präsident Robert Huber, in der die Spielberechtigung für Skillon zu finden war. Eine genaue Auflösung der Situation blieb derweil offen und Düsseldorf gewann die Partie – mit dem US-Quarterback – mit 35:14. Elmshorn legte direkt nach der Partie Protest ein, um diese Situation aufzulösen.

Wie wichtig diese Entscheidung ist, zeigt sich mit Blick auf die Tabelle, in der Solingen im Falle einer Panther-Niederlage am grünen Tisch, auf den ersten Platz springen würde (direkter Vergleich). Bleibt jedoch dieser fragwürdige Sieg der Panther bestehen, reicht Düsseldorf ein Punkt gegen den bereits feststehenden Absteiger aus Berlin um die Meisterschaft in der GFL2 zu feiern und in die Relegation gegen die Hamburg Huskies einzuziehen.

Die weiteren GFL2 Ergebnisse:

Berlin Adler vs. Solingen Paladins 7:21
Langenfeld Longhorns vs. Lübeck Cougars 20:6
Rostock Griffins vs. Paderborn Dolphins 42:30
Montabaur Fighting Farmers vs. Nürnberg Rams 27:28
Albershausen Crusaders vs. Wiesbaden Phantoms 22:14
Ravensburg Razorbacks vs. Saarland Hurricanes 70:47
Straubing Spiders vs. Giessen Golden Dragons 41:31

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