In acht Monaten findet in Köln und Paris die IIHF Eishockey WM 2017 statt. Zum ersten Mal kooperieren hierbei zwei Staaten, um ein Event gemeinsam aufzuziehen. Auf der offiziellen Auftakt-Pressekonferenz im Schokoladenmuseum Köln zeigte man, wie das freundschaftliche und kollegiale Gefüge funktioniert und – Stand heute – bereits 1/3 der Tickets absetzen konnte.

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iihf_0002Am 5. Mai bereits wird Deutschland im Eröffnungsspiel um 20:15 Uhr gegen die USA direkt gefordert sein. Franz Reindl, Präsident des DEB zeigte sich zuversichtlich: „Marco Sturm hat einen guten Weg eingeschlagen, den wir vor zwei Jahren begonnen haben. Heraus aus dem Tief in eine erfolgreichere Zukunft.“ Vor heimischer Kulisse wird die Erwartung sicherlich nicht gering sein, denn nach der Olympia-Qualifikation konnte man den Teamgeist und die Qualitäten der Spieler erkennen.

Ganz im Gegensatz dazu die Franzosen, deren Verband erst seit gut 10 Jahren existiert, aber in Paris nun einen Sportkomplex mit zwei Eisbahnen baut um an die Weltspitze anzuschließen. Der französische Verbands-Präsident Luc Tardif sah sich aufgrund der WM-Ausrichtung optimistisch: „Wir liegen wie auch in Deutschland hinter dem Fußball und bei uns Rugby etwas hinten in der Wahrnehmung. Das gilt es zu ändern um auch das Eishockey-Fieber im Mai unter dem Eiffelturm zu entfachen.“

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Reindl und Tardif waren es, die bei einem Treffen die Idee einer Kooperation hatten. Vor einigen Jahren waren sie noch Rivalen auf dem Eis, nun aber zeigen sie sich Hand in Hand auf dem Weg zu einer WM, die endlich wieder im zentralen Europa stattfinden darf.

iihf_0001Ein wichtiger Unterstützer sind auch die Städte Paris und Köln. Oberbürgermeisterin Henriette Reker bekräftigte auf der PK ihre Vision einer Eishockey-Party in der Domstadt und sicherte den Organisatoren jede erdenkliche Hilfe zu. Bereits jetzt konnte Organisations-Leiter Henner Ziegfeld auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, DEB und auch der LanXess Arena hinweisen, die auch die Delegationen der IIHF bislang aufhorchen lies.

Der emotionale Teil der Pressekonferenz kam direkt zu Beginn. Das Logo der WM ist aufgrund der beiden Staaten im Hintergrund mit der französischen Flagge, im Vordergrund der im Jahre 2009 an einem Hirntumor verstorbene Goalie Robert Müller zu sehen. Es war der Wunsch des Deutschen Eishockey Verbandes, Ihm diese WM zu widmen. Der französische Verband gab für diese Würdigung grünes Licht.

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