Die Spielzeit 2020/21 fällt aus dem Rahmen. Da macht die Deutsche Eishockey Liga 2 keine Ausnahme. Dem verspäteten Saisonstart vom 6. November folgten regelmäßig Spielausfälle. Immer wieder wurden innerhalb der DEL2-Klubs Corona-Fälle vermeldet. Ein Problem, das sich quer durch die Liga zog. Trotz der Umstände konnten aber nahezu alle Partien nachgeholt werden. Nur ein Spieltag trennte die 14 Vereine vergangene Woche voneinander: Während acht Mannschaften jeweils 49 Duelle hinter sich gebracht hatten, waren sechs Teams beim 50. Spieltag angelangt. Umso mehr schlug folgende Pressemitteilung ein: „DEL2-Hauptrunde mit sofortiger Wirkung beendet!“

„Die Gesellschafter der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) haben sich mittels einstimmigen Beschluss darauf verständigt, die aktuelle Hauptrunde mit Wirkung zum 8. April zu beenden“, vermeldeten die Liga-Offiziellen am Donnerstag. Der Grund: weitere Covid-19-Fälle in den Reihen einiger DEL2-Kader und damit behördlich angeordnete Quarantänen. Die Entscheidung sorgte für Verwirrung. Denn sie ist Fluch und Segen zugleich. Je nachdem, auf welchem Tabellenplatz sich die Beteiligten zum Zeitpunkt des Beschlusses tummelten. Zwei beziehungsweise drei Spieltage standen vor dem Start der Play-offs noch aus. Chancen, welche den Löwen Frankfurt, vor allem aber den Eispiraten Crimmitschau durch den Wegfall der Partien entgingen.

Quelle: DEL 2

Fünf Teams von Covid-19 betroffen

Mit 66 Zählern fehlten den Sachseauf Rang acht, den die Heilbronner Falken (68 Punkte) für sich vereinnahmten. Der Unmut gegenüber den glücklichen Unterländern hätte groß sein können. Da aber nicht nur mehrere Falken, sondern auch einige Eispiraten positiv auf Corona getestet wurden, sollte sich der Groll auf den Konkurrenten in Grenzen halten. Frankfurt beendete die Hauptrunde mit 87 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. Die Play-off-Teilnahme war den Hessen damit bereits sicher. Der Kampf ums Heimrecht wurde den Raubkatzen durch die Entscheidung der DEL2-Verantwortlichen jedoch genommen. Platz vier halten die Bietigheim Steelers (89 Punkte) inne, die ebenfalls Corona-Fälle vermeldeten. Bei den Löwen stehen die Testergebnisse noch aus.

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Weitere Klubs, bei denen infizierte Akteure offiziell bekanntgegeben wurden, sind der EHC Freiburg sowie der EC Bad Nauheim. Zu viele betroffene Vereine, die den DEL2-Gesellschaftern keine andere Wahl ließen. Ein Fortsetzen der Hauptrunde auf Teufel komm raus könne man gemeinschaftlich nicht befürworten. „Vielmehr wollen wir Sorge für die Gesundheit der Spieler tragen und mit Blick auf die anstehenden Play-offs einen dann wieder besseren Rahmen für den Wettbewerb organisieren.“

Wann die „fünfte Jahreszeit“ konkret beginnt, hängt von der Entwicklung an den betroffenen Standorten ab. Noch berät die Liga über das anstehende Viertelfinale, das im Best-of-Five-Modus ausgetragen wird. Der geplante Start am 20. April dürfte unter den aktuellen Umständen allerdings fraglich sein.

Begegnungen des DEL2-Viertelfinales:

EC Kassel Huskies – Heilbronner Falken
Tölzer Löwen – Ravensburg Towerstars
EHC Freiburg – ESV Kaufbeuren
Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt

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