In der Penny DEL kehrt keine Ruhe ein. Stattdessen eine Menge Spielverschiebungen aufgrund von Corona. Insgesamt sind aktuell drei Vereine nicht spielfähig. Und bei den Iserlohn Roosters hat es den nächsten Paukenschlag gegeben. 

Der 40. Spieltag in der Penny DEL hat Fans Kopfschmerzen bereitet. Nicht ganz zu Unrecht. Für inzwischen sehr viele Anhänger ist klar: Ein fairer Wettbewerb ist aufgrund der Coronasituation nicht gegeben. Sie fordern zumindest eine Aussetzung von Auf- und Abstieg zwischen DEL und DEL2. Der Grund ist das Punktesystem, anhand dessen der Meister ermittelt wird.

Tripcke: „Spielbetrieb in PENNY DEL wird vorerst nicht eingestellt“

Zwar eine faire Methode auf dem Papier, allerdings haben hier Vereine wie die Iserlohn Roosters und der EHC Red Bull München das Nachsehen. Beide Mannschaften haben nun zum zweiten Mal in der aktuellen Saison einen Komplettausfall zu verzeichnen. Das Pensum müssen die Akteure auf dem Eis erst einmal nach einem Infekt und einwöchiger Aufbauphase leisten können. Doch von einem Abbruch der laufenden Saison lässt sich DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke bisher nicht überzeugen.

Stattdessen verweist er im Interview mit Magenta TV darauf, dass es Sponsorenverträge gibt und man bis zum Beginn der Olympischen Spiele abwarten will. Es bestehe, je nach Kapazität der einzelnen Hallen, Spieler und auch TV, die Möglichkeit, die Spiele in der Pause nachzuholen.

Brad Tapper nicht mehr Trainer in der PENNY DEL
Brad Tapper ist nicht mehr Trainer bei den Iserlohn Roosters in der PENNY DEL.
(Foto: Sebastian Sendlak / DeFodi)

Aufgrund der unklaren Situation haben die Iserlohn Roosters heute auch bekannt gegeben, dass Cheftrainer Brad Tapper mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres freigestellt ist. Die Sauerländer sind aktuell mit den Schwenninger Wild Wings auf den Abstiegsplätzen und haben nun aufgrund der neuen Situation reagiert.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob die Saison nach Ende noch fortgesetzt werden kann. Denn auch die Bietigheim Steelers haben heute bekannt gegeben, dass sie Spiel unfähig sind. Auch die Grizzlys Wolfsburg sind so coronageschwächt, dass sie nicht antreten können. Ebenfalls gibt es mehrere Coronafälle bei den Eisbären Berlin.

Düsseldorfer EG verliert gegen Eisbären Berlin

Dennoch hat die Düsseldorfer EG die Eisbären empfangen. Die Rheinländer machen auch durch Carter Proft den ersten Treffer kurz vor dem Power Break. Jedoch soll es nicht dabei bleiben. Eine prompte Antwort der Berliner folgt keine Minute später. Marco Bassler (1:1, 12. Minute) und Giovanni Fiore (1:2, 16. Minute) sorgen für den ersten Vorsprung in diesem Duell, dessen Ergebnis nicht unbedingt das Spiel wiedergibt.

Nach dem Seitenwechsel geht es heiß her. Gleich vier Tore fallen in dem mittleren Spielabschnitt. Den Anfang machen die Gäste mit Kai Wissmann (1:3, 24. Minute) und Blaine Byron (1:4, 26. Minute). Danach haben die Hauptstädter erst einmal die Chance, den Spielstand zu erhöhen, denn Alexander Barta muss wegen Beinstellen in die Kühlbox. Doch das Power Play währt nicht lange. Kai Wissmann nimmt ebenfalls auf der Strafbank ebenfalls wegen Beinstellen platz. Mit Vier gegen Vier geht es weiter.

Spannendes Drittel in Düsseldorf

Nun haben die Hausherren die Nase vorn. Durch Daniel Fischbuch (2:4, 35. Minute) und Tobias Eder (3:4, 37. Minute) kann die DEG zumindest noch an das Ergebnis herankommen. Doch der Seitenwechsel folgt erneut.

Mit einem guten Start in den Schlussabschnitt können die Düsseldorfer durch den Treffer von Cedric Schiemenz (4:4) ausgleichen. Das soll es an diesem Abend dann für die DEG gewesen sein. Bei einem Spielstand von 4:6 (zuvor trafen für die Eisbären Byron und Matthew White), nimmt Harold Kreis Henrik Hane aus dem Tor heraus. Doch das zeigt sich als keine gute Idee, denn kurz darauf und 56 Sekunden vor Spielende platziert Marcel Noebels den Puck erneut im Tor. Somit geht das Spiel 4:7 aus.

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(Fotos: CK-A)

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