Im Topspiel des 22. Spieltags der Basketball Bundesliga konnte der FC Bayern München deutlich den Sieg davontragen. Bamberg und auch Ulm festigten ihre Spitzenposition gegen Frankfurt und Braunschweig. Bonn siegte in Vechta erst in den Schlussminuten.

Rasta Vechta vs. Telekom Baskets Bonn 70:77 (37:29)

Die Telekom Baskets Bonn hatten Schwierigkeiten, in Vechta ins Spiel zu kommen. Zwar konnten die Rheinländer eine Schwächephase der Gastgeber zum Ende des ersten Viertels nutzen um auf einen Zähler heranzukommen, dann aber konnten die Niedersachsen erneut Abstand gewinnen und die Führung erneut ausbauen.

Erst in der zweiten Hälfte zeigte Bonn kurzzeitig ihre Favoritenstellung. Dann aber flachte das Spiel auf beiden Seiten ab und wurde unnötig spannend. Erst der Endspurt der Bonner entschied die Partie in den letzten fünf Minuten. Der Einstand von Vechtas neuem Headcoach Douglas Spradley war somit gelaufen.

VEC Douglas Spradley: „Glückwunsch an Predrag und seine Mannschaft. Meine Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie kämpfen kann. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, dann aber den Start in das 3. Viertel verschlafen. Immer wenn wir einen guten Lauf hatten, haben wir es verpasst, uns einen noch größeren Vorsprung zu verschaffen. Und zum Ende hin hat Ojars Silins einfach ganz stark gespielt. Er hat die Dreier trotz guter Defense gegen ihn eiskalt versenkt. Dafür gebührt ihm natürlich Respekt. Trotzdem: wir haben gezeigt, dass wir dran sind, dass wir Spiele gewinnen können. Ich freue mich jetzt auf die Arbeit mit dem Team in den nächsten zwei Wochen. Und dann schauen wir mal, ob im Heimspiel gegen Ludwigsburg eine Überraschung möglich ist.“

Patrick Dirksmeier

BON Predrag Krunic: „Ich wusste schon vorher, dass dies ein schwieriges Siel wird, da die Vechtaer Qualität haben. Doug hat im Vorfeld einen guten Job gemacht, sein Team war seht gut auf uns eingestellt. Sie haben physisch agiert und gezeigt, wie gut sie seien können. Der Glückwunsch aber geht an meine Spieler, die ein schweres Auswärtsspiel gewonnen haben. Nach der 1. Halbzeit haben wir es besser verstanden, was heute zu tun ist, um den Sieg nach Hause zu bringen. Herzlichen Dank auch an unsere Fans! Ohne deren Unterstützung wäre es heute noch weitaus schwieriger gewesen, das Parkett als Sieger zu verlassen.“

ALBA Berlin vs. FC Bayern München 56:80 (29:44)

Die Berliner hatten im „Topspiel“ des Tages offenbar vergessen, wie man Punktet. Während die Zuschauer in der ersten Halbzeit fünf Minuten warten mussten, ehe die Albatrosse ihre ersten Punkte aufs Board brachten, dauerte es in Halbzeit Zwei erneut vier Minuten, ehe Tony Gaffney die Berliner mit dem ersten Korb erlöste. Zwei Situationen, die verantwortlich waren, für die deutliche Niederlage von ALBA.

Auch in den restlichen Minuten konnte Berlin nicht die Effektivität aufbringen, um mit dem Tempo der Bayern Stand zu halten. Als man im dritten Viertel so mit 21 Zählern zurück lag, war das Spiel bereits entschieden. Auch bei den Dreiern konnten die Berliner keinen Einzigen der 15 Versuche verwandeln.

Bilder aus Berlin:

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BER Ahmet Caki: „Bayern ist eine sehr starke Mannschaft und sie waren defensiv sehr gut auf uns eingestellt. Wir sind offensiv sehr schlecht gestartet und haben in den ersten zehn Angriffen nicht gepunktet. Danach sind wir die ganze Zeit einem Rückstand hinterher gelaufen. Ende des zweiten Viertels gab es noch mal einen Moment, wo es etwas enger hätten werden können und das Spiel wäre dann vielleicht anders gelaufen. Aber das haben wir verpasst und dann nach der Halbzeit mit überhasteten Aktionen den Anschluss verloren. Mein Team wollte es heute wirklich. Vielleicht sogar zu sehr, so dass sie zu viel erzwingen wollten. Nach unserer knappen Niederlage in Malaga haben wir in den letzten Spielen unsere Form verloren. Wir müssten jetzt die letzten Fehler aufarbeiten und daraus lernen.“

MÜN Aleksandar Djordjevic: „Wir waren gut auf dieses Spiel vorbereitet und haben uns sehr gut verkauft. Wir haben das Spiel bis zum Schluss kontrolliert und keine Geschenke durch unsere eigenen Fehler verteilt. Ich bin zufrieden damit, wie wir den Ball bewegt haben und auch über unsere gute Defense. Jeder Spieler hat seinen Beitrag geleistet und wir konnten die Minuten gut verteilen. Das ist bei unserer Doppel-Belastung sehr wichtig. Sicherlich hat das Fehlen von Peyton Siva bei ALBA uns den Sieg noch etwas erleichtert.“

Die weiteren Ergebnisse:

Basketball Löwen Braunschweig vs. ratiopharm Ulm 76:100
s.Oliver Würzburg vs. Walter Tigers Tübingen 77:87
Fraport Skyliners vs. Brose Bamberg 57:76

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