Mit einem 13:3 sicherten sich die New England Patriots ihre sechste Meisterschaft. MVP wurde Julian Edelman, der in der Offensive als einziger Spieler wirklich auffallen konnte.

In einem von der Defensive geprägten Spiel zeigten weder die Los Angeles Rams, noch die Patriots große Offensiv-Momente. Bereits zu Beginn zeigte auch Tom Brady seine schwache Seite, indem sein erster Pass von der LA Defense abgefangen wurde. Die Rams jedoch konnten nur wenig Kapital aus den Fehlern der favorisierten Patriots ziehen. Zu Ideenlos wirkte die Angriffsreihe der Kalifornier.

Wirklich besser waren die Patrios aber auch nicht. Gerade die dritten Versuche schlugen sehr oft fehl und die Entscheidungen von Goff und Brady in diesen Situationen waren zum Teil zu riskant, um zählbaren Erfolg zu garantieren. Nach der ersten Halbzeit konnten die Rams keinen dritten Versuch verwerten und auch die Pats zeigten mit 30% der erfolgreichen dritten Versuche eine magere Leistung.

Nach einer eher kurzweiligen Halftimeshow von Maroon 5 zündete auch im dritten Spielabschnitt die Offensive nicht. Der Spielstand von 3:3 spiegelte das Geschehen auf dem Feld wieder und es war nur eine Frage der Zeit, ehe eine Defensive einen Fehler begehen würde und die Partie entschied. Da zeigte sich der Unterschied des Abends und die Nervosität der Rams lies ein Big Play von Rob Gronkowski zu, der den Ball bis an die Endzone legte. Einen Spielzug später war der Ball endlich über der Linie. Der erste Touchdown des Spiels im vierten Quarter.

Los Angeles musste nun Risiko gehen und wurde nicht belohnt. Stephen Gostkowski entschied mit seinem Fieldgoal die Begegnung. Greg Zuerlein auf der anderen Seite schoss nur Sekunden vor dem Ende seinen Versuch daneben. Das war die letzte Chance der Rams in diesem Spiel. Das Team um Tom Brady holt sich somit den sechsten Titel.

Patrick Dirksmeier

Während Brady sich mit dieser Meisterschaft unsterblich macht, war die Begegnung kaum eines Finals würdig. Zu viele Fehler beider Teams und mangelnde Effizienz dominierten diesen Superbowl, der nur schwer neuen Fans den Sport vermitteln konnte. Bradys Leistung selber zeigt auf, dass die Ära vor dem Ende steht, aber noch ausreicht, um in der Liga ganz oben mitzuspielen. Sei es auch nur durch die taktische Raffinesse der Coaches hinter ihm.

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