Dirk Bauermann konnte im Heimspiel gegen seinen Ex-Club, dem FC Bayern München, nicht gewinnen. Dennoch zeigten sich die Würzburger engagiert und boten dem großen Gegner einen guten Kampf. Nach dem Europapokal-Aus der Ulmer holten sich das Team neues Selbstbewusstsein in Göttingen, Oldenburg gewann in Braunschweig das Niedersachsenduell.

s.Oliver Würzburg vs. FC Bayern München 63:68 (29:32)

Nach einem starken ersten Viertel brachen die Würzburger ein und überließen den Gästen das Feld. Bayern bedankte sich und ging mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause. Zum Ende des dritten Viertels dann konnten die Münchener das Spiel nicht vorzeitig entscheiden und Würzburg kam wieder heran. Erst in der letzten Minute entschieden die Gäste die Partie an der Linie und holten sich die Punkte.

WÜR Dirk Bauermann: „Die Stimmung in der Halle war sensationell gut, aber die Mannschaft hat mit ihrer Energie und ihrem Kampfgeist auch alles dafür getan, um die Zuschauer ins Spiel zu bringen. Sasa Djordjevic ist einer der besten Trainer in Europa, wir haben heute mit seinem Team auf Augenhöhe gespielt. Es war insgesamt eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft, mit der wir sehr zufrieden sein können. Unser Spiel war sehr kompakt und voller Energie. Bis auf die eine oder andere Kleinigkeit zwischendurch und in der Schlussphase hatten wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen. Daher habe ich heute ein lachendes Auge wegen der guten Leistung und ein weinendes Auge wegen der Niederlage. Wir haben uns im dritten Viertel aus dem Loch wieder heraus gekämpft. Die Mannschaft hat Charakter und Herz gezeigt und nie aufgegeben. Wir haben uns in der Verteidigung gesteigert und nur eine 34-prozentige Trefferquote der Bayern aus dem Feld zugelassen, das ist sensationell gegen eine absolute Spitzenmannschaft. Unsere 18 Ballverluste haben uns natürlich sehr weh getan, aber das hatte auch mit der enorm aggressiven Verteidigung der Münchner zu tun. Meine Mannschaft hat Charakter und Herz gezeigt und bewiesen, dass sie alles dafür investieren will, um zu gewinnen. Mustafa Shakur und Mike Cobbins sind noch nicht bei hundert Prozent. Sie haben aber gezeigt, dass sie Verstärkungen für uns sein werden.“

MÜN Aleksandar Djordjevic: „Es war ein schweres Spiel und ein wichtiger Sieg für uns, vielleicht sogar der wichtigste bisher. Würzburg hatte drei Wochen Zeit, um sich mit seinem neuen Coach Dirk Bauermann gut auf das Spiel vorzubereiten. Nach solchen Veränderungen reagieren Mannschaften immer mit viel Energie und Leidenschaft, weil die Spieler wissen, dass sie besser spielen müssen. Wir waren bereit für diesen Kampf, es war ein sehr physisches Spiel. Wir haben es geschafft, auch ohne Maxi Kleber und Maik Zirbes eine gute Low-Post-Verteidigung zu spielen. Lamonte Ulmer ist mit drei Dreiern und einem And-One ins das Spiel gestartet, das wollten wir in der Eins-gegen-eins-Verteidigung eigentlich besser machen. Einige meiner Spieler hatten nicht das nötige Selbstvertrauen, das kann man sich in so einem Spiel nicht erlauben. Wir hatten wenige Ballverluste und haben unsere Freiwürfe gut getroffen, was in so einem engen Spiel immer wichtig ist, weil jeder Punkt zählt. Das zweite Viertel war unsere beste und aggressivste Phase im Spiel.“

Die weiteren Ergebnisse:
Patrick Dirksmeier

BG Göttingen vs. ratiopharm Ulm 63:94
Basketball Löwen Braunschweig vs. EWE Baskets Oldenburg

 

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