Die Iserlohn Roosters und Krefeld Pinguine brauchen beide dringend drei Punkte. In Mannheim dagegen ist das Spiel der Adler gegen die Straubing Tigers zum Schluss hin spannend und kurios geworden.

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 2:3 (0:1; 2:2; 0:0)

„Weniger Strafen, mehr Tore, bessere Disziplin, öfter schießen!“ Das hat Roosters-Cheftrainer Jason O’Leary vor dem West-Derby gegen die Krefeld Pinguine von seiner Mannschaft gefordert. Auch die Krefeld Pinguine brauchen dringend drei Punkte, denn diese sind bis zum 14. Spieltag das Tabellenschlusslicht.

Iserlohn Roosters gegen Krefeld Pinguine
Iserlohn Roosters gegen Krefeld Pinguine am 24.10. 2019

Doch den besseren Start legen die Hausherren hin. Jedoch ohne Erfolg. Das erste Powerplay kan nicht genutzt werden, da die Krefelder schnell ein Mittel finden, den Spielaufbau der Roosters zu stören. Stattdessen kann William Besse den ersten Treffer für die Gäste nach gut 18 Minuten auf dem Eis erzielen.

Das zweite Drittel hingegen ist ausgeglichen. Jedoch legen die Pinguine hier einen Schnellstart hin. Nach gerade einmal 41 Sekunden kann Laurin Braun den Puck im Tor von Anthony Peters platzieren. 0:2 für die Rheinländer. Garrett Noonan kann zur Halbzeit auf 0:3 erhöhen.
Allerdings werden die Gastgeber wach. Während der Top-Scorer und Ex-Iserlohner Chad Costello wegen Haken für zwei Minuten auf die Bank muss, können die Roosters endlich einmal ein Powerplay verwerten. Verteidiger Alexej Dmitriev kann den Finnen Jussi Rynnäs im Tor der Krefelder überwinden. Marko Friedrich kann auf 2:3 verkürzen, jedoch sich nicht so ganz über den Treffer freuen. Zu diesem Zeitpunkt haben die Roosters bereits drei Powerplays nicht nutzen können.

Im letzten Drittel verwalten die Pinguine nur noch, machen das Nötigste, um drei Punkte mit nach hause nehmen zu können.
Marko Friedrich hingegen meint später, dass die Strafe kurz vor Spielende mit einem Spieler zu viel auf dem Eis „Dämlich“ gewesen sei. Auch O’Leary bemängelt die Strafen im letzten Drittel. „Wir waren im letzten Drittel völlig undiszipliniert, haben zu viele unnötige Strafen kassiert. Auch wir hatten im ersten und zweiten Drittel unsere Chancen, aber letztendlich waren die Strafen das Problem. Unsere Delle im zweiten Drittel kam dadurch zustande, dass wir bei zu vielen Turnovers die Energie verloren haben.“

Brendon Reid von den Krefeld Pinguinen zeigt sich versöhnlich mit der Leistung der Pinguine. „Im ersten Drittel hat meine Mannschaft sehr gut gespielt. Wir hatten ein gutes Tempo und schnelle Beine. Das zweite Drittel lief auch sehr gut für meine Mannschaft, mit vielen Aktionen in der offensiven Zone und vielen Chancen. Im dritten Drittel hatten wir zwar viele Powerplay-Phasen, aber die führten kaum zu Torchancen.“

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Patrick Dirksmeier

Adler Mannheim – Straubing Tigers 4:3 (2:1; 0:0; 2:2)

Die Straubing Tigers sind mit vollständigem Kader nach Mannheim gereist. Hier erhoffen sich die Hausherren einen Sieg nach der Niederlage am Sonntag gegen die Schwenninger Wild Wings.

So haben die Tigers den Anfang gemacht. TJ Mulock hat in der neunten Minute Johan Gustafson überwunden. Gustafson steht bei den Adlern anstelle des verletzten Denis Endras zwischen den Pfosten. Allerdings können die Gastgeber im Powerplay ausgeglichen, als Jeremy Williams wegen Stockschlags auf der Bank platz nehmen muss. Andrew Desjardins kann den Puck zwischen den Pfosten von Sebastian Vogel platzieren. Doch damit nicht genug. Auch das nächste Mannheimer Tor geht auf das Konto von Desjardins, was in der 15. Minute fällt. So endet ein durchwachsenes erstes Drittel mit 2:1.

Als temporeich und mit vielen Strafen ausgestattet kann der mittlere Spielabschnitt bezeichnet werden. So sind die Gäste aus Straubing ab der 46. Minute erneut in Unterzahl, da Micheal Conolly wegen eines Checks für zwei Minuten abkühlen muss. Kurz vor Ablauf der Strafe gegen Conolly bahnt sich Matthias Plachta den Weg vor das gegnerische Tor und zieht ab. 3:1 für die Mannheimer. Das Spiel scheint bis dahin eindeutig zu werden, da die Adler die geschicktere Mannschaft auf dem Eis sind. Sie ziehen wenige Strafen und die Straubinger sind das beste Unterzahlteam in der Liga. Auch bei den Straubingern trifft Mulock trifft zum zweiten Mal in der 52. Minute zum 3:2. In den Schlussminuten wird es ruppig. Nicolas Krämmer muss in der 56. Minute die Bank hüten, sodass nächste Tor fällt erneut im Powerplay. So können die Straubinger durch Antoine Laganiére ausgleichen. Danach geht es noch einmal hoch her. Die Mannheimer können jedoch wenige Minuten vor Spielende keine Chancen verwerten. Das geschieht erst 51 Sekunden vor Spielende. Jan-Mikael Järvinen rettet die Mannheimer mit dem 4:3 vor der Overtime.

„Das letzte Tor der Mannheimer war bitter. Wir haben die zu schnell in die neutrale kommen lassen. Die haben sich dann wie in Überzahl aufgebaut und dann ist es passiert. Selber schuld“, meint Tim Brunnhuber von den Straubing Tigers über das Spiel. Auch Jan-Mikael Järvinen ist sich sicher: „Das 4 gegen 4 zum Schluss war entscheidend. Markus Eisenschmid hat mir den Puck zugeschossen und ich habe ihn reingemacht.“

Weitere Ergebnisse:

ERC Ingolstadt – Eisbären Berlin 1:4
EHC Red Bull München – Kölner Haie 3:1
Fischtown Pinguins Bremerhaven – Düsseldorfer EG 0:6
Augsburg Panther – Schwenninger Wild Wings 3:2
Grizzlys Wolfsburg – Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg 2:4

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