Start der Playoff-Halbfinal-Partien in der DEL zwischen München und Mannheim, sowie Berlin und Nürnberg. Eine Überraschung sollte an diesem Abend ausbleiben und mit den Eisbären und Red Bulls gewannen jeweils die Favoriten auf dem Papier.

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 5:1 (1:0, 1:1, 3:0)

Zum dritten Mal in Folge stehen die Thomas Sabo Ice Tigers im Halbfinalle der DEL-Playoffs, nach zwei Jahren Wolfsburg heißt der aktuelle Gegner nun Eisbären Berlin. Philippe Dupuis trat die Reise in die Bundeshauptstadt nicht mit an, soll aber am Samstag beim Heimspiel zum Einsatz kommen. Rob Wilson stellte daher die Sturmreihen teilweise um, Patrick Bjorkstrand spielte mit David Steckel und Leo Pföderl, John Mitchell übernahm Dupuis‘ Position zwischen Dane Fox und Brandon Segal.

Schon nach 60 Sekunden hatte Fox auch die erste Torchance, über die linke Seite kommend verzögerte er lange, konnte Petri Vehanen im Berliner Tor dann aber aus spitzem Winkel nicht bezwingen. Die Ice Tigers machten in der Anfangsphase das Spiel, das erste Tor erzielten aber die Eisbären. Berlin spielte eine Kontersituation perfekt aus, Marcel Noebels spielte mit der Rückhand punktgenau quer vors Tor, wo Frank Hördler goldrichtig stand und nur noch zum 1:0 für die Eisbären einschieben musste (5.). Die Ice Tigers ließen sich durch den frühen Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen und spielten weiter aggressiv nach vorne. Tom Gilbert zog von der blauen Linie ab, Patrick Reimer brachte den Nachschuss aber nicht an Vehanen vorbei (6.). In der 11. Minute bekam Berlins Nick Petersen einen weiten Pass in den Lauf, Treutle machte aber im richtigen Moment den Schritt nach vorne und spitzelte dem Berliner Stürmer die Scheibe noch vom Schläger. In der 16. Minute hätte Patrick Reimer den Ausgleich erzielen können, vielleicht sogar müssen. Yasin Ehliz spitzelte die Scheibe am Verteidiger vorbei, Reimer war frei vor Vehanen, umspielte den Berliner Torhüter und schoss dann aus spitzem Winkel noch übers leere Tor. Da Vehanen kurz vor Drittelende David Steckels Handgelenkschuss von der linken Seite abwehrte, blieb es nach 20 Minuten bei der knappen Führung für die Eisbären.

Das zweite Drittel begann sofort mit der nächsten Chance für die Ice Tigers. Nach 14 Sekunden kam Patrick Bjorkstrand von der linken Seite zum Abschluss, Vehanen konnte den Handgelenkschuss aber festhalten. In der 24. Minute kam Bjorkstrand seinem ersten Tor für Nürnberg noch einmal näher, als er nach einem punktgenauen Zuspiel von Leo Pföderl erneut von der linken Seite zum Abschluss kam und aus dem Handgelenk nur den Pfosten traf. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis, bestätigten dadurch aber ihre Entscheidung auf dem Eis, der Puck hatte nur den Pfosten getroffen. Auf der anderen Seite fälschte Marcel Noebels einen Schuss von der blauen Linie gefährlich ab, Niklas Treutle schnappte sich die Scheibe aber, bevor Noebels noch einmal hätte nachstochern können (24.). Das Spiel blieb offen, beide Teams spielten munter nach vorne und kamen so zu Chancen. In der 30. Minute hatten die Ice Tigers erneut kein Scheibenglück, als Dane Fox über die rechte Seite kommend aus dem Handgelenk wieder nur den Pfosten traf. Die Eisbären machten es besser und erhöhten im direkten Gegenzug auf 2:0. Sean Backman schoss zwar am Tor vorbei, der Puck prallte aber zurück nach vorne, wo Nick Petersen goldrichtig stand und ins lange Eck einschob. Es dauerte bis zur 37. Minute, ehe auch die Ice Tigers endlich ein Tor bejubeln konnten. In Überzahl schoss Patrick Reimer vom Bullypunkt, Vehanen musste abprallen lassen und Yasin Ehliz drückte den Puck mit der Rückhand flach zum 1:2 aus Nürnberger Sicht über die Linie.

