Besser hätte die Saison bei den Iserlohn Roosters nicht enden können. Zunächst am Freitag mit einer klasse Leistung gegen Köln nur knapp unterlegen, folgte am Sonntag eine kleine Demonstration gegen den amtierenden Meister und Tabellenführer aus München. Neuer Tabellenführer sind die Mannheimer Adler nach einem Comeback gegen Wolfsburg.

Iserlohn Roosters – EHC Red Bull München 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)
Abschied nach dem letzten Heimspiel am Seilersee 2016/17
(c) Sebastian Sendlak
Was man in Iserlohn bis in den Januar hinein vermisst hatte, präsentierten die übrig gebliebenen Spieler in der Partie gegen den Tabellenführer und amtierenden deutschen Meister aus München am 49. Spieltag der DEL. Viel zu spät um noch einmal auf die Playoff-Plätze zu schielen, aber zumindest versöhnlich den Fans gegenüber, die in dieser Saison von solchen Spielen nur träumen konnten.

Im letzten Heimspiel konnten die Münchener zunächst besser in die Begegnung starten, kamen dann aber immer mehr in Bedrängnis. Die Angriffe der Roosters zeigten Leidenschaft und Aggressivität. Die Gäste waren überrascht und lagen plötzlich mit 1:2 zur Pause zurück.

Nachdem Denis Shevryn in der 23. Minute auch noch das 3:2 für die Iserlohner erzielte, kochte die Halle wie in der vorherigen Saison, als das Team von Jari Pasanen auf dem vierten Rang in die Playoffs einzog. Vor fast 5.000 Zuschauern setzte nun aber noch einmal München nach und nutzte dabei ein nicht berechtigtes Überzahlspiel zum 2:3 Anschlusstreffer durch Dominik Kahun.

Die Roosters machten jetzt einen etwas müden Eindruck, konnten aber mit einer gut organisierten Verteidigung den Spielstand in die zweite Unterbrechung retten. Dann zog das Tempo der Gastgeber noch einmal an und Greg Rallo entschied die Partie mit dem 4:2 kurz nach dem Wiederanpfiff.

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München setzte in der letzten Minute noch einmal alles auf eine Karte, holte sich einige Chancen, wurde dann aber durch David Dziurzynski via Empty-Net Goal ausgebremst.

Bilder aus Iserlohn:

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Tore: 0:1 Jonathan Matsumoto (3:02), 1:1 Luigi Caporusso (9:28), 2:1 Luigi Caporusso (12:34), 3:1 Denis Shevryn (22:48), 3:2 Dominik Kahun (27:08), 4:2 Greg Rallo (40:29), 5:2 David Dziurzynski (59:39)

Adler Mannheim – Grizzlys Wolfsburg 4:3 (1:3, 2:0, 1:0)

Nach einem ausgeglichenen Beginn konnten Brent Aubin für Wolfsburg udn David Wolf für die Mannheimer zwei frühe Tore erzielen. Nachdem Mark Voakes nur zwei Minuten nach dem Ausgleich allerdings das 2:1 erzielte kippte die Begegnung und Wolfsburg bekam mehr Anteile. Tyson Mulock erhöhte für die Gäste aus der VW-Stadt auf 3:1.

Es dauerte, ehe Mannheim wieder in die Partie fand. Erst in der 29. Minute begann die Aufholjagd der Adler in Person von Chad Kolarik. Binnen einer Minute drehte der US-Amerikaner das Momentum und erzielte mit seinen beiden Treffern den Ausgleich.

Wolfsburg wirkte überrascht, machte aber weiter Druck. Mannheims Verteidigung hielt nun aber stand und erneut Kolarik erzielte in der 50. Minute den 4:3 Endstand, der für die Mannheimer vorerst die Tabellenführung in der DEL bedeutet.

Tore: 0:1 Brent Aubin (3:41), 1:1 David Wolf (5:25), 1:2 Mark Voakes (7:42), 1:3 Tyson Mulock (11:21), 2:3 Chad Kolarik (28:46), 3:3 Chad Kolarik (29:54), 4:3 Chad Kolarik (49:29)

Die weiteren Ergebnisse:

ERC Ingolstadt – Thomas Sabo Ice Tigers 5:4
Straubing Tigers – Augsburger Panther 6:2
Pinguins Bremerhaven – Düsseldorfer EG 1:5
Krefeld Pinguine – Kölner Haie 1:3

Tabelle:

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