Das Comeback der Oldenburger in Spiel zwei der Finalserie blieb aus. Auch vor heimischer Kulisse verlor das Team gegen Bamberg klar und hat nur noch geringe Chancen auf eine Überraschung.

EWE Baskets Oldenburg vs. Brose Bamberg 74:88 (32:42)

Es sah wie ein Abschied aus, wie sich die Spieler nach der Partie vor den Fans präsentierten. In den gesamten 40 Minuten drückte Bamberg und selbst Verletzungen ihrer Topstars konnte das Team von Andrea Trinchieri nicht stoppen. Oldenburg konnte nur im ersten Viertel mithalten, musste aber auch da dem Rückstand immer hinterher rennen. Im zweiten Spielabschnitt dann riss der Vorsprung der Bamberger deutlich ab und es fiel den Gastgebern schwer, das Tempo der Franken mitzugehen. Mit 21 Punkten, sechs Rebounds und drei Vorlagen war Fabien Causeur der Schlüsselspieler der Bamberger im zweiten Spiel.

Im Schlussabschnitt warf eine Verletzung des Bamberger Schlüsselspielers Leon Radosevic das Team nur etwas zurück. Oldenburg gewann dadurch ein wenig die Oberhand, konnte das Spiel aber nicht mehr drehen.

OLD Mladen Drijencic: „Heute haben wir unser wahren Gesicht gezeigt. Um Bamberg zu schlagen, muss man vor allem in der Defensive ein perfektes Spiel abliefern. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Züge zum Korb und zu viele offene Würfe zugelassen. Ich freue mich für meine Mannschaft, dass sie heute die Kraft aufbringen konnte, ein gutes Spiel abzuliefern. Rickey Paulding und Brian Qvale waren wieder sehr gut. Die Entdeckung in den Playoffs ist für mich Dennis Kramer. Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Um Spiel 3 zu gewinnen, müssen wir ein perfektes Spiel machen – und Bamberg müsste einiges falsch machen.“

Patrick Dirksmeier

BAM Andrea Trinchieri: „Großartiges Spiel mit einer großartigen Stimmung! Wir haben uns gut auf dieses Spiel vorbereitet, wir haben clever agiert und über 35 Minuten eine konstante Defensive gespielt. Dass wir dann ein wenig nachgelassen haben, ist nur allzu menschlich, wenn man mit 20 Punkten führt. Man kann ein Spiel nicht komplett kontrollieren. Wir haben unsere offenen Würfe getroffen, weil wir eine gute Ballbewegung hatten. Ich erwarte in Spiel 3, dass Oldenburg alles geben wird. Das wird ein ganz schweres Spiel für uns.“

Spiel Nummer drei könnte nun das letzte Match in dieser Saison werden. Ob sich Oldenburg am Sonntag in Bamberg noch einmal in die Serie kämpfen kann, bleibt abzuwarten.

Sollte es doch zu einem Spiel #4 kommen, wird Dieses jedoch nicht in Oldenburg, sondern in Bremen stattfinden. In der EWE-Arena findet an diesem Tag eine Rinder-Auktion statt.

Janis Strelnieks vor dem Absprung aus Bamberg

Nach Medienberichten soll der Scharfschütze der Bamberger vor dem Wechsel zu Lokomotive Kuban sein. Dort ist Sasa Obradovic derzeit Headcoach. Der Ex-ALBA-Trainer soll den Dreier-Schützen unbedingt haben wollen. Durch eine in Bamberg vorhandene Ausstiegsklausel wäre der Wechsel theoretisch denkbar.

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