Im Halbfinale ist Deutschland auf den Vizeweltmeister Kanada getroffen. Doch der Titel sollte nichts nutzen. Die deutsche Eishockeynationalmannschaft steht im Finale und besiegt die Kanadier mit 4:3.

Underdog Deutschland ist bei den Olympischen Spiele in Pyeongchang im Viertelfinale auf die kanadische Eishockeynationalmannschaft getroffen. In diesem Spiel hatten beiden Mannschaften gute Chancen, doch diese wurden von den Deutschen besser genutzt.

Im ersten Drittel sah alles so aus, als ob sich das Spiel der Deutschen gegen die Schwerden wiederholen würde. Beide Mannschaften warteten ab, allerdings waren die Deutschen öfters auf der Strafbank, als die Kontrahenten aus Kanada. Die Kanadier haben am Anfang des Spiels mehr Druck auf das Tor von Danny aus den Birken ausgeübt, doch dieser hat jeden Angriff abwehren können. In der 14. Spielminute gab es doppelte Überzahl für die deutsche Mannschaft. Zuerst musste Linden Vey wegen hohen Stocks runter und ein zweiter Kanadier musste ebenfalls runter, da zu viele Spieler auf dem Eis waren. Brooks Macek fand eine Lücke und platzierte den Puck im gegnerischen Tor.

Auch im zweiten Drittel sollte die Mannschaft von Marco Sturm ein gutes Spiel abliefern. Den Anfang machte Matthias Plachta in der 24. Minute, als auch er eine Lücke fand. 0:2 für den Underdog. Gut drei Minuten später erhöhte Frank Mauer den Spielstand auf 0:3. Keine Minute war vergangen, als Yannic Seidenberg wegen unnötiger Härte für zwei Minuten vom Eis musste. Diese Möglichkeit konnten die Kanadier verwerten. Gilbert Brule ließ die Kanadier mit seinem Treffer hoffen. Auch danach gab es erneut eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gegen die Deutsche Mannschaft. Diese Unterzahlsituation hatte das deutsche Team gut überstanden. Danach musste Eric O’Dell wegen Hakens auf die Strafbank. Bully vorm kanadischen Tor. Schütz spielte Plachta den Puck zu, dieser bringt ihn zu Patrick Hager, der platziert den Puck im kanadischen Tor. 33 Minuten auf dem Eis, als Gilbert Brule David Wolf gegen den Kopf checkt. Mit dieser Aktion handelt sich Brule fünf Minuten plus Spieldauer ein.

Patrick Dirksmeier

Das letzte Drittel begann wenige Sekunden für die inzwischen mit 1:4 im Rückstand liegenden Kanadier durch einen hohen Stock von Rene Bourgue in Unterzahl. Doch in Minute 43 legten die Kanadier mit einem Tor durch Mat Robinson nach. So stand es nur noch 2:4. Wenige Sekunden später wurde Dominic Kahun durch Cody Goloubef an einem Tor gehindert. Die Unparteiischen sprachen den Deutschen einen Penalty zu, den Kahun ohne Erfolg ausführte. Nach gut 50 Minuten auf dem Eis wurde es unruhig vor dem Tor von Danny aus den Birken. Matthias Plachta checkt von hinten und muss dafür für zwei Minuten runter vom Eis. Diese Chance nutzen die Kanadier und verkürzen durch Derek Roy auf einen Spielstand von 3:4. Danach zogen die Kanadier erneut eine Strafe. Diese musste Frank Hordler für die Deutschen absitzen. In Minute 55 mussten Christian Erhoff (unnötige Härte) und Christian Thomas (Stockschlag) eine zwei minütige Auszeit nehmen. Zum Schluss ließ die Konzentration und Kraft beider Mannschaften nach. Beide verloren immer wieder den Puck oder machten Einzelaktionen. Dennoch waren die Kanadier mehr vor dem deutschen Tor, als die Deutschen vor dem kanadischen. 2:22 vor Spielende geht Kevin Poulin aus dem Kasten. Wenige Sekunden später ist Poulin wieder drin. 59. Minute: Poulin erneut raus. Doch die Deutschen bringen den Sieg Zeit nach Hause. Das bedeutete: Am Sonntag wird im Finale gegen Russland gespielt.

Frank Mauer: „Wir wollten einfach nur Eishockey spielen. Haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und an uns geglaubt. Unfassbar! Zum Schluss haben wir nur noch gehofft, dass wir uns keinen mehr einfangen. Ich bin unfassbar stolz und freue mich, dass wir das zusammen erleben dürfen.“

Bilder vom Spiel Herner EV gegen Crocodiles Hamburg (5:4)

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