Nach gut 1 1/2 Jahren Pause kehrt der Kollisionssport wieder auf das Feld zurück. Bei mehreren GFL-Standorten waren sogar Zuschauer erlaubt.

Erster Spieltag in der GFL 1 und GFL 2. Die Rückkehr der Deutschen American Football Liga stand in diesem Jahr wahrlich nicht unter einem guten Stern. Die Unsicherheit durch Corona und die neu gegründete ELF warfen schon Monate zuvor einen Schatten auf die Saison. Umso wichtiger waren die Zulassungen von Zuschauern, so in Marburg oder Köln.

Was allerdings nach dem ersten Spieltag deutlich zu sehen war: Die ELF sorgte für enormen Schaden bei den Teams. So mussten die Kiel Baltic Hurricanes, Stuttgart Scorpions und die Frankfurt Universe deutliche Pleiten gegen die Potsdam Royals, Saarland Hurricanes und Munich Cowboys einstecken. Allein bei Universe mussten 15 Spieler kompensiert werden, die zur neu gegründeten Galaxy gingen. Die Verlockung des Geldes war dann wohl doch zu groß.

Auch die Cologne Crocodiles mussten 14 Abgänge aus den letzten Wochen kompensieren. Bereits vor dem Spiel machten die Coaches deutlich, dass dies, schon aufgrund der fehlenden Zeit, kaum möglich sei.

Was dann allerdings geschah, war beeindruckend: Im Spiel gegen die favorisierten Dresden Monarchs hielt man sich nicht zurück. Mit einem explosiven Passspiel überraschte man die Sachsen und konnte die Gäste so zu Unsicherheiten zwingen. Auch wenn beide Seiten aufgrund der kurzen Vorbereitung viele Schwachstellen und Unsicherheiten ansah, zahlte sich die risikoreiche Gangart der Crocos aus.

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In einem engen Spiel mit viel Offensivaction konnten die Dresdener noch mit einer knappen Führung in die Pause gehen. Dann aber nahmen sich die Rheinländer ein Herz und holten sich den zweiten Durchgang. Am Endresultat von 48:41 konnte man deutlich den Willen beider Teams erkennen, die sich nichts schenkten. Das Rückspiel findet bereits in einer Woche in Dresden statt.

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Marburg stach nur einmal zu

Das Bild in Marburg war ein völlig anderes. Nach dem ersten Drive der Mercenaries und dem Touchdown nach nur zwei Spielzügen, waren die Hessen im Spiel nahezu abgemeldet. Auch die Mercenaries mussten drei Leistungsträger an die ELF abtreten. Die Allgäu Comets bekamen die Offensive der Gastgeber gut gestoppt und zahlreiche Ballverluste durch Marburgs QB Sonny Weishaupt taten ihr übriges, um die Kemptener auf die Siegerstraße zu führen.

Auch bei den Comets konnte man die kurze Vorbereitung ansehen. Die Fehler der Gäste konnten jedoch von Marburg zu selten genutzt werden. Nur wenige Big Plays in einem einseitigen und wenig spannenden Spiel. Die Comets gewannen deutlich mit 31:7 im Georg-Gassmann-Stadion vor rund 200 Zuschauern.

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Die weiteren GFL-Ergebnisse:

Schwäbisch Hall Unicorns vs. Ravensburg Razorbacks 58:14
Kiel Baltic Hurricanes vs. Potsdam Royals 6:55
Munich Cowboys vs. Frankfurt Universe 72:0
Saarland Hurricanes vs. Stuttgart Scorpions 35:6

Fehlstart der Cardinals

Einen unnötigen Fehlstart legten die Assindia Cardinals im Derby gegen die Solingen Paladins hin. Die Gäste konnten sich mit einem 20:6 durchsetzen und die ersten Punkte der Saison einfahren.

Schon nach 10 Minuten gerieten die Cardinals durch mehrere individuelle Fehler mit 0:13 in Rückstand. Nach einem ordentlichen zweiten Quarter, folgte ein weiterer Fehler im dritten Viertel, was die Entscheidung brachte. „Wir haben dieses Spiel verloren, weil wir es uns selbst schwer gemacht haben. Da ist viel zu viel durcheinander gegangen. Wir haben heute deutlich zu viele Fehler gemacht“, konstatierte ein konsternierter Essener Cheftrainer, Bernd Janzen.

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Die weiteren Ergebnisse aus der GFL2:

Rostock Griffins vs. Lübeck Cougars 21:21
Bad Homburg Sentinels vs. Fursty Razorbacks 21:21
Straubing Spiders vs. Wiesbaden Phantoms 48:17

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