Patrick Dirksmeier

Kurz vor Ende des zweiten Drittels hatte John Mitchell sogar die Chance zum Ausgleich, scheiterte nach feinem Zuspiel von Brandon Segal aber an Vehanens Schoner. Die Eisbären spielten zu Beginn des Schlussabschnitts besser nach vorne und schnürten die Ice Tigers zu Beginn immer wieder in deren Drittel ein. Als Dane Fox in der 48. Minute auf der Strafbank saß, schlugen die Eisbären in Überzahl zu. Jens Baxmann zog von der blauen Linie flach ab, Jamie MacQueen setzte freistehend nach und drückte den zweiten Nachschuss zum vorentscheidenden 3:1 für die Eisbären über die Linie. Als in der 50. Minute die nächste Strafe gegen Marcus Weber angezeigt war, schoss Sean Backman aus dem Hintergrund gefährlich, Treutle reagierte aber glänzend und verhinderte den vierten Berliner Treffer. In der 53. Minute verkeilte sich Leo Pföderls Schläger in der offenen Banktür der Eisbären, Pföderl rammte sich den Schläger in vollem Lauf selbst in den Bauch und blieb für den Rest des Spiels auf der Bank. Die Strafe gegen Tom Gilbert in der 56. Minute nahm den Ice Tigers die letzte Chance auf ein Comeback, kurz nach Ablauf der Strafe besorgte Louis-Marc Aubry völlig frei das 4:1 für die Eisbären. Als Treutle zugunsten des sechsten Feldspielers auf der Bank war, vergab Taylor Aronson frei vor Vehanen, Nick Petersen traf ins leere Nürnberger Tor zum 5:1-Endstand.

Quelle: Thomas Sabo Ice Tigers

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)

Die Adler Mannheim sind mit einer Niederlage in die Halbfinalserie gegen den EHC Red Bull München gestartet. In einer intensiven und hart geführten Partie unterlag das Team von Headcoach Bill Stewart gegen den amtierenden Meister mit 2:4. Christoph Ullmann und Luke Adam erzielten die Mannheimer Treffer.

Die Red Bulls übten in der Anfangsminute viel Druck aus und gingen nach den beiden Chancen von Mads Christensen (2. / 6.) verdient in Führung, Maximilian Kastner ließ Dennis Endras im Tor der Adler keine Abwehrchance (6.). Ab Minute neun kamen die Adler immer besser in die Partie und erspielten sich gute Möglichkeiten. Eine davon nutzte Christoph Ullmann, der Danny aus den Birken zum 1:1 überwand (13.). Als kurz vor Drittelende zwei Adler-Spieler gleichzeitig auf die Strafbank wanderten, ließen sich die Münchner nicht zweimal bitten: Dominik Kahun besorgte mit einem trockenen Schuss aus dem Handgelenk den 2:1-Pausenstand (20.).

Kurz nach Wiederbeginn hätte der Münchner Angreifer den eigenen Anhang beinahe erneut jubeln lassen, doch dieses Mal war Endras zur Stelle (22.). In der 26. Spielminute reagierte Luke Adam nach einem Schuss von Mark Stuart und dem Nachschuss von Chad Kolarik gedankenschnell – 2:2 (26.). Der Treffer gab den Adlern jedoch keine Sicherheit, nur 34 Sekunden später brachte Michael Wolf die Hausherren zum dritten Mal an diesem Abend in Front (26.). Erneut Adam (33.) und Andrew Desjardins (35.), der einen Schuss von der blauen Linie gefährlich abfälschte, suchten die Antwort, fanden sie aber nicht.

Im Schlussabschnitt warfen die Adler noch einmal alles nach vorne, aber weder Adam (42.) noch Phil Hungerecker (46.) konnten aus den Birken im Kasten der Münchner überwinden. In der Folge nahm die Partie deutlich an Härte zu, Matthias Plachta blieb nach einem bösen Foul von Steve Pinizzotto benommen auf dem Eis liegen und konnte die Partie nicht beenden. Die Unparteiischen ließen den Angreifer der Red Bulls ungeschoren davonkommen. Als wieder Eishockey gespielt wurde, sorgte Münchens Wolf in Überzahl für die Entscheidung (55.).

Quelle: Adler Mannheim

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