Die Telekom Baskets Bonn feierten in Berlin ihr 1.000. Spiel in der Basketball Bundesliga. Wirklich viel zum Feiern hatten die Rheinländer jedoch nicht, denn ALBA schickte sie am Samstag mit einer 96:89 Niederlage nach Hause.

giessenTag 2 in der easyCredit BBL und auch der zweite Aufsteiger musste sich beim Auswärtsspiel in Giessen geschlagen geben. Die 46ers zeigten von Beginn an eine gute Leistung und schraubten ihren Vorsprung gegen Science City Jena bis zur Pause auf 15 Punkte hinauf. Im dritten Viertel waren dann die Gäste aktiver und holten bis auch einen Zähler den Rückstand wieder auf. Dann sorgte Cameron Wells auf Seiten der Giessener für die Entscheidung. 14 von seinen 23 Punkten lieferte der Guard im Schlußabschnitt und sorgte so für den 86:76-Sieg.

GIE Denis Wucherer: „Den Grundstein haben wir natürlich in der ersten Halbzeit gelegt, in der wir ein, von der Intensität und Qualität her, sehr ordentliches Spiel in der Defensive und Offensive gemacht haben. Aber dann haben wir im dritten Viertel offensiv nur noch wenige gute Lösungen und keinen Zugriff mehr auf eine dann gut agierende Mannschaft gefunden. Gut, dass Cameron Wells dann übernommen und wichtige Würfe getroffen hat. Auch Justin Sears hatte wichtige Aktionen. Insgesamt hat aber jeder seinen Teil zum Sieg beigetragen. Gut, dass wir das erste Spiel gewonnen haben.“

JEN Björn Harmsen: „Glückwunsch an Denis und Gießen. Wenn man das Spiel betrachtet, hat Gießen das Spiel verdient gewonnen. Mit ihrer Intensität am Anfang haben sie es uns sehr schwer gemacht in das Spiel zu kommen. Wir haben hingegen Einiges von dem vermissen lassen, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Am Ende haben wir es dann auch nicht geschafft, ihnen die Dreier wegzunehmen. Gießen hat hingegen einige schwierige Würfe getroffen. Da müssen wir einfach näher dran sein. Daher geht der Sieg der Gießener in Ordnung.“

Patrick Dirksmeier

Hagen zu schwach gegen Göttingen

goettingenEin recht einfaches Anfangsprogramm haben die Hagener in der diesjährigen Saison. Stehen doch zunächst die Aufsteiger und unteren Tabellenkandidaten auf dem Programm von Headcoach Ingo Freyer (A Bremerhaven, H Jena, A Vecha, H Giessen). Ganz im Gegensatz dazu die Gäste aus Süd-Niedersachsen. Göttingen hat mit Ludwigsburg (A), München (H), Oldenburg (A) und Bamberg (A) richtige Brocken vor der Nase. Umso wichtiger wäre für Phoenix ein guter STart um schnell nötige Punkte gegen den Abstiegskampf einzufahren.

Im Spiel gegen Göttingen fehlte es aber bei Hagen noch an einigen Punkten. So waren die Zusammenspiele noch wenig effektiv und auch die leichten Körbe wie zugenäht. 19 Turnover sprachen eine deutliche Sprache und waren letztlich das Sinnbild für die Niederlage gegen ebenfalls nicht allzu stark spielende Gäste. Gerade der sonst so starke David Bell kam bei der Feldwurfquote nicht über die 33,3 %. Mit 17 Zählern war der Kapitän der Hagener zwar dennoch bester Phoenix-Spieler, hätte jedoch nahezu im Alleingang den Gegner aus der Halle schießen können.

Bei den Göttingern scorten gleich fünf Spieler beim 84:75-Erfolg zweistellig. Auch bei der BG waren zwar die Wurfquoten allesamt nicht sonderlich gut, reichten aber, um bei Phoenix Hagen die Punkte mitnehmen zu können.

HAG Ingo Freyer: „Glückwunsch, Göttingen hat zu Recht gewonnen. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden. In der Offense konnten wir unsere Stärken nicht ausspielen. Wir hatten oft Gelegenheit, den Ball unter den Korb zu bringen, haben es aber nicht geschafft. Auch unsere freien Schützen haben wir nicht gefunden. Unsere Schwächen konnten wir nicht abstellen, 19 Turnover haben ihr Übriges getan. Wir müssen das genau analysieren, dann wird das nächste Spiel besser.“

GÖT Johan Roijakkers: „Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Sieg im ersten Spiel. Es war kein schönes Spiel zum Anschauen, beide Mannschaften müssen noch ihren Rhythmus finden. Aber Glückwunsch an meine Spieler, sie haben gut gekämpft. Die Nachverpflichtungen von Adam Waleskowski und Benas Veikalas waren wichtig für uns. Jesse Sanders braucht noch Zeit, aber in der ersten Halbzeit hat Leon Williams gut übernommen.“

 

muenchenIm letzten Samstagsspiel konnte sich der FC Bayern München bei den EWE Baskets Oldenburg mit 83:69 durchsetzen. In einem über weite Strecken intensiven und ausgeglichenen Match konnten sich die Gäste des FC Bayern erst ab dem Ende des dritten Viertels absetzen und das Spielgeschehen bestimmen. Der beste Scorer des Abends kam dennoch aus Oldenburg. Rickey Paulding glänzte mit 21 Punkten für die Baskets.

OLD Mladen Drijencic: „Mit einem Heimspiel zu starten, ist nicht immer einfach. Die Jungs waren ein bisschen nervös. Für die Niederlage gibt es drei Gründe: Zum einen hat Bayern sehr physisch gespielt. In ihrer Zehner-Rotation gibt es kein Gefälle, weder in der Defense noch in der Offense. Und: Das physische Spiel war die Ursache für unsere vielen Ballverluste. Zwei unserer Leistungsträger waren heute nicht auf ihrem eigentlichen Level. Wenn wir diese Leistungsträger im nächsten Spiel wieder zurück bringen, dann sieht es gegen andere Gegner mit Sicherheit wieder besser aus.“

MÜN Aleksandar Djordjevic: „Hier in Oldenburg einen Sieg zu holen, war sehr wichtig für uns. Und zwar deshalb, weil wir immer noch ein Team in der Entwicklung sind. Mit ein paar Dingen bin ich zufrieden. Aber es waren auch ein paar Dinge dabei, mit denen bin ich nicht zufrieden. 21 Turnover hätten uns auch das Spiel kosten können. Unsere gute Defense in der zweiten Halbzeit hat uns gerettet. Gegen dieses Oldenburger Team hätten uns 21 Ballverluste eigentlich umhauen müssen. Auf der einen Seite haben wir gute Entscheidungen in der Offense getroffen. Aber allein zehn Turnover von zwei Spielern ist für mich ein absolutes No Go. Auf diesem Level darf man nicht so verantwortungslos agieren.“

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