Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das vierte Heimspiel im Rahmen der Euro Hockey Challenge für sich entschieden. Vor 4.412 Zuschauern im altehrwürdigen Wellblechpalast von Berlin gewann das Team von Bundestrainer Marco Sturm gegen Frankreich mit 2:1 (0:0; 0:1; 1:0; 1:0) nach Verlängerung.

Alle Augen waren natürlich auf den Kapitän gerichtet: Draisaitl wurde bereits beim Einlauf vom Berliner Publikum mit tosendem Applaus bedacht. Der 22 Jahre alte NHL-Star gesellte sich an die Seite der gleichaltrigen Marc Michaelis und Frederik Tiffels. Bereits in der Junioren-Nationalmannschaft hatte das Trio zusammengespielt. Markus Eisenschmid feierte zudem sein Debüt in der Herren-Auswahl. Mit Sinan Akdag und Yasin Ehliz stießen ferner zwei Silbermedaillengewinner zum Team.

Draisaitls zweiter Schuss hätte fast den ersten Treffer bedeutet, doch die Latte stand dem Stürmer im Weg. Gleiches Schicksal widerfuhr wenig später Daniel Pietta, der es sogar fertigbrachte, mit seinem Rückhandversuch Latte und Pfosten gleichzeitig zu treffen. Dennoch waren die Gäste im ersten Drittel mindestens gleichwertig und hatten ebenfalls beste Chancen auf Treffer. Niklas Treutle vereitelte mehrfach einen Rückstand mit starken Paraden.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Gäste weiterhin als zäher Gegner. Beide Teams neutralisierten sich jedoch zunächst. Anthony Rech sollte dennoch der erste Treffer des Abends gelingen. Bei einem Alleingang ließ er dem für Treutle eingewechselte Mathias Niederberger keine Chance.

Patrick Dirksmeier

Das deutsche Team legte im Schlussdurchgang einen Zahn zu. Eisenschmid verdiente sich eine Vorlage in seinem ersten Länderspiel mit einem mustergültigen Pass auf Yasin Ehliz, der mit einer feinen Bewegung zum 1:1 ausgleichen konnte. Draisaitls Direktabnahme fischte Hardy kurz darauf noch irgendwie aus der Luft. Die Entscheidung der Partie sollte nicht in der regulären Spielzeit, sondern erst in der Verlängerung fallen. Dort fing Leon Draisaitl einen Pass der Franzosen ab und bediente Yasin Ehliz, der den Puck im Winkel des Tores unterbrachte und mit seinem zweiten Treffer die Partie entschied.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt indes nicht. Bereits am Dienstag geht die Reise der Nationalmannschaft in Richtung Dänemark, wo in der kommenden Woche die beiden letzten Vorbereitungsspiele ausgetragen werden. In Vojens trifft Sturms Truppe zunächst auf den Gastgeber (25.4.). Die Generalprobe findet zwei Tage später in Odense gegen Südkorea statt. Beide Gegner sind deutsche Gruppengegner bei der IIHF 2018 Eishockey-Weltmeisterschaft (4. – 20. Mai 2018).

Quelle: Deutscher Eishockeybund

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