Nach dem 3:2 Overtime-Sieg der Nürnberger in Köln, konnten am Freitag auch München und Wolfsburg die Serie mit 1:1 ausgleichen.

Fischtown Pinguins Bremerhaven vs. EHC Red Bull München 3:6 (0:3; 2:1; 1:2)
(c) Angelo Bischoff

Nach 52 Sekunden sorgte Brooks Macek per Handgelenkschuss ins lange Eck für einen Traumstart der Red Bulls. Die Gäste waren im ersten Drittel deutlich überlegen und erspielten sich eine Reihe von Topchancen, von denen sie zwei verwandelten: Maximilian Kastner staubte nach einem Schuss von Andreas Eder erfolgreich zum 2:0 ab (13.); das 3:0 erzielte Keith Aucoin im Powerplay (18.). Dazu kamen Lattentreffer von Yannic Seidenberg (8.) und Michael Wolf (14.).

Nach dem Seitenwechsel meldete sich Bremerhaven stark zurück und verkürzte durch Michael Moore (23.). München stand nun unter Druck, hielt dem aber stand und zeigte sich vor dem gegnerischen Tor effizient: In Überzahl erzielte Patrick Hager das 4:1 (29.). Drei Minuten später schmolz der Vorsprung erneut auf zwei Tore, weil Wade Bergman von der blauen Linie traf.

In der ersten Minute des Schlussabschnitts brachte Kristopher Newbury die Pinguins auf ein Tor heran. Beide Mannschaften lieferten sich danach ein höchst intensives und spannendes Duell. In der 56. Minute fiel die Entscheidung: Münchens Torhüter Danny aus den Birken verhinderte mit einer Glanztat gegen Kristopher Newbury den Ausgleich; im Gegenzug fälschte Frank Mauer einen Schuss von Dominik Kahun zum 5:3 für die Red Bulls ab. Kurz vor dem Ende markierte Jason Jaffray per Empty-Net-Treffer den 6:3-Endstand (58.).

Patrick Dirksmeier

Quelle: EHC Red Bull München

Grizzlys Wolfsburg vs. Eisbären Berlin 5:2 (3:1; 0:1; 2:0)
Pavel Gross
(c) Sebastian Sendlak

Das erste Drittel war über weite Strecken ein Feuerwerk der dezimierten Niedersachsen. Zwei Powerplaytore durch Christoph Höhenleitner und Fabio Pfohl brachten den Vizemeister mit 2:0 in Front. Nur eine Minute später und bei Gleichzahl auf dem Eis gelang Conor Allen der erste Treffer im Dress der Grizzlys. Uwe Krupp reagierte und nahm eine Auszeit. Die trug Früchte: Louis-Marc Aubry traf kurz darauf zum 1:3 aus Sicht der Berliner.

Im Mittelabschnitt vergaben die Grizzlys eine doppelte Überzahlsituation und die große Chance auf den vierten Treffer. Sebastian Furchner scheiterte knapp an Petri Vehanen, im Gegenzug vergaben die Eisbären per Konter – Jerry Kuhn war auf dem Posten. Anschließend konnten sich die Gäste im Powerplay versuchen. Aber auch die Defensive der Grizzlys erledigte einen sehr guten Job. Dennoch gelang den Eisbären das zweite Tor, nachdem es eine große Strafe gegen Christoph Höhenleitner (Check zum Kopf) gegeben hatte. Torschütze Backman durfte zur zweiten Pause dann wegen des gleichen Vergehens ebenfalls vorzeitig unter die Dusche. In dieser Szene entwickelte sich eine weitere Rauferei. Selbst die Goalies waren kurz davor, Berlins Vehanen drehte aber kurz vor dem Kampf ab und fuhr Richtung Kabine.

Pech für die Grizzlys dann im Schlussdrittel, als Sebastian Fuchner nur den Innenpfosten traf. Doch kurz darauf jubelten die Grizzlys doch: Alexander Weiß traf zum 4:2 – es war der dritte Powerplaytreffer der Niedersachsen. Für die Entscheidung sorgte schließlich Brent Aubin – wieder im Powerplay. Die Emotionen entluden sich im Schlussabschnitt. So kassierten die Eisbären gleich drei zehnminütige Disziplinarstrafen. Insgesamt boten die Teams einen echten Playoffkampf.

Quelle: Grizzlys Wolfsburg

Adler Mannheim vs. ERC Ingolstadt 3:2 OT (0:0; 2:0; 0:2; 0:0; 1:0)
(c) Sebastian Sendlak

Nach einer packenden Partie erzielte Daniel Sparre in der 84. Spielminute des zweiten Viertelfinalspiels gegen den ERC Ingolstadt den Siegtreffer zum 3:2 und brachte die Adler damit in der Best-of-Seven-Serie mit 2:0 Siegen in Front. Nach den beiden Toren von Luke Adam und Garrett Festerling im zweiten Drittel versäumten es die Adler im dritten Abschnitt, den Sack zuzumachen. Das sollte sich rächen, der ERC Ingolstadt kam im durch die Tore von Thomas Greilinger und Ville Koistinen wieder in die Partie zurück und brachte das Match in die Verlängerung.

Beide Teams boten von der ersten Minute an Playoff-Eishockey vom Allerfeinsten. Mit hohem Tempo und einer unglaublichen Intensität gingen sowohl die Adler als auch das Team aus Ingolstadt in die Zweikämpfe, vor allem die Hausherren setzten die Gäste damit unter hohen Druck. Die Adler waren optisch überlegen, doch Schuss- und Chancenverhältnis in den ersten zwanzig Minuten waren ausgeglichen. Matthias Plachta und David Wolf spielten in der neunten Minute die Abwehr der Gäste schwindlig, doch Timo Pielmeier blieb in dieser Szene ebenso Herr der Lage wie fünf Minuten später bei Wolfs Schuss aus fünf Metern Entfernung.

Zu Beginn des zweiten Drittels brachte Luke Adam die Scheibe mit viel Energie zum umjubelten 1:0 über die Linie (22. Minute). Das dritte Überzahlspiel der Partie schloss Garrett Festerling erfolgreich zum 2:0 ab, als er einen Abpraller aus spitzem Winkel im Netz versenkte (28.). Und kurz vor der zweiten Pause jubelten die meisten der 13.600 Zuschauer in der SAP Arena zum dritten Mal, doch das Schiedsrichterduo versagte Festerlings zweitem Treffer wegen hohen Stocks die Anerkennung (40.).

In der 46. Minute bekam das Match eine dramatische Wendung. Erst verpasste Marcel Goc die Vorentscheidung, als er die Scheibe hinter dem schon geschlagenen Pielmeier am Tor vorbeilegte. Im direkten Gegenzug traf Thomas Greilinger zum Anschlusstreffer für die Gäste. Und nach dem Schlagschuss des Finnen Ville Koistinen zum 2:2 war das Match wieder offen.

In der ersten Verlängerung vergab Daniel Sparre einen Penalty (65.), in der 73. Minute blieb Sinan Akdags Schlagschuss am Pfosten des Ingolstädter Tores hängen – die Adler hatten die besseren Chancen. Auch in der zweiten Overtime blieben die Hausherren am Drücker, Daniel Sparre erlöste Mannschaft und Fans schließlich nach 83 Minuten und 45 Sekunden mit dem Siegtreffer zum 3:2.

Quelle: Adler Mannheim

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