Am dritten Spieltag der Viertelfinal-Playoffs konnte Ingolstadt endlich den erstens Sieg gegen Mannheim einfahren, Köln erneut auswärts gewinnen und München gegen Bremerhaven in Führung gehen. Der Hammer jedoch war ein 8:1-Erfolg der Berliner gegen Wolfsburg.

EHC Red Bull München vs. Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)

Bremerhaven startete mit mehr Schwung und Zug zum Tor in die Partie und kam gleich nach 45 Sekunden zu einem Schuss an den Pfosten durch Wade Bergmann. Maximilian Kastner hätte für die Red Bulls zur Führung treffen können, doch Pinguins-Keeper Tomas Pöpperle rettete aus dem langen Eck. In Überzahl nutzten die Norddeutschen dann ihre beste Möglichkeit: Christopher Rumble vollendete mit einem straffen Handgelenkschuss unter die Latte zum 0:1 (14.).

Der Mittelabschnitt startete und endete mit einem Pfostenschuss: Michael Wolf verpasste den Ausgleich zum 1:1 (21.) und Yannic Seidenberg den Ausgleich zum 2:2 (39.). Mehr Schussglück hatte Bremerhavens Mike Hoeffel, der einen Pass in den Slot durch die Beine von Danny aus den Birken zum 2:0 abfälschte. Doch Frank Mauer sprintete nach einer überstandenen doppelten Unterzahl alleine auf das Gästetor zu und verwandelte zum Anschluss (33.).

Patrick Dirksmeier

Nach der zweiten Pause brauchten die Hausherren nur eine gute Minute, bis der Ausgleich gelang: Patrick Hager fälschte einen Pass von Kahun genau neben den Pfosten ab (42.) Frank Mauer drehte die Partie dann komplett. Für das 3:2 hielt der 29-Jährige seinen Schläger in einen Querpass von Dominik Kahun und vollendete zur Führung (48.). Nach dem Doppelpack von Mauer zog auch Hager nach und verwandelte einen Alleingang zum 4:2 (53.). Den Schlusspunkt zum 5:2-Endstand setzte Jon Matsumoto nach einem feinen Solo.

Quelle: EHC Red Bull München

ERC Ingolstadt – Adler Mannheim 4:3 OT (1:0, 0:1, 2:2, 1:0)

ERC-Coach Doug Shedden hatten die Reihen umgebaut; so trat beispielsweise Laurin Braun neben Mike Collins und Brett Olson in der Topreihe an. Der Ausfall von Sean Sullivan, der viel Eiszeit nimmt und den Spielaufbau tätigt, war jedoch weiter zu spüren. In den ersten zehn Minuten hatten die Mannheimer, auch wegen eines Powerplays, ein klares Chancenplus. ERC-Torwart Timo Pielmeier hatte etwa bei Thomas Larkins Fernschuss zu tun (7.).

Die Panther fanden dann aber langsam zusammen und kamen zu einer doppelten Überzahl. Diese nutzte Tim Stapleton mit einem glatten Schuss aus sechs Metern zum 1:0. Der ERC hatte danach den Schwung der Führung. Die Gastgeber traten giftiger und kombinationssicherer auf als zuletzt und waren dem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Einzig bei einem Tempogegenstoß war Pielmeier gegen Andrew Desjardins gefordert (17.).

Den zweiten Abschnitt hatten die Adler über weite Strecken in ihren Fängen. Garrett Festerling bediente Phil Hungerecker mit einem schlauen Querpass – und der nutzte das offene Tor zum 1:1-Ausgleich (23.). Der auffällige David Wolf hatte mehrere Gelegenheiten zur Gästeführung, in der 38. Minute etwa auf Desjardins-Zuspiel. Reihenpartner Matthias Plachta kam in einer Unterzahl allein vor Pielmeier auf – dieser war auch in dieser brenzligen Situation zur Stelle. Der ERC kam nur phasenweise seinerseits zu Druckphasen. Zur Drittelmitte vergab John Laliberte bei viel Verkehr vor Mannheims Tor aus bester Lage.

Im Schlussdrittel, in dem die Gäste erneut den Druck aufbauten, gingen die Panther zweimal in Front. Ville Koistinen (47.) und Thomas Greilinger im Alleingang zu seinem 600. DEL-Scorerpunkt (52.) brachten den ERC in Führung. Die Mannheimer aber glichen durch Marcel Goc (50.) und Daniel Sparre (53.) jeweils zeitig aus. Es ging in die Verlängerung.

Die erste Chance, eine ausgezeichnete ganz frei im Slot, der Overtime hatte Phil Hungerecker – doch Pielmeier parierte meisterlich (62.). Danach setzten die Panther jedoch immer wieder Nadelstiche, gerade über den sehr fleißigen Greilinger, der aber dann am guten Adler-Goalie Dennis Endras scheiterte. Danach wurde es ruppig: Nach einem Stockschlag des Mannheimer Chad Kolariks ließ sich Brett Olson zu einem Kopfstoß hinreißen. Der ERC hatte nach einem 4-gegen-4 drei Minuten Unterzahl. Der ERC hielt sich bravourös und zog Energie aus der überstandenen Notlage. Noch in derselben, 73. Minute nach Ablauf traf Mike Collins zum goldenen Tor.

Quelle: ERC Ingolstadt

Nürnberg Ice Tigers vs. Kölner Haie 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)

Das erste Drittel begann direkt mit einem Nackenschlag für den KEC. Philippe Dupuis brachte die Gastgeber mit dem ersten Schuss in Führung (1.). Die Haie im weiteren Verluf aber mit mehr Spielanteilen und eine ganzen Reihe an guten Möglichkeiten. Blair Jones fälschte in der 19. Minute dann eine scharfe Hereingabe von Mo Müller im Slot ab und traf so zum 1:1-Ausgleich.

Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein Playoff-Fight. Beide Mannschaften erspielte sich Möglichkeiten. In Überzahl traf Nürbergs Steven Reinprecht zunächst zur erneuten Führung für die Ice Tigers (26.). Sebastian Uvira antwortete ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis per Schlenzer zum 2:2 (29.). Nürnberg vor allem kurz vor der zweiten Pause am Drücker. Die Haie ließen aber keinen weiteren Treffer zu.

Ohne weiteres Gegentor blieben die Haie auch im Schlussdrittel. Mit viel Kampf und Leidenschaft drehte der KEC das Spiel durch Tore von erneut Blair Jones (45.) und Philip Gogulla ins leere Tor (60.) und siegte 4:2 bei den Ice Tigers.

„Es war ein hart erkämpfter Sieg. Aber wir sehen jedes Spiel für sich und konzentrieren uns schon jetzt auf Dienstag“, erklärte Haie-Cheftrainer Peter Draisaitl nach dem Spiel.

Quelle: Kölner Haie

Eisbären Berlin vs. Grizzlys Wolfsburg 8:1 (3:0, 2:0, 3:1)

Die Eisbären Berlin besiegten die Grizzlys Wolfsburg am Sonntagnachmittag mit 8:1. Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gingen die Berliner durch die Treffer von James Sheppard (2), Jens Baxmann, Danny Richmond, Marcel Noebels, André Ramkel, Rihards Bukarts und Nick Petersen in der Viertelfinalserie mit 2-1 in Führung.

Quelle: Eisbären Berlin

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