Man muss schon weit in die Vergangenheit zurückschauen, wann zuletzt die New Yorker Lions Braunschweig drei Mal in Folge verloren hatten. Eine so hohe Niederlage, wie gegen Potsdam gab es auf jeden Fall zuletzt 1996.

Zwei Wochen Vorbereitungszeit auf die neue Saison waren zu wenig. Das war und ist den Verantwortlichen in Braunschweig durchaus bewusst. Auch die nun zugelassenen 801 Fans konnten an der deutlichen 3:50 Heim-Niederlage ihrer Löwen nichts ändern. Zu wirkungslos waren die Angriffsversuche des Rekordmeisters gegen gut aufgestellte Royals aus Potsdam.

Die Gäste kamen schon mit Saltos aus der Kabine. Die Motivation gegen die Lions, war enorm. Noch nie hatte Potsdam Braunschweig schlagen können. Bis jetzt.

In erster Linie auf der Runningback-Position waren die Gäste stark besetzt. Allen voran RB Jake Mayon, der die Braunschweiger Verteidigung vor massive Probleme stellte. Quarterback PJ Settles konnte sich zudem auf mehrere Receiver verlassen, die ebenfalls als sichere Anspielstationen zur Verfügung standen.

Potsdam zeigt sich in der schwierigen sportlichen Situation in der Liga als durchaus solides Team. Eine solch breite Aufstellung dürfte nur schwer zu finden sein. Ein Platz im Kreis der Favoriten in diesem Jahr ist durchaus nachvollziehbar.

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Defensiv-Schlacht in Stuttgart

In einem ausgeglichenen Spiel machte ein Touchdown den Unterschied. Der Aufsteiger aus Ravensburg hatte an diesem Samstag das nötige Quäntchen Glück und entführte nach einem 14:7-Sieg die Punkte aus Schwaben.

Ravensburg ist in der GFL Süd durchaus für das attraktive und effektive Passspiel bekannt. Gleich mehrfach zeigte sich diese Eigenschaft des Teams auch in Stuttgart.

Die spannende Begegnung hatte jedoch auch zwei Wermutstropfen. So verletzte sich auf Seiten der Razorbacks Quarterback Ryan Deal bereits im zweiten Viertel, Stuttgarts Runningback Giacomo de Pauli im dritten Spielabschnitt. De Pauli musste gar minutenlang auf dem Feld am Bein behandelt werden, ehe er unter dem Applaus der Zuschauer vom Feld getragen wurde.

Die Ausfälle beider Schlüsselspieler dürften die Teams noch etwas länger beschäftigen.

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(c) Hans-Walter Tschirley

Weitere Ergebnisse:

Dresden Monarchs – Berlin Rebels 49:20
Frankfurt Universe – Marburg Mercenaries 12:42
Allgäu Comets – Saarland Hurricanes 7:17

Düsseldorf gewinnt Kellerduell

Auch wenn die Düsseldorf Panther ihre drei Heimspiele gewinnen konnten, zeigte sich vor Allem auf der Spielmacherposition durchaus Handlungsbedarf. Im Spiel gegen die bislang sieglosen Assindia Cardinals konnte sich Michael Eubank jedoch ordentlich präsentieren und sein Team zu einem ungefährdeten 27:13 Erfolg führen.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet zeigten sich erneut kraftlos. Die seit Jahren stagnierende Form der Cardinals scheint auch nach dem Trainerwechsel mit Bernd Janzen kaum eine Trendwende aufzuzeigen. Die derzeitige Leistung spiegelt nicht die Möglichkeiten wieder, die in Essen vorhanden sind. Essen muss sich langsam bewusst machen, dass nur ein deutlicher Umbruch an der Spitze langfristigen Erfolg zurückbringen kann.

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Die weiteren GFL2 Ergebnisse:

Langenfeld Longhorns – Berlin Adler 40:57
Kirchdorf Wildcats – Fursty Razorbacks 34:20
Bad Homburg Sentinels – Frankfurt Pirates 33:3
Lübeck Cougars – Hamburg Huskies 39:29
Solingen Paladins – Rostock Griffins 14:17

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