Trotz ihrer bisher besten Turnierleistung musste die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Montagnachmittag ihrer erste Niederlage ohne Torerfolg bei der 2018 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft hinnehmen. Gegen das Team USA unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm in Herning mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1).

Eine in jeder Hinsicht verbesserte deutsche Auswahl präsentierte sich, gestützt auf einen überragenden Keeper Niklas Treutle, gegen das NHL-Starensemble um Ausnahmekönner Patrick Kane von den Chicago Blackhawks lange Zeit als ebenbürtig, musste ihrem Kräfteverschleiß letztlich aber Tribut zollen.

Sturm hatte sich entschieden, dieses Mal Treutle das Vertrauen zwischen den Pfosten zu schenken. Damit kam der Nürnberger Keeper zu seinem ersten WM-Einsatz von Anfang an. Zudem „sprengte“ der 39 Jahre alte Coach die erste Formation um Leon Draisaitl, in der Dominik Kahun an Stelle von Matthias Plachta stürmte. Auch sonst nahm Sturm einige Änderungen vor.

Im aus deutscher Sicht besten ersten Drittel des laufenden Turniers versteckte sich der Außenseiter nicht. Im Gegenteil: Deutschland präsentierte sich lauffreudig, scheibensicher und zweikampfstark. Markus Eisenschmid und Dominik Kahun hatten die besten Gelegenheiten. Auf der anderen Seite parierte Treutle spektakulär gegen beste Chancen des Favoriten.

Patrick Dirksmeier

Spätestens im zweiten Abschnitt wusste jeder in der Arena, wer Niklas Treutle war. Mehrfach stand der deutsche Schlussmann im Brennpunkt, rettete das 0:0 gegen den haushohen Favoriten phasenweise aus unmöglichen Winkeln. Deutschland „rackerte“ sich quasi in Unterzahl durch das Drittel. Superstar Patrick Kane markierte im Powerplay das 1:0 für die Amerikaner in der Sekunde, als die deutsche Auswahl gerade wieder zu viert war. Derek Ryan legte – erneut in deutscher Unterzahl – das 2:0 nach.

Die Nationalmannschaft wehrte sich auch im Schlussdurchgang nach Kräften, brachte viele Scheiben zum Tor und beschäftigte die amerikanische Defensive ein ums andere Mal aussichtsreich. Mit dem 0:3 durch Alex DeBrincat war das Match zugunsten der Amerikaner allerdings entschieden.

Zumindest einen Tag verschnaufen können die deutschen Cracks am Dienstag. Erst am Mittwoch steht der nächste Vergleich auf dem Programm. Dann heißt der Gegner Südkorea. Auch diese Partie startet um 16.15 Uhr (live bei SPORT1).

Quelle: DEB

Sport Mobil