Frankfurt Universe folgt überraschend den Schwäbisch Hall Unicorns ins Finale der GFL. Der insolvente hessische Club holte sich einen Overtime-Sieg bei den New Yorker Lions in Braunschweig.

Im Duell zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Dresden Monarchs waren die Rollen von Beginn an vergeben. Dresden ging als Underdog in die Partie beim Südmeister und hatte bereits nach dem ersten Viertel einen Two-Score Rückstand. Ein weiterer Safety der Unicorns zeigte den Zuschauern schon vor der Halbzeit, wer das Finalticket an diesem Tag holen würde.

Auch denn den Monarchs im dritten Spielabschnitt noch der Anschluss-Touchdown gelang, stand die Verteidigung der Haller jetzt bombensicher. Im letzten Viertel machte der amtierende Champion alles klar und fährt damit als erstes Team nach Berlin, um den Titel zu verteidigen.

Die häufig kritisierte Frankfurt Universe hätte sicherlich, bei „normalen Vorzeichen“ in dieser Saison mit maximal einem Rumpfkader antreten können. Eine Lizenzstrafe von rund 8500€ und ein Abzug von 4 Punkten vor dem letzten Spieltag war nichts weiter, als eine gefühlte Alibi-Strafe des AFVD, denn einen Unterschied machte es nicht mehr. Verschiedene Fangruppen zeigten sich in der Folge wenig begeistert über das Geschick des Verbandes nach diesem „Urteil“.

Patrick Dirksmeier

Nun sind die Frankfurter bis ins Halbfinale gekommen und standen erneut den Braunschweiger Lions gegenüber. Nach drei knappen Niederlagen in den letzten 15 Monaten gegen die Löwen ging es in diesem Vergleich in die zweite Verlängerung, wo dem Braunschweiger QB ein entscheidender Fehler passierte. Ein Pass ging direkt in die Hände der Universe, die mit kurzen Spielzügen den Ball hielten und durch ein Fieldgoal die Partie entscheiden konnten.

Der Absprung Samsungs als Sponsor in Frankfurt zeigt eine Kehrtwende, die in der kommenden Saison Einfluss haben wird. Die kritischen Stimmen werden nicht leiser, auch ob des Ergebnisses in Berlin, Anfang Oktober.

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