Der Kommentator bei Telekom Basketball brachte es in Hagen auf den Punkt: „Die erwartete Hinrichtung von Phoenix Hagen ist ausgeblieben.“ Statt dessen wurde es für Bayern schwierig, gegen Hagen ihr Spiel durchzuziehen. In Bayreuth holte medi den zehnten Sieg in Folge.

Phoenix Hagen vs. FC Bayern München 77:97 (34:44)

muenchenAnders als erwartet wurde es kein Selbstläufer für den Favoriten aus Bayern. Das Team von Aleksandar Djordjevic musste über die gesamte Distanz kämpfen und hatte zum Teil bei den Rebounds das Glück auf seiner Seite, während Hagen im Abschluss oft genau dieses Glück fehlte. Als Phoenix im dritten Viertel sogar wieder auf wenige Punkte an den Bayern dran war, sah man die Reaktion der Spieler, auf die die Fans lange in dieser schweren Situation gewartet hatten. Die Spieler schienen den Druck nicht mehr zu spüren und konnten so befreiter agieren, was Bayern zu verunsichern schien. Ohne David Bell, der kurz vor dem Spiel mit Magen-Darm-Problemen ausfiel zeigten die jungen Spieler um Jonas Grof ihr Können und ihre Gefährlichkeit.

Für den Sieg reichte es dennoch nicht, denn Hagen ging im letzten Viertel die Puste und auch Qualität aus. München riss sich noch einmal zusammen und brachte den Vorsprung über die Zeit. In Hagen warten die Anhänger nun auf den kommenden Montag. Dann soll den Sponsoren und Partnern die Zahlen präsentiert werden, welche über die Zukunft und den Spielbetrieb in Hagen entscheidend sein werden.

Patrick Dirksmeier

Bilder aus Hagen:

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HAG Ingo Freyer: „Wir wissen, wie die Bayern spielen. Sie haben eine große Rotation, Nationalspieler, starke Ausländer. Wir wollten selbst auch mit einer großen Rotation spielen. Das haben wir getan. Meine Spieler haben alles gegeben und gekämpft. Ich glaube, einige meiner Spieler haben sich heute weiterentwickelt. Schade, dass David Bell krank geworden ist. Was uns bleibt, ist trotz der Niederlage die tolle kämpferische Einstellung.“

MUN Aleksandar Djordjevic: „Ich freue mich darüber, in Hagen zu sein. Ich kenne die Stadt als traditionellen Basketballstandort. Glückwünsche an Ingo Freyer und sein Team. Sie haben in einer für sie schweren Situation sehr gut gespielt. Wir mussten viel leisten, um zu gewinnen. Wir haben von der Bank wichtige Impulse bekommen, etwa von King und Djedovic. Wir brauchten hier unbedingt die nötige Aggressivität. Wir wollten zudem den Ball gut bewegen, das ist uns mit 29 Assists gelungen. Jetzt sind wir froh, nach sechs Tagen zurück nach München zu kommen.“

medi Bayreuth vs. MHP Riesen Ludwigsburg 87:70 (42:40)

bayreuthIn Bayreuth kochten zum Ende die Emotionen über. David McCray trat seinem Bayreuther Gegenspieler am Boden liegend ins Gesicht. Es entstand eine Rangelei und die Disqualifikation des Ludwigsburgers, die unumgänglich war.

Vor dieser Szene zeigte Bayreuth genau das, was sie die ganze Saison schon zeigten. Offensiven Basketball vom Feinsten. Nach einem knappen Vorsprung in der ersten Hälfte drückten die Franken in Halbzeit Zwei deutlich aggressiver und bauten so den Vorsprung immer weiter aus. Als sich die Gäste dann durch die zuvor beschriebene Rangelei selbst schwächten, spielten die Bayreuther die Zeit runter und holten sich so den 10. Sieg in Folge.

Vor dem Tipp-Off gab Ludwigsburg die Verpflichtung des ehem. NBA-Spielers Drew Crawford bekannt, der bereits in Bayreuth spielberechtigt war. Im Spiel konnte der neue Small Forward jedoch keine AKzente setzen.

Im dritten Spiel des Samstags verlor Rasta Vechta gegen die Walter Tigers Tübingen mit 76:82.

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