Der Black Friday dient zwar im Allgemeinen als Tag mit den besten Schnäppchen, doch die Iserlohn Roosters und Kölner Haie haben ihren Kontrahenten ein Schnippchen geschlagen. Mit den Siegen gegen die Fischtown Pinguins und die Düsseldorfer EG hat niemand gerechnet.

Iserlohn Roosters – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:1 (2:0; 2:1, 1:0)

Am Seilersee will man ab dem heutigen Tag einen Neuanfang wagen – und das mitten in der Saison. Denn beim Spiel der Iserlohn Roosters gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven ist es, wie so oft, wenn diese Mannschaften aufeinander treffen, spannend geworden.

Die Roosters haben es den Gästen auf Bremerhaven gleich zu beginn schwer gemacht. Das Spiel ist offensiv geprägt gewesen, doch in der Verteidigung haben die Sauerländer zu viel zugelassen. Hier ist es dem Schlussmann Andreas Jenike zu verdanken gewesen, dass Fischtown, wenn es vor dem Tor gefährlich geworden ist, dass die Roosters im Spiel geblieben sind.

Auch den Anfang haben die Roosters gemacht, was die Tore angeht. Hier hat Nachwuchsspieler Tim Fleischer nach gerade einmal vier Minuten auf dem Eis den ersten Treffer des Abends erzielen. So machen die Roosters weiter Druck, verbringen viel Zeit auf der Strafbank und Bremerhaven trifft nicht.

Patrick Dirksmeier

Auch das zweite Tor der Roosters ist in der 15. Spielminute durch Alexandre Grenier hart erkämpft.

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(c) Jenny Musall

Mit Rückenwind ist es in das zweite Drittel gegangen. Doch es hat erst gar nicht nach einem guten Drittel für die Iserlohner ausgesehen. Fischtown hat Aufwind bekommen und die Roosters haben die Strafbank wesentlich spannender gefunden, als aktiv auf das Geschehen auf dem Eis einzugreifen. Gleich zu Drittelbeginn sitzt Grenier wegen Spielverzögerung auf der Bank. Zu diesem Zeitpunkt haben die Pinguins anscheinend vergessen, dass man inklusive Goalie nur sechs Spieler auf dem Eis haben darf. So musste auch einer von ihnen runter.

In Minute 27 kommt es für die Roosters dicke. Jake Weidner muss wegen eines Checks gegen Kopf und Nacken für fünf plus 20 Minuten runter vom Eis. Kurz vor Ablauf dieser Strafe können auch die Iserlohner nicht zählen und müssen zu dritt auf dem Eis weiterspielen. Hier kann Miha Verlic zum 2:1 punkten. Petan sorgt für das 3:1 und Lautenschlager erhöht auf 4:1.

Im letzten Spielabschnitt lassen es die Gastgeber ruhiger angehen. Besinnen sich auf eine vernünftige Verteidigung und können durch Brett Findlay, der in der 59. Minute, den finalen Spielstand von 5:1 erzielen.

Düsseldorfer EG – Kölner Haie 1:4 (1:3; 0:0; 0:1)

Im 225 Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien hat nur eine Mannschaft auf dem Eis wirklich verstanden, wo der Puck hin muss. Die DEG hat an diesem Abend das Eishockey spielen vernachlässigt, denn sie haben sich vor heimischer Kulisse mit dem Gegner schwer getan. So können Lukas Dumont und Frederik Tiffels binnen zwei Minuten jeweils einmal Mathias Niederberger im Tor der DEG überwinden. Dazu kommt es für die DEG auch noch dicke. Nach einem Bandencheck gegen Kopf und Nacken muss Nicholas B. Jensen runter vom Eis. Im darauffolgendem Power Play kann Benjamin Hanowski auf 0:3 für die Haie erhöhen. 3 Sekunden vor Drittelende kann Alexander Barta auf 1:3 verkürzen.

Im zweiten Drittel hingen spielen beide Mannschaften zu vorsichtig, riskieren nichts. Die DEG kommt, wie im Drittel davor, den Puck nicht in die Hälfte der Haie, geschweige denn vor das Tor von Weitzmann.

Auch im letzten Drittel verwalten beide Mannschaften nur noch. Die Fans der Düsseldorfer EG fordern ihre Mannschaft auf zu kämpfen, doch das tun die Haie. Durch Jon Matsumoto können diese nach 46 Minuten auf dem Eis auf 1:4 erhöhen.

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(c) Sebastian Sendlak

Weitere Ergebnisse:

Grizzlys Wolfsburg – Adler Mannheim 1:3
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – Augsburg Panther 5:4 SO
EHC Red Bull München – Straubing Tigers 3:1
Krefeld Pinguine – Eisbären Berlin 1:4
ERC Ingolstadt – Schwenninger Wild Wings 6:3

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