Spitzenspiel in Berlin
Das Topspiel des 10. Spieltags fand am Sonntag in Berlin statt. Die Albatrosse hatten in den letzten Spieltagen einige Federn gelassen, schlugen sich aber tapfer gegen die favorisierten Bamberger. Den neunten Sieg in Folge feierte medi Bayreuth in Tübingen, Bremerhaven schlug Oldenburg im Nordderby.
ALBA Berlin vs. Brose Bamberg 80:89 (35:39)

BER Ahmet Caki: „Wir sind sehr gut gestartet, haben dann aber im dritten Viertel die Kontrolle verloren. Wir haben in diesem Viertel 30 Punkte kassiert. Wenn Bamberg mit seiner guten Ballbewegung erstmal die Kontrolle hat, ist es schwer. Wenn wir im dritten Viertel die gleiche Aggressivität wie in den anderen gezeigt hätten, wär es vielleicht ein anderes Spiel geworden. Insgesamt haben wir zu viele defensive Fehler gemacht, an denen wir weiter arbeiten müssen. Aber ich bin zufrieden, dass mein Team nie aufgegeben und bis zum Ende mit voller Energie gespielt hat.“
BAM Andrea Trinchieri: „Ich komme immer sehr gerne nach Berlin. Eine großartige Stadt, eine großartige Arena und immer große Spiele gegen eine große Basketball-Organisation. Dies war unser viertes Spiel in neun Tagen, daher konnte man keine perfekte Leistung erwarten. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schlechte Pick & Roll-Defense gespielt. Das haben wir nach der Pause im Kopf und physisch besser gemacht und damit Kontrolle über das Spiel bekommen. Wir haben die Partie dann zwar schon zu früh abgehakt und es wurde nochmal knapp. Aber unter dem Strich bin ich zufrieden mit diesem Sieg.“
Eisbären Bremerhaven vs. EWE Baskets Oldenburg 97:92 OT (43:45, 76:76)

BRE Sebastian Machowski: „Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren und bin stolz auf das, was meine Spieler heute geleistet haben. Wir haben vor einer großen Kulisse gegen eines der Top-Teams der Liga gewonnen. Ich denke, die tolle Atmosphäre in der ÖVB Arena hat meine Spieler noch einmal zusätzlich gepusht. Im 1. Viertel sind wir nur schwer in die Partie gekommen. Über den Kampf haben wir das Derby dann mehr und mehr an uns gerissen. Wir haben offensiv sehr variabel gespielt und auch defensiv verschiedene Varianten eingestreut. Ich hoffe, dass wir am Mittwoch in Jena nachlegen können.“
OLD Mladen Drijencic: „Wir haben ein spannendes Derby gesehen, das Werbung für den Basketball-Sport war. Im Nachhinein muss man sagen, dass wir schon in der regulären Spielzeit hätten gewinnen müssen. Aber wir haben die Eisbären wieder ins Spiel kommen lassen und in der Verlängerung haben sie das souverän gelöst. Das darf so nicht passieren. Wir müssen die Fehler, die wir gemacht haben, möglichst schnell abstellen.“
Walter Tigers Tübingen vs. medi Bayreuth 77:87 (32:40)

TÜB Tyron McCoy: „Glückwunsch an Coach Korner zu diesem Sieg. Wir haben in den letzten Minuten der ersten Halbzeit unsere Linie verloren und zu viele Fehler gemacht. Bayreuth hat dies gnadenlos ausgenutzt und ist kurzfristig davon gezogen. Dies war der Weckruf für unseren Gegner, dies ärgert mich als Trainer natürlich sehr. Dazu haben die Bankspieler von Bayreuth dem Team viele gute Momente gegeben. Wir haben zwar alles versucht, doch es hat dann doch nicht gereicht. Die Leistung war über weite Strecken des Spiels in Ordnung. Man sieht aber, dass kleine Unkonzentriertheiten sofort bestraft werden. Wir müssen uns nun gezielt auf die Begegnung in Vechta vorbereiten.“
BAY Raoul Korner: „Ich bin natürlich sehr zufrieden über den Sieg. Da hört dann meine Freude aber auch auf. Wir haben heute nicht gut gespielt. Tübingen war über weite Phasen der Partie das geschlossenere Team. Dass, was uns die letzten Spiele stark gemacht, konnten wir heute nicht umsetzen. Wir konnten die einzelnen Angriffe nicht konsequent abschließen und haben keinen Teambasketball gezeigt. Daran müssen wir arbeiten, unser Anspruch muss ein anderer sein. Am Ende haben wir aufgrund der individuellen Klasse der einzelnen Spieler gewonnen. Auch, weil wir zehn von 15 Dreiern getroffen haben. Coach McCoy und seinem Team wünsche ich alles Gute für die kommenden Spiele.“
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