Phoenix Hagen konnte im ersten Saisonspiel nach Bekanntgabe der Insolvenz voll auf seine Fans setzen. Nach allerdings sechs Minuten wurde der gute Start der Feuervögel von Würzburg gebremst und in der zweiten Halbzeit beendet. Hagen bleibt weiterhin sieglos und Würzburg gewann das dritte Spiel in Folge.

Phoenix Hagen vs. s’Oliver Würzburg 89:99 (47:34)

Was für Phoenix Hagen gut begann, sollte sich dann doch zu Gunsten von s’Oliver Würzburg wenden.

Die Mannschaft aus Hagen begann gut. Sie hielten die Würzburger in den ersten sechs Minuten gut in Schach, so dass eine Führung von 17:5 ergab. Danach brachten Jake Odum (13 Punkte) und Kresimir Loncar (11 Punkte) die Gäste langsam auf 47:34 heran. So ging es dann in die Pause.

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Die Seiten wurden gewechselt und LaMonte Ulmer machte elf Punkte. Somit kamen sie zurück ins Spiel. Die Würzburger hatten nun einen Run mit 14:32. So endete das dritte Viertel 61:66. Die Feuervögel gaben nicht auf und konnten auch noch kurz ausgleichen, doch die letzten acht Punkte brachten die Entscheidung. Das Spiel endete daher 89:99 für Würzburg.

Was bleibt nach diesem Spiel für Hagen? Fest steht nur, dass heute den Fans vom Hagener Geschäftsführer Patrick Seidel gesagt wurde, dass vier Abgänge aufgrund von Vertragsklauseln möglich wären. Tatsache ist, dass jeder Spieler, der Phoenix Hagen aus welchen Gründen auch immer, verlässt, eine sportliche Katastrophe wäre.

 

HAG Ingo Freyer: „In der zweiten Hälfte fehlten uns leider Qualität und Intensität im Eins-gegen-eins. Wir haben nach der Pause zwar offensiv gut angefangen, aber defensiv war unsere Brust einfach nicht breit genug. Das war ein großes Manko. Würzburg ist so ins Spiel gekommen. Offensiv hatten wir hingegen keinen Rhythmus mehr. Wir haben zudem unterirdisch Freiwürfe geschossen, selbst unsere besten Werfer. Unsere Fans sind einfach unglaublich. Vielen, vielen Dank dafür!“

WÜR Douglas Spradley: „Ich gratuliere meiner Mannschaft zur zweiten Hälfte, die ähnlich gut war wie die gegen Frankfurt vor einer Woche. Das Spiel habe ich nicht anders erwartet. Hagen hatte viel Feuer und die Fans im Rücken. Wir haben die erste Hälfte überlebt. In der zweiten Halbzeit haben wir unseren Rhythmus gefunden, gut gekämpft und intensiv verteidigt. Wir waren sehr stark beim Rebound, das war mitentscheidend.“

Science City Jena vs. Telekom Baskets Bonn 72:74 (36:37)

Den vierten Sieg in Folge konnten die Telekom Baskets Bann für sich verbuchen. Sie besiegten auswärts die Science City Jena mit 74:72. Der Topspieler bei Bonn hieß Ojars Silins.

Nach etwas mehr als einer Minute auf dem Parkett stand es bereits 8:0 für die Gäste aus Bonn. Josh Mayo machte alleine elf Punkte im ersten Viertel. Jenas Shooting Guard Julius Jenkins brahcte die Gastgeber zur Halbzeit auf 36:37 heran. Doch das letzte Viertel war entscheidend, denn die Gastgeber hatten zwischendurch einen zehn-Punkte Lauf. Doch den Sieg konnten sie trotzdem nicht für sich verbuchen. Ojars Silins warf zwei drei-Punkte-Würfe hintereinander. Somit lagen die Gäste mit 70:79 in Führung. Julius Jenkins verwarf bei einer Restspieldauer von acht Sekunden zwei Freiwürfe. Ryan Thompson traf von der Linie und glich aus. Während die einen schon an eine Verlängerung dachten, dachte sich Silins, er könne den Ball bei 0,5 Sekunden auf der Uhr, noch einmal im Korb versenken. Somit konnten die Bonner ein spannendes Spiel für sich entscheiden.

Die weiteren Sonntags-Ergebnisse:

Fraport Skyliners vs. Rasta Vechta 61:68
MHP Riesen Ludwigsburg vs. Brose Bamberg 48:60

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