Nachdem die Kölner Haie Mike Stewart als Chef an der Bande durch Uwe Krupp ersetzt haben, können die Rheinländer wieder gewinnen. Denn nach dem 5:0-Erfolg gegen Wolfsburg hat nun das Auswärtsspiel gegen die Iserlohn Roosters angestanden. Doch hier hat es erst gar nicht gut für die Gäste ausgesehen.

Iserlohn Roosters – Kölner Haie 2:3 (2:1, 0:1, 0:1)

Uwe Krupp ist zu den Kölner Haien zurückgekehrt
Uwe Krupp ist zu den Kölner Haien zurückgekehrt (Foto: Sebastian Sendlak)

Die Eissporthalle am Seiler ist mit 4967 Zuschauern ausverkauft gewesen. Denn ein Derby zwischen den Iserlohn Roosters und den Kölner Haien ereignisreich. So sollte sich den Zuschauern ein spannendes Spiel zeigen, mit dessen Ausgang niemand so wirklich gerechnet hat.

Bei den Haien steht nun Uwe Krupp an der Bande, der die Niederlagenserie von 17 Stück hintereinander beendet hat. Rein rechnerisch können die Haie also noch in die Play-Offs einziehen, nur dafür müssen die aktuell Zehntplatzierten Augsburger Panther jedes Spiel verlieren und die Haie gewinnen. Bei den Roosters hingegen hat man die Saison längst abgehackt. Grund zum Feiern haben die Fans am Seilersee dennoch gehabt. Vor dem Bully ist bekanntgegeben worden, dass Goalie Andreas Jenike für vier weitere Jahre ein Rooster bleibt. Diese Vertragsdauer ist für die sonst so jahresverträgeliebenden Sauerländer ungewöhnlich.

Roosters machen den Anfang

Nach dieser Bekanntgabe beginnt das Spiel. Beide Mannschaften tasten sich aneinander heran, was lange Zeit trotz guter Chancen unbelohnt bleibt. Das sonst so schwache Powerplay können die Roosters nutzen, als Pascal Zerressen wegen Behinderung auf die Bank muss. Doch die Strafe hält nicht lange an. Nach wenigen Sekunden heißt es: „Tor für die Iserlohn Roosters!“. Auf Zuspiel Christopher Rumble und Michael Clarke kann Michael Halmo in der achten Spielminute das 1:0 für die Sauerländer erzielen. Auch das nächste Powerplay können die Hausherren nutzen. Benjamin Hanowski muss wegen Beinstellen runter vom Eis und MacQueen zündet. So kommt das 2:0 für die Iserlohner zu Stande. Die Haie sind nun angespornt, das Spiel noch zu drehen. Auch sie bekommen die Chance, mit einem Spieler mehr auf dem Eis zu treffen, nachdem Michael Clarke in der 14. Minute auf die Bank. Diese Möglichkeit lassen sich die Domstädter nicht entgehen und Benjamin Hanowski sorgt für den Anschlusstreffer.

Hart umkämpftes Drittel zwischen IEC und KEC

Nach dem Seitenwechsel sind die Haie nun im Angriffsmodus angekommen. Die machen mehr und mehr Druck auf das Tor von Anthony Peters. Jedoch kommen sie erst nicht durch, da die Verteidigung bei den Roosters steht. Colby Genoway zielt über die linke Schulter und sorgt für den verdienten Ausgleich beim KEC.

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Bevor es in die Pause geht, ahnden die Schiedsrichter noch einen Stockschlag von Zachery Sill. Daraufhin motzt Genoway und muss zu Beginn des letzten Spielabschnittes ebenfalls runter vom Eis.

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Gut eingestellt können drei Haie auf dem Eis den Angriffsreihen des IEC standhalten. Je weniger Zeit auf der Uhr gewesen ist, umso lauter wurde der Gedanke an eine Overtime. Doch die Kölner brauchen die Punkte und so soll am Ende entscheiden, wer die drei Punkte mehr will. Iserlohn oder Köln? Das letzte Quäntchen Glück haben die Gäste aus dem Rheinland. Kurz vor Spielende kann Hanowski noch einmal den Kasten von Peters klingeln lassen. Mit einem Ergebnis von 2:3 wollen die Haie ihre verkorkste Saison doch noch versöhnlich enden lassen.

Tore:

1:0 Michael Halmo (PP1, 8.), 2:0 Jamison MacQueen (PP1, 14.), 2:1 Benjamin Hanowski ( PP1, 16.), 2:2 Colby Genoway (32.), 2:3 Benjamin Hanowski ( 57.)

Weitere Ergebnisse:

Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 1:2 OT
Adler Mannheim – Krefeld Pinguine 3:0
Schwenninger Wild Wings – Grizzlys Wolfsburg 3:2
ERC Ingolstadt – Augsburger Panther 3:2 (SO)
Straubing Tigers – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:4
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg – EHC Red Bull München 2:1

Weitere Infos unter www.del.org

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