Im Halbfinal-Duell zwischen Bamberg und München konnten die Franken einen deutlichen Sieg einfahren und einen Serien-Fehlstart der Münchener forcieren. Im zweiten Halbfinale konnte sich Ulm gegen Oldenburg durchsetzen.

ratiopharm Ulm vs. EWE Baskets Oldenburg 86:79 ()

In einem über lange Zeit ausgeglichenen Spiel konnten sich die Gastgeber erst im letzten Viertel absetzen. Zwischenzeitlich konnte Ulm zwar öfters in Führung gehen, Oldenburg blieb jedoch dran und erkämpfte sich mehrfach sen Ausgleich, sowie zwei Mal die Führung.

Erst im Schlussabschnitt verloren die Niedersachsen den Anschluss und Ulm zog davon. Selbst drei Minuten ohne Punkte reichten zum Schluss für den ersten Sieg in dieser Halbfinalserie.

ULM Thorsten Leibenath: „Mir hat die Intensität in der ersten Hälfte nicht gut genug gefallen, teilweise waren wir zu lethargisch und haben nicht schnell genug umgeschaltet. Dazu haben wir zu viele einfache Punkte gestattet, Oldenburg konnte bis zur Halbzeit 22 Punkte in der Zone erzielen und hatte am Ende nur 28. Das spricht dafür, dass wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser in Korbnähe verteidigt haben, auch Brian Qvale hatten wir besser im Griff. Dazu haben wir unsererseits mit mehr Energie gespielt, was vor allem im Reboundbereich deutlich wurde. In dem Zusammenhang sollte man Taylor Braun und Karsten Tadda hervorheben, die wichtige Rebounds eingesammelt haben. Chris Babb hat über 37 Minuten unglaublich gespielt, er hat super verteidigt und offensiv tolle Entscheidungen getroffen, die auch noch hochprozentig belohnt wurden. Angesichts der besseren Dreier- im Vergleich zur Zweierquote gilt es für uns, wieder bessere Entscheidungen in Korbnähe zu treffen. Ich bin froh, dass wir heute eine starke Oldenburger Mannschaft geschlagen haben, das war ein wichtiger erster Schritt.“

Patrick Dirksmeier

OLD Mladen Drijencic: „Wir wussten von Anfang an, dass in den Playoffs und besonders im Halbfinale kein leichtes Spiel mehr geben wird. Da muss man alles lassen, um als Sieger vom Feld zu gehen. Und wir wussten, dass es auf kleine Details ankommen wird und haben viele Dinge richtig gemacht. Beispielsweise konnten wir Rubit gut kontrollieren, genauso wie den Rebound. Wir haben den Ball insbesondere in der zweiten Hälfte gut bewegt. In der einen oder anderen Defensivaktion können wir etwas cleverer und schneller spielen. Das extreme Plus war die Dreierquote des Heimteams. Wenn das Spiel auf der Kippe stand, kam Chris Babb und macht schwere Würfe.“

Brose Bamberg vs. FC Bayern München 82:59 ()

Als die Bayern den ersten Treffer verwandelten, war Bamberg bereits auf und davon. München verschlief den Beginn völlig und lag drei Minuten vor dem Ende des ersten Spielabschnitts bereits mit 2:19 zurück. Dass Dies noch nicht die Entscheidung war, verdankten die Münchener Vladimir Lucic, der in den folgenden Minuten ackerte und zumindest noch ein paar Punkte erzielte oder vorbereitete.

Bamberg jedoch dominierte weite rund nutzte die schwache Anfangsphase der Gäste aus. Bayern bekam auch im zweiten Viertel kein Bein auf den Boden, was zu einem massiven Rückstand führte. Ja, zur Halbzeit war die Partie entschieden und nach einem weiteren schwachen dritten Viertel konnte Bamberg einen Gang zurückschalten und München zumindest das Schlussviertel überlassen.

BAM Andrea Trinchieri: „Ich rechne mit einer Reaktion der Münchener zu Spiel zwei. Es war wie in jeder Best of five Serie, eine Mannschaft legt vor, die andere wir reagieren. We haben heute durchweg eine gute Verteidigung gespielt. Wir haben auch Fehler gemacht, aber unsere Verteidigungsleistung hat diese immer wieder ausgebügelt. Wir kennen die Klasse von Bayern München, wer jetzt glaub, dass es mehr steht als nur eins zu null, der begeht eine echte Sünde. Sie werden das Niveau heben, wir müssen dann noch besser sein als heute um dem Stand zu halten.“

MÜN Aleksandar Djordjevic: „Gratulation an Bamberg. Sie haben uns heute eine Lehrstunden erteilt. Ich kann die Vorstellung heute nicht erklären. Wir können nicht nur physisch auf dem Feld stehen, wir müssen auch mit Stolz und Herz agieren. Ich möchte mich in aller Öffentlichkeit für den Auftritt heute entschuldigen. Ich bin dafür verantwortlich, ich muss die Mannschaft einstellen, die Spieler müssen das auf dem Feld umsetzen. Wir können auf diesem Niveau nicht so agieren, wie wir das heute getan haben. Bamberg hat uns heute gezeigt, wie Spielaufbau geht. Sie haben immer den Extrapass gespielt, immer den freien Mann gefunden, wir hingegen konnten uns nicht mal auf den Beinen halten, sind hin gefallen und hatten keinerlei Ideen. Anton Gavel ist ein Paradebeispiel für einen Spieler, der in jedem Training, in jedem Spiel alles gibt und voll mit dem Herz dabei ist, an ihm können sich viele unserer Spieler ein Beispiel nehmen.“

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