Gleich zwei Partien wurden an diesem Freitag in der easyCredit BBL angepfiffen. ALBA Berlin setzte sich in Tübingen durch und medi Bayreuth feierte in Bremerhaven den nächsten Saisonsieg.

Walter Tigers Tübingen vs. ALBA Berlin 77:82 (40:34)

Mit einem Sieg in der Crunchtime hält Berlin Anschluß an die Tabellenspitze. Ein Selbstläufer war diese Partie allerdings nicht, denn nach einem Einbruch kam Tübingen zurück und gewann die erste Halbzeit mit einem deutlichen Vorsprung. Auch in der zweiten Spielhälfte konnte Berlin in den ersten Minuten nur kurzzeitig das Spiel ausgleichen, ehe Tübingen erneut in Führung ging und das Spielgeschehen beherrschte. Erst in der Crunchtime sorgte die Defense der Albatrosse für die Entscheidung und Berlin drehte die Partie in den letzten Sekunden.

TÜB Tyron McCoy: „Glückwunsch an Coach Caki zu diesem Sieg. ALBA hat das Spiel gut begonnen, wir konnten uns mit einer Energieleistung in die Partie zurückkämpfen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die alles gegeben hat. Gegen Ende ist uns ein wenig die Kraft ausgegangen, wir hatten zu viele Ballverluste und konnten gegen die aggressive Verteidigung von Berlin keine klaren Aktionen mehr starten. Heute hat uns natürlich Barry Stewart, ein absoluter Leistungsträger gefehlt. Das Team hat den Ausfall jedoch bravourös weggesteckt und das Spiel fast noch gewonnen. Wir müssen es nun noch schaffen, das Spiel auch nach Hause zu bringen.“

BER Ahmet Caki: „Wir sind gut in das Spiel gekommen und haben das erste Viertel dominiert. Danach haben wir die Linie im Spiel verloren, vor allem konnten wir uns in der Offensive nicht durchsetzen. Tübingen hat über weite Strecken des Spiels eine sehr gute Leistung abgerufen. Sie sind besser, als dies der Tabellenplatz aussagt. Letztendlich konnten wir die Partie aufgrund unserer tieferen Bank in den letzten acht Minuten für uns entscheiden. Wir konnten die Intensität in der Verteidigung erhöhen und dank einer cleveren Leistung die Begegnung am Ende siegreich gestalten. Ich bin sehr erleichtert und glücklich zugleich, auswärts vor dieser Kulisse zu gewinnen.“

Eisbären Bremerhaven vs. medi Bayreuth 69:80 (37:38)
Patrick Dirksmeier

Eine verrückte Partie konnten auch die Fans in Bremerhaven bestaunen. Nach einem furiosen Beginn der Eisbären hatten die Gäste ihre Mühe, das Tempo mitzugehen. Nach dem ersten Viertel schienen die Gastgeber auf und davon zu eilen, ehe Bayreuth aufwachte und ihre Gefährlichkeit aus den letzten Partien unter Beweis stellte. Gleich zwei weitere Male jedoch bekamen die Gäste Probleme im Angriff und die Bremerhavener waren mehrfach in der Lage, den Sieg frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Dann aber kam die Crunchtime und die Dreier der Bayreuther, die die Eisbären Schach Matt setzten.

BRE Sebastian Machowski: „Mein Team hat heute alles in die Waagschale geworfen. Leider konnten wir uns nicht mit einem Sieg belohnen. Wir haben nach dem dritten Viertel verschiedene Dinge nicht richtig gemacht und zu viele Freiwürfe und offene Würfe liegen lassen. In einem so engen Spiel ist das ein entscheidender Faktor. Das Endergebnis mit 11 Punkten Unterschied spiegelt nicht den wahren Spielverlauf wieder. Unter dem Strich kann man sagen, dass wir gegen ein Spitzenteam an Erfahrung gewonnen und viele Dinge besser gemacht haben als zuletzt. Wenn wir da anknüpfen können, bin ich guter Dinge, dass wir uns in den letzten beiden Spielen des Jahres mit einem Erfolgserlebnis belohnen können.“

BAY Raoul Korner: „Das war der Kampf, auf den wir uns im Vorfeld eingestellt hatten. Bremerhaven hat uns alles abverlangt in einem Spiel, in das wir sehr holprig gestartet sind. Im ersten Viertel haben wir defensiv massive Fehler gemacht. Wir haben uns dann aber mit zunehmendem Spielverlauf buchstäblich in die Partie hineingebissen. Ein wichtiger Schlüssel zu diesem hart erkämpften Sieg, den wir gerne mitnehmen, waren sicher die 20 Ballverluste der Eisbären. Mit unserer Reboundarbeit bin ich hingegen nicht zufrieden.“

 

 

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