Am Seilersee ist es zwischen den Iserlohn Roosters und den Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg spannend geworden. Mit dem Ausgang des Spiels hat niemand gerechnet. Bei den Kölner Haien hingegen reißt die Niederlagenserie nicht. Auch gegen den EHC Red Bull München müssen sich die Domstädter geschlagen geben.

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg 5:4 OT (0:1, 1:2, 3:1, 1:0)

Die Iserlohn Roosters haben wieder eine Niederlagenserie auf dem Konto, während die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg jeden Punkt im Kampf um die Play-Offs brauchen.

Julian Lautenschlager gegen Niklas Treutle (Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg) am 2.02.2020
Julian Lautenschlager (Iserlohn Roosters) gegen Niklas Treutle (Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg) am 2.02.2020
Foto: Jenny Musall

In einem offensiven Spiel haben die Gastgeber ihre Kontrahenten in Schach gehalten und selbst Druck auf das Tor von Niklas Treutle gemacht. Selbst das Power Play haben die die Sauerländer nicht genutzt. Stattdessen kontern die Nürnberger kurz vor Drittelende und erzielen das 0:1.

Nach dem Seitenwechsel wendet sich das Spiel. Die Ice Tigers kommen motiviert aus der Kabine, das das erste Tor in diesem Spielabschnitt erzielen die Hausherren. In der 26. Minute bekommt Julian Lautenschlager den Puck auf die Kelle und zielt direkt über die Schulter von Treutle. Ausgleich am Seilersee. Doch die Freude über den Ausgleich bleibt nicht lange bestehen und Nürnberg geht erneut in Führung. Für den IEC hingegen kommt es bei dem Treffer dicke. Durch das Tor von Jack Skille wird das Tor verschoben, Chris Rumble checkt einen Nürnberger ünfair von hinten, dass dieser kurz regungslos auf dem Eis liegen bleibt. Für diese Aktion bekommt Rumble eine 5+10 minütige Strafe. Die fünf Minuten Strafe sitzt Alex Petan ab. Petan ist noch nicht lange auf der Bank, schon klingelt es erneut im Kasten des Ex-Nürnbergers Andreas Jenike. Mit einem Punktestand von 1:3 geht das Drittel an die Gäste aus Nürnberg.

Dass ein Rückstand im Eishockey nicht gleich eine Niederlage bedeutet, haben die Iserlohner im letzten Drittel gezeigt. Nach dem Schock der Spieldauerstrafe für Rumble kommen die Roosters voller Elan aus der Kabine. Nach dem Tor von Dieter Orendorz können die Gastgeber im nachfolgender Überzahl nicht punkten. Das passiert allerdings nach dem Nürnberg wieder komplett ist. Alexandre Grenier kann ausgleichen. Nach einer Auszeit von Nürnbergs Trainer Kurt Kleinendorst Michael Halmo die Blau-Weißen noch einmal mit einem kuriosen Tor jubeln. Aber die Freude wehrt nicht lange. In Unterzahl sprinted Andreas Eder nach Vorne und kann die Scheibe zwischen den Pfosten platzieren.

Patrick Dirksmeier

Mit dem Tor von Eder zeichnet sich die Overtime am Seilersee ab. Als Joachim Ramoser für zwei Minuten auf die Bank muss, hat Jamison MacQueen eine Idee. In der Auszeit zeichnet der Spieler seine Idee auf das Brett. Eben diese Idee beschert den Roosters den 5:4 Sieg gegen Nürnberg.

„Wenn du 1:3 führst, kannst du das Spiel nicht abgeben“, resümiert Andreas Eder im Interview mit Magenta Sport die bittere Niederlage. Tobias Schmitz hingegen kann sich über die Leistung seiner Teamkollegen freuen. „Wir haben gut angefangen. Nach dem 1:3 Rückstand haben wir alles reingelegt, um das Spiel noch zu drehen, was geklappt hat.“ Die Roosters müssen gewinne und brauchen, genauso wie die Ice Tigers, die Punkte. „Wir haben ja nichts zu verlieren“, sagt Schmitz abschließend.

Tore: Joachim Ramoser 0:1 (19.), Julian Lautenschlager 1:1 (26.), Jack Skille 1:2 (32.), Daniel Fischbuch 1:3 PP1 (33.), Dieter Orendorz 2:3 (43.), Alexandre Grenier 3:3 (46.), Andreas Eder 4:4 SH1 (59.), Jamison MacQueen 5:4 PP1 (62.)

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Kölner Haie – EHC Red Bull München 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)

Die Kölner Haie sind in dieser Saison nicht gut drauf. Nach dem Spiel gegen den EHC Red Bull München haben die Haie nun ihre 13. Niederlage in Folge eingefahren.

Hannibal Weitzmann, Kölner Haie, Archiv
Hannibal Weitzmann (Koelner Haie)
Koelner Haie gegen Fischtown Pinguins Bremerhaven in der Deutschen Eishockey Liga, Koeln am 27.10.19

Am Anfang hat es im der Lanxess Arena nicht schlecht ausgesehen. Die Kölner Haie haben ein schnelles Tor zu Anfang des ersten Drittels schießen können. Marcel Müller kann Daniel Fiessinger nach noch nicht einmal vier Minuten auf dem Eis überwinden.

Doch das war es dann auch an Aktionen von den Haien. In den nächsten Dritteln lassen sich die Rheinländer von den Bayern immer mehr in das eigene Drittel zurückdrängen. Wegen dieser passiven Spielweise können die Münchener im Power Play den Ausgleich erzielen. Es folgen im mittleren Spielabschnitt noch je ein Power Play für beide Mannschaften, was aber ungenutzt bleibt.

Im Schlussakkord kan sich der EHC noch einmal vor dem Tor von Gustav Wesslau behaupten. Auch das zweite Tor der Gäste passiert in Überzahl, als Jason Jaffray die Scheibe erneut auf die Kelle bekommt.

Marc Vaukes „Wir wussten, dass es hart wird, aber wir haben ein schweres Spiel erwartet. Dennoch hat es geklappt“, freut sich Mark Voakes. Denn man habe bewusst wahrgenommen, dass die Kölner bereits zwölf Niederlagen in Folge hinter sich hatten. Nun ist gegen den EHC Red Bull München Nummer 13 dazu gekommen.

Tore: Marcel Müller 1:0, Konrad Abeltshauser 1:1 (PP1 29.), Jason Jaffray 1:2 (PP1 50.)

Weitere Ergebnisse: 

Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt 6:2
Düsseldorfer EG – Grizzlys Wolfsburg 2:1 OT
Straubing Tigers – Schwenninger Wild Wings 5:1
Fischtown Pinguins Bremerhaven – Adler Mannheim 3:4 SO
Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 2:1

Weitere Infos zu den Spielen auf www.del.org

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