Am Freitag konnte sich medi Bayreuth gegen Göttingen den 11. Saisonsieg sichern. Im einzigen Samstags-Spiel konnten sich die MHP Riesen Ludwigsburg bei den Giessen 46ers durchsetzen.

medi Bayreuth vs. BG Göttingen 84:76 (45:39)

Nach einem schnellen Start der Gäste konnten sich die Bayreuther in das Spiel kämpfen und schafften es, bis ins dritte Viertel in Schlagdistanz zu bleiben. Dann aber kam ein Einbruch der Göttinger, den Bayreuth zunächst nutzte. Im Schlussabschnitt dann jedoch flachte das Spiel der Hausherren ab und so wurde es trotz eines zweiten Einbruchs der Gäste unnötig spannend. Die Defense bestimmte so den restlichen Spielverlauf und brachte den Sieg unter Dach und Fach. Allstar Trey Lewis bei medi war bester Mann auf dem Feld mit 22 Punkten.

BAY Raoul Korner: „Zunächst Glückwunsch an Göttingen, sie haben uns das Leben wie erwartet schwer gemacht. Wir sind im Moment mit einer Situation konfrontiert, sie es mit sich bringt, wenn man viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, wenn man als Überraschungsteam der Liga gilt. Dann ist es das Phänomen, dass die Leichtigkeit ein wenig schwindet und dass andere Teams extra motiviert in das Spiel geht. Jeder entwickelt den extra Ehrgeiz, genau diese Mannschaft zu schlagen. Wir machen im Moment keinen großartigen Job, um mit dieser Situation umzugehen, aber wir kannten diese Situation auch noch nicht. Es ist ein Prozess. Ich möchte keinesfalls die Göttinger Leistung schmälern, sie haben eine ausgezeichnete Partie gemacht. Aber man merkt, dass bei uns die Selbstverständlichkeit ein bisschen weg ist, dass der ein oder andere Spieler etwas schneller frustriert als noch vor ein paar Wochen ist. Das ist für uns eine extrem interessante und spannende Situation. Wir freuen uns darauf, auch diese als Team zu lösen. Göttingen wird ein harter Konkurrent im Kampf um die Play Offs werden und wir schauen dass wir uns wieder Schritt für Schritt der Form annähern, die wir schon vor ein paar Wochen gezeigt haben.“

GÖT Johan Roijakkers: „Ich gratuliere Coach Korner und seiner Mannschaft. Ich denke, wir haben heute ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Das war eine Play Off-Intensität! Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, wie sie heute gespielt hat. Wenn man so lange mitspielen kann, kann man als Göttingen-Coach sehr zufrieden sein.“

Giessen 46ers vs. MHP Riesen Ludwigsburg 62:68 (32:33)
wave.inc

In einer engen und hart umkämpften Partie gewannen die Schwaben dank einer kleinen Schlussoffensive die Partie bei den Mittelhessen.

Beide Teams hatten zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Im ersten Viertel ging offensiv nicht sehr viel und so dauerte es, ehe Giessen das Heft in die Hand nahm ind in den folgenden beiden Spielabschnitten das Spiel zu beherrschen. Erst im Schlussviertel konnte Ludwigsburg einen kleinen Vorsprung erspielen, ehe Giessen einen kleinen Lauf hinlegte und kurzzeitig die Führung zurückholte. Dann aber gelang den 46ers kein Treffer mehr und die Gäste holten sich den Sieg.

GIE Denis Wucherer: „Das war über 38 Minuten eine sehr enge Partie, die etwas von einem Schwergewichtskampf hatte. Am Ende konnte Ludwigsburg den einen Schlag mehr landen. Wir waren zum Schluss dreimal in sehr aussichtsreicher Position, konnten aber jeweils nicht scoren. Ludwigsburg hat im Gegenzug ein paar schwierige Treffer gemacht, so haben sie dann das Spiel gewonnen. Unsere Quote von der Dreierlinie ist natürlich zu gering, aber das war heute eben auch einer der besten Verteidigungen der BBL geschuldet.“

LUD John Patrick: „Das war ein sehr hartes Spiel. Beide Mannschaften haben alles gegeben, am Ende waren wir die Glücklicheren. Wir sind mit einer neuen Startformation angetreten sind, das hat relativ gut funktioniert. Wir konnten aber unter dem Korb gegen Sears und Evans nicht punkten. Wir spielen Woche für Woche gegen europäische Topteams, die Partie heute war genauso hart. Respekt an Gießen. Sie haben sich sehr gut vorbereitet. Dass wir am Ende trotzdem mit 68 erzielten Punkten gewinnen können, spricht für unsere Defense.“

 

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