Die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte musste Phoenix Hagen in Ulm hinnehmen. Aus den Worten des Cheftrainers ist die Resignation zu hören. Im TAbellenkeller machte sich Jena nach einem Sieg in Braunschweig etwas Luft und der FC Bayern Basketball zog nach der Halbzeit an Vechta vorbei und holte sich den Pflichtsieg.

ratiopharm Ulm vs. Phoenix Hagen 116:64 (61:41)

ulmEine Demontage erlebten die Anhänger von Phoenix Hagen beim bisher ungeschlagenen Team aus Ulm. Die hatten gegen geschwächte Hagener keine große Mühe und schraubten das Ergebnis ohne Gnade konstant in die Höhe. Bereits zur Halbzeit war das Team aus dem Süden bereits auf 20 Zähler davon geeilt und hatte das Spiel längst entschieden. Hagen, ohne den verletzten Klassen und ohne den inzwischen abgewanderten Williams, in jeder Hinsicht leichte Beute. Bis zum Ende purzelten dann auch die Rekorde: Höchste Niederlage der Vereinsgeschichte für Phoenix, Höchste Punktzahl in einem Heimspiel für Ulm. Zudem kamen die Hausherren auf unglaubliche 53 Rebounds und 32 Assists. In den sozialem Netzwerken fordern nun erste Hagen-Fans den vorzeitigen Rückzug aus der BBL und den Neustart in der kommenden Saison.

ULM Thorsten Leibenath: „Es ist nicht leicht in so eine Partie zu gehen. Aber wir haben Hagen sehr respektiert, das hat man an unserer Spielweise heute gesehen. Es ist klar, auch wenn man gegen eine personell geschwächte Mannschaft nicht mental konzentriert agiert, dann kann das auch schief gehen. Nicht alles war gut, ich finde wir waren in der ersten Halbzeit manchmal zu ungeduldig, dadurch sind 9 Ballverluste zustande gekommen. Aber wir haben 40 Minuten defensiv den Gameplan umgesetzt, Bell und Plaisted hatten es sehr schwer zu punkten. Es freut mich, dass alle konzentriert geblieben sind, auch die jüngeren Spieler, es war eine starke zweite Halbzeit. Ich wünsche Ingo und Hagen alles Gute. Jeder weiß, wie bedeutend der Standort Hagen für den deutschen Basketball ist. Ich hoffe, dass wir uns nächstes Jahr hier wieder sehen.“

wave.inc

HAG Ingo Freyer: „Man hofft natürlich vor dem Spiel, dass es anders läuft. Die Hoffnung ist immer da. Aber man weiß auch, dass es so kommen kann. Wenn man körperlich der anderen Mannschaft so unterlegen ist – Ulm hat ein qualitativ sehr hochwertiges Team – und wenn man dann noch die Situation dazu nimmt, in der wir stecken, dann kommt ein Spiel wie heute zustande. Da können meine Jungs nichts dazu, die versuchen alles, versuchen ihre Qualitäten auszuspielen. Aber da ist nichts zu machen.“

Unbestätigten Meldungen zu Folge soll inzwischen Sven Eklöh als Aufsichtsrats-Vorsitzender bei Phoenix Hagen seiner Aufgaben entbunden worden sein. In einer Stellungnahme von Phoenix wird Dies jedoch derzeit dementiert. Die nächsten Tage werden wieder spannend, denn in der Hagener Fans-Szene wartet man noch immer auf verlässliche Zahlen von der Geschäftsführung und dem Insolvenzverwalter. Ein Treffen mit den Sponsoren soll am 28.11. Klarheit bringen.

Basketball Löwen Braunschweig vs. Science City Jena 86:97 (46:42)

jenaLange sah es nach dem zweiten Saison-Sieg der Braunschweiger in diesem Kellerduell aus. Bis zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 46:42, ehe Jena sich im dritten Viertel mit einem 33:12-Lauf absetzte und die Entscheidung herbeiführte. Der Endpurt der Basketball- Löwen kam zu spät. Ballverluste und Fehlwürfe sorgten für ein klares Bild in Abschnitt Drei und so haben Thüringer jetzt etwas Luft nach unten, wo weiterhin Braunschweig und Hagen abgeschlagen stehen.

BRA Frank Menz: „Ich bin sehr enttäuscht. Jena ist zwar eine gute Mannschaft, die viele Spiele zuvor knapp verloren hat. Aber wir hatten heute dennoch eine Riesenchance, zu gewinnen und ich kann mir kaum erklären, warum wir so gespielt haben. Ein Grund ist aber, dass wir lockerer spielen, wenn wir keinen Druck spüren und die Jungs nicht viel nachdenken. Heute hingegen war Druck da und wir haben früh gemerkt, dass wir keinen richtigen Rhythmus und keinen Zugriff auf das Spiel hatten. Wir haben 97 Punkte gegen eine Mannschaft kassiert, die sonst im Schnitt 77 Punkte macht. Und das ist viel zu viel. Eigentlich musste man sich erhoffen, dass man den Bonn-Sieg positiv mitnimmt, aber genau das Gegenteil war der Fall. Wir müssen immer am Limit spielen, stattdessen war das heute eines unserer schlechtesten Spiele und ein Rückschritt nach den letzten drei Spielen.“

JEN Björn Harmsen: „Es war heute für beide ein sehr wichtiges Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit Probleme gehabt, unseren offensiven Rhythmus zu finden und Marcos Knight wurde zudem gut von Braunschweig verteidigt. Wir haben zur zweiten Halbzeit ein paar Dinge umgestellt und das Team kleiner gemacht. Dadurch haben wir schneller gespielt und sind zu mehr einfachen Punkten gekommen. Hut ab vor meinem Team im dritten Viertel, in dem jeder seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir uns absetzen konnten. Für uns war das heute nach den vielen knappen Niederlagen ein sehr wichtiger Sieg.“

Im letzten Samstags-Spiel gewann der FC Bayern München mit 85:72 gegen den Aufsteiger, Rasta Vechta.


In der Pro A verschenkten die ETB wohnbau Baskets Essen die Punkte an die Uni Baskets Paderborn. Die Ostwestfalen konnten zwar in der ersten Halbzeit zunächst domninieren, gaben aber beinahe im dritten Viertel das Spiel aus der Hand. Erst in den Schlussminuten nahmen die Gäste wieder Fahrt auf und holten sich die Punkte. Endstand: 71:76

 

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