Nach 26 BBL-Siegen in Folge konnte ratiopharm Ulm die Siegesserie der Franken beenden und selbst den zwölften Sieg in dieser Saison feiern. Die Telekom Baskets Bonn konnten den Krimi im Rheinland gegen Vechta in letzter Minute für sich entscheiden.

Telekom Baskets Bonn vs. Rasta Vechta 88:83 (43:50)

Nach einer spannenden Anfangsphase setzten sich die Gäste bis zur Pause etwas ab udn konnten so mit einer sieben Punkte Führung in die zweite Hälfte gehen. Dort zeigten zunächst die Gastgeber ihre Offensiv-Zähne und glichen das Spiel wieder aus. Vechta kam aber erneut zurück und setzte die Bonner enorm unter Druck. In der letzten Minute konnten sich die Baskets in die Verlängerung retten, wo Vechta als erstes die Luft ausging und den Sieg verschenkte.

BON Predrag Krunic: „Unsere Verteidigung war nicht gut in der ersten Halbzeit. Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass Vechta sehr viel Talent in der Offensive besitzt. In der zweiten Halbzeit haben wir viel besseres Teamplay, bessere Intensität und bessere Verteidigung gezeigt. Es war kein einfaches Spiel für uns. Yorman Polas Bartolo war angeschlagen. In der Halbzeit haben wir zusammen entschlossen, ihn doch ins Spiel zu bringen. Er hat sehr gut verteidigt.“

VEC Andreas Wagner: „Glückwunsch an Bonn. Ich bin stolz auf mein Team und darauf, wie wir uns hier verkauft haben. Die Niederlage ist natürlich sehr bitter, vor allem wie wir verloren und kurz vor Spielende noch den Ausgleich durch Gamble kassiert haben. Ich wäre zufrieden, wenn wir so weiterarbeiten und dann denke ich, dass wir in der Zukunft auch Spiele gewinnen werden.“

ratiopharm Ulm vs. Brose Bamberg 78:63 (42:37)
Patrick Dirksmeier

Das erwartete Spitzenspiel am 13. Spieltag wurde zu einer überraschend klaren Angelegenheit für die Ulmer, die wohl selber nicht damit gerechnet hatten.

Nach gerade einmal 7 Minuten fingen die Ulmer an, den Vorsprung auszubauen. Bamberg scheiterte an einer guten Defensivleistung der Gastgeber und wurde im letzten Viertel sogar vorgeführt.

Tim Ohlbrecht konnte mit 19 Punkten seinem Team zum Erfolg verhelfen. Daniel Theis setzte sich zwar mit 10 Rebounds durch, konnte seinen Bambergern aber nicht zum Sieg verhelfen.

ULM Thorsten Leibenath: „Meine Mannschaft hat heute die beste Defensivleistung der Saison gezeigt. Wir haben den Game Plan heute mit konzentrierten Aktionen herausragend umgesetzt. Wir haben eine der stärksten Offensivrebound-Mannschaften bei vier zweiten Chancen gehalten und den Gegner in 16 Ballverluste gezwungen, während uns selber nur zehn Turnovers unterliefen. Das sind alles Indikatoren, dass die Mannschaft heute absolut gewillt war, über sich hinaus zu wachsen und diesen Sieg zu holen. Und ich bin sehr glücklich, dass uns das gelungen ist.“

BAM Andrea Trinchieri: „Glückwunsch an Ulm und Thorsten. Sie haben sich den Sieg heute verdient, weil sie großartig gespielt haben. Ich wusste, dass sie ein starkes Team haben, sodass mich ihre Leistung heute nicht überrascht hat. Wir wurden von der Ulmer Energie überflutet. Irgendwie haben wir es trotzdem geschafft, in der ersten Halbzeit im Spiel zu bleiben, aber in das dritte Viertel sind wir so schlecht gestartet, dass wir den Anschluss und dann auch das Spiel verdient verloren haben.“

Neben dem Sieg feierten die Ulmer zudem noch eine Hiobsbotschaft. So hat Per Günther seinen Vertrag um weitere zwei Jahre im Verein verlängert.

Die weiteren Sonntags-Ergebnisse:

ALBA Berlin vs. Eisbären Bremerhaven 97:71
Fraport Skyliners vs. FC Bayern München 57:77
EWE Baskets Oldenburg vs. s’Oliver Würzburg 85:75
Science City Jena vs. Walter Tigers Tübingen 82:79

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