Die Kölner Haie verlieren im Derby gegen die DEG – und Goalie Pogge hat sich nicht unter Kontrolle. Im Süden ist es zwischen dem ERC Ingolstadt und den Ice Tigers Nürnberg zweistellig geworden.

Eigentlich hätten heute auch die Iserlohn Roosters nach gut vierwöchiger Pause wieder auf dem Eis stehen sollen. Der Gegner wären die Augsburg Panther gewesen. Aber die Sauerländer haben noch keine spielfähige Mannschaft. Stattdessen soll es am kommenden Samstag, 29. Januar 2022, um 19 Uhr am Seilersee weitergehen. Somit läutet sich ein Nachholspielmarathon für die Sauerländer an. Unter anderem ist auch der Termin bei den Kölner Haien am 20. Februar 2022 dabei.

DEG holt sich weiteren Derby-Sieg

Am heutigen, 46. Spieltag in der PENNY DEL, sind die Haie auf die andere Seite des Rheins gereist. Angestanden hat die Revanche gegen die Düsseldorfer EG. Die waren bereits zuletzt der Gegner für die Domstädter.

Doch wie bereits zuvor haben die Haie mehr Zeit auf der Strafbank verbracht, als nötig gewesen ist. Auch die Düsseldorfer sind nicht gut ins Derby gestartet. Sie haben zwar 13:6 Schüsse in den ersten 20 Minuten auf das Eis gebracht. Tore haben weder die Gastgeber trotz guter Chancen noch die Gäste auf die Anzeigentafel gebracht.

Pogge reißt der Geduldsfaden

Justin Pogge (Kölner Haie) zertrümmert beim Derby gegen die DEG seinen Schläger
Justin Pogge (Kölner Haie) hat nach dem Ausgleich der Düsseldorfer EG ordentlich Wut im Bauch.

Nach dem Seitenwechsel hingegen geht es im PSD Bank Dome hoch her. Das erste Tor des Spiels können die Haie für sich verbuchen. In der 33. Minute spielt Kölns Goalie Justin Pogge den Puck auf Quinton Howden und der direkt findet Marcel Müller, der einnetzt. Nachdem sich die Gäste erneut dazu entschieden haben, drei gegen fünf zu spielen, kann Stephen MacAulay in der 36. Minute ausgleichen.

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Nach dem Tor reißt bei Pogge der Geduldsfaden. Erst zertrümmert er seinen Schläger, dann geht er auch noch auf Carter Proft los. Da ist guter Rat teuer, denn die Haie sind in dieser Phase des Spiels noch zu dritt auf dem Eis. Das bedeutet, die 18 Sekunden, die Andreas Thuresson noch hat, sind beendet und Pogge auf die Uhr kommt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der nächste Treffer einer solchen Undiszipliniertheit geschuldet ist. Kurz vor Ende des mittleren Spielabschnitts kann Paul Bittner auf 2:1 erhöhen.

DEG holt drei Punkte

Bei diesem Ergebnis soll es auch bleiben. Somit gewinnen die Düsseldorfer drei von vier Derbys in der Saison 2021/2022.

Moritz Müller sagt im Interview mit Servus TV über das Duell: „Das Spiel stand auf Messers Schneide. Wir spielen zu viel Unterzahl, haben zu viele Strafen. Das ist frustrierend. Die Pause kommt genau richtig, um mal wegzukommen, den Kopf freizubekommen.“

„Es ein enges und hart umkämpftes Spiel. Im ersten Drittel waren wir besser. Dann im Letzten noch gefightet und uns drei Punkte geholt“, freut sich Marco Nowak von der DEG.

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(c) Christian Knebel-Adam

Ingolstadt machts zweistellig gegen Nürnberg

Aktuell ist der EC Ingolstadt in bestechend guter Form. Bereits in Krefeld hat der ERC die Pinguine mit 1:6 vom Eis gefegt. Nun ist auch in Ingolstadt Derby-Zeit gewesen. Zu Gast sind die Ice Tigers Nürnberg gewesen. Auch die Gäste hatten wenig zu Lachen. Denn das Ergebnis ist zweistellig geworden.

Mit vier Verteidigern und 14 Feldspielern sind die Ice Tigers in die Saturn Arena gekommen. Zwar haben sie stark angefangen und sich bemüht, den ersten Treffer auf das Scoreboard zu bringen, doch das sollte nicht sein. Stattdessen bringt der Finne Samuel Soramies das 1:0 auf die Anzeigentafel. Es folgen in den ersten 20 Minuten zwei weitere Treffer.

ERC kennt keine Gnade mit dem Gegner

Nach dem Seitenwechsel hagelt es erst einmal vier Strafen. Eine für Frederik Strom wegen Beinstellen, dann insgesamt drei für die Mannschaft von Manuel Kofler. Mit einem 5:0 ist es in die Drittelpause gegangen.

Im Schlussabschnitt macht das Team von Doug Shedden noch einmal Ernst. Insgesamt fallen im letzten Drittel noch einmal fünf Tore.

Ice Tigers waren müde, Ingolstadt hat es ausgenutzt

Tom Rowe von den Ice Tigers fasst das Derby folgendermaßen zusammen: „Wir haben zuletzt großes Eishockey gespielt. Wir waren heute eine sehr müde Gruppe. Ich würde mit dieser Gruppe immer wieder in jede Schlacht spielen. Wir hatten nur drei reguläre Verteidiger, einer davon hat praktisch nur auf einem Bein gespielt. Dazu haben wir auch noch unseren Kapitän nach dem Warm-up verloren. Wir werden uns erholen, das Spiel heute wird uns keine Sekunde zurückwerfen.“

„Nürnberg hat stark angefangen“, sagt Ingolstadts Bandenchef Doug Shedden. „Nach dem ersten Drittel war die Führung sehr schmeichelhaft für uns. Nürnberg war ab dem zweiten Drittel sehr müde, das haben wir ausgenutzt“, so Shedden abschließend.

Tore ERC Ingolstadt gegen Ice Tigers Nürnberg:

1:0 Samuel Soramies (4.) EQ, 2:0 Ben Marshall (14.) EQ, 3:0 David Warsofsky (15.) EQ, 4:0 Brandon DeFazio (31.) PP1, 5:0 Frederik Storm (40.) EQ, 6:0 Louis-Marc Aubry (42.) EQ, 6:1 Nicholas Welsh (45.) PP1, 7:1 Justin Feser (47.) EQ, 8:1 David Warsofsky (49.) EQ, 9:1 Mirko Höfflin (57.) PP1, 10:1 Frederik Storm (58.) EQ

Weitere Ergebnisse am 46. Spieltag in der Penny DEL

EHC Red Bull München – Eisbären Berlin  1:3 (0:3; 1:0, 0:0)

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