Der neue Vorstand des AFVD hat in einem offenen Brief die Probleme bei der Verbands-Übergabe offen gelegt. Dabei kommen viele Probleme zum Vorschein.

Dass ein Übergang in ein neues Football-Zeitalter in Deutschland mit Problemen behaftet sein würde, war wohl allen Beteiligten aber auch Kennern der Szene im Vorfeld bekannt. Viele trauten sich nicht oder sind in der Vergangenheit krachend gescheitert.

Einige Geschäftemacher wollen seit gut zwei Jahren mit dem Projekt „European League of Football“ einen Neuanfang starten und laut eigenen Aussagen den Football in Europa fördern. Gleich mehrere „Bauernopfer“ mussten bereits unter dieser Idee aufgeben.

Klar, ist nicht nur die ELF Schuld an dem Aus einiger Vereine. Wohl aber die Situation in Deutschland, der die Vereine seit Jahren ausgeliefert sind. Unter dem alten Vorstand um Robert Huber war der Sport nie aus der Nische hervorgekommen, nie konnten Vereine langfristig sicher planen.

Das jüngste Bauernopfer scheinen die Cologne Crocodiles zu sein, deren Präsident Jan Stecker zwischen den Stühlen sitzt und dabei versuchen muss, nicht selber auszurutschen.

Sein Job auf der Einen (zusammen mit ELF Comissioner Patrick Esume bei ProSiebenSat1) und sein Amt bei den Crocodiles sind kaum mehr miteinander zu vereinbaren. Kölner Sponsoren, aber auch Fans sind zu großen Teilen zu den Centurions abgewandert, weil man dort sein Produkt besser platzieren kann oder mehr Party erwartet.

wave.inc

Die Vereine aber sind der Unterbau, der auch nach dem Wechsel auf Verbands-Vorstands-Ebene weite rauf wackeligen Beinen stehen bleiben. So haben die neuen Vorstandsmitglieder des AFVD in den wenigen übergebenen Unterlagen massive Probleme erkennen müssen, welche Letztenendes wohl von Anwälten untersucht werden müssen. Im Fadenkreuz der Untersuchungen wird wohl Robert Huber stehen, der noch kurz vor der Übergabe wichtige Daten gelöscht hat und viele Informationen dem Vorstand vorenthält. Auch die anderen ehem. Vorstandsmitglieder bleiben stumm oder wissen selber nicht, was hinter ihrem Rücken wirklich abgelaufen ist.

Egal wie sich die Untersuchungen rund um die Übergabe der Vorstandsarbeit des American Football Verbandes Deutschland (AFVD) entwickeln werden, die Liste der Verlierer in diesem Sport wird nicht kürzer.

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