Vor der Saison haben einige „Experten“ dem Team um QB Matt Adam und Rhein Fire nur wenige Chancen gegeben in der ELF. Nach drei Spieltagen jedoch steht Rhein Fire mit drei Siegen plötzlich als Mitfavorit da.

Das erste Heimspiel war ein Erfolg. Mit einem neuen Zuschauer-Rekord in der European League of Football zeigt sich Rhein Fire so, wie auch wir es vorhergesagt haben, denn die alte Fanbase lebt noch. Jetzt aber gilt es für die Macher der Franchise, diese Erwartungen auch dauerhaft zu erfüllen. Es wird kaum ein Selbstläufer, wenn man dabei auf die anderen Spielorte achtet, wo teilweise die Zahlen zusammenbrechen. In Duisburg aber hat man eine Chance, eine positive Bilanz zu schreiben. Auch, weil der sportliche Erfolg beim ersten Heimspiel so deutlich ausfiel.

(c) André Steinberg

Die Istanbul Rams konnten auch am dritten Spieltag nicht überzeugen. Zu Beginn des Spiels jedoch hatten beide Teams mit Fehlern zu kämpfen. Während Fire die ersten beiden Turnover der Gäste nicht nutzen konnte, sorgte ein Fumble bei den Gastgebern für die ersten Punkte auf dem Scoreboard.

Die Fehler rissen nicht ab. Auch die folgenden zwei Drives endeten mit einer Interception, so dass die Rams mit 6:0 ins zweite Spielviertel gingen. Jetzt aber zeigte sich das gute Coaching eines Ex NFL-Headcoaches. Fire fing sich und sorgte kurz nach dem Beginn des zweiten Viertels für den ersehnten ersten Heim-Touchdown nach einem Pass von Adam auf Eichhorn über 24 Yards.

Die Rams bekamen zunehmend Probleme, die Rheinländer in den Griff zu bekommen. Die 7.895 Zuschauer sollten in den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit ein Offensiv-Spektakel ihres Teams sehen. Sowohl Nathan Robitaille als auch Harlan Kwofie sorgten für eine komfortable Führung Fires zur Halbzeit. Ein Fieldgoal von Daniel Schumacher aus 50 Yards bescherte Rhein Fire einen Stand von 23:6.

Auch im zweiten Durchgang konnte Istanbul nur einige Nadelstiche setzen. Robitaille und Kwofie konnten als Anspielstation von Matt Adam weiter punkten und noch vor dem Schlussabschnitt die Vorentscheidung erzwingen. Jason Aguemon setzte den Schlusspunkt für die Gastgeber zu Beginn des letzten Viertels nach einem 3 Yard-Run, ehe HC Jim Tomsula mit seinen Coaches die Backups aufs Feld schickte.

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Einmal musste sich die Fire-Defense an diesem Tag jedoch noch geschlagen geben, als Jared Stegman Efe Baran mit einem 14-Yard-Pass in Szene setzten konnte. Nach einer nicht geglückten Two Point Conversion stand das Endergebnis fest.

Rhein Fire gewann sein erstes Heimspiel in Duisburg mit 42:12. Ein Statement an die Liga und die sogenannten Experten, deren Vorschau auf diese Saison ein düsteres Bild für Fire abgaben.

Beim Blick auf die Show und die Party rund ums Stadion sorgte noch am Abend der Admin der ELF-Infogruppe, Stephan Heßeling für ein passendes Statement. „Das was die Fans heute geboten bekommen haben, funktioniert nur mit vielen Fans.“ Genau deswegen wird der Maßstab für einige Franchises eine sehr große Hürde darstellen. „Rhein Fire hat heute das als Heimspiel und Party geboten, wo fast alle Teams der European League of Football noch hin wollen“, so Heßeling. Ein hoher Maßstab für viele Franchises der Liga, aber auch die Pflicht der Fire-Owner, dieses Level langfristig zu halten. Dieses Projekt ist kein Selbstläufer.

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