Die Düsseldorfer EG kassiert gegen den EHC Red Bull München eine deutliche Klatsche. Im Derby zwischen den Iserlohn Roosters und den Krefeld Pinguinen bleiben die Punkte im Sauerland.

Am 59. Spieltag der DEL verliert die Düsseldorfer EG vor 8.434 Zuschauern mit 0:6 gegen die Gäste aus München. Die DEG verspielt durch die Niederlage die Chance auf das Heimrecht in den Pre-Playoffs. Rein rechnerisch haben hingen die Iserlohn Roosters weiterhin eine Chance auf die Pre-Playoffs. Bei den Krefeld Pinguinen hingegen ist der Abstieg seit dem letzten Spieltag besiegelt.

DEG geht gegen den EHC Red Bull München unter

Im PSD Bank Dome kommt der Tabellen Dritte aus München besser in die Partie. Nach vier Minuten trifft Düsseldorfs Kapitän Alexander Barta das Außennetz trifft und sorgt somit für die erste gute Chance in der Partie. In der folgenden Druckphase der Münchener klärt DEG Goalie Pantkowski zunächst einen Schuss von Ortega, der Nachschuss von Benjamin Smith landet jedoch zur 0:1 Führung der Gäste im Tor. Die Hausherren erspielen sich im ersten Drittel weitere Chancen, sind allerdings zu ineffizient vor dem Tor. So erobert Justin Schütz kurz vor der Pause, inmitten einer Düsseldorfer Drangphase, die Scheibe und erzielt Alleingang die 0:2 Pausenführung der Gäste.

München dominiert gegen abschlussschwache Düsseldorfer

Im zweiten Spielabschnitt werden die Gäste aus München dominanter. Nach verhaltenen ersten Minuten klärt Pantkowski zweimal vor dem Tor, ehe Zachary Redmond den Puck durch Nacharbeit im Tor versenkt. Während eines Powerplay für die Münchener in der 33. Minute kann Redmond nach Kombination zum 0:4 abschließen. Eine Szene, die das ganze Spiel zusammenfasst, passiert in der 39. Minute. Die Düsseldorfer EG kassiert in doppelter Überzahl das 0:5.

Im Schlussabschnitt verwaltet der Red Bull München die Führung. Zwar arbeiten die Gäste fokussiert weiter, drücken jedoch nicht mehr so stark auf das Düsseldorfer Tor. Das einzige Highlight des Spielabschnitts gehört nach wie vor den Bayern. Nach Rücklage von Yasin Ehliz, netzt Austin Ortega gegen den mittlerweile eingewechselten Hendrik Hane zum 0:6 ein.

Gäste verwalten das Ergebnis gegen chancenlose DEG

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Wir wollen nie so spielen, wir wollen nie 6:0 verlieren“ analysiert Tobias Eder nach dem Spiel. Es müsse das Spiel einfach gehalten und nicht so viel mit der Scheibe herumgespielt werden, greift Eder die Ineffizienz vor dem Tor auf.

Durch die Niederlage verpasst die Düsseldorfer EG Punkte auf Nürnberg und Ingolstadt aufzuholen. Damit ziehen die Rheinländer nach dem Duell als Tabellen Neunter in die Playoffs ein.

Tore Düsseldorfer EG gegen Red Bull München am 01.04.2022

0:1 (4:58) Smith (Ortega), 0:2 (18:05) Schütz, 0:3 (24:13) Redmond, 0:4 (32:30) Redmond (Seidenberg), 0:5 (38:50) Tiffels (Gogulla), 0:6 (44:04) Ortega (Ehliz) 

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Text und Fotos (DEG-MUC): CKA

Roosters empfangen Pinguine zum Derby

Am Seilersee hingegen scheint der Knoten geplatzt zu sein. Die Iserlohn Roosters haben sich im vergangenen Spiel den Klassenerhalt gesichert und haben sogar rein rechnerisch Chancen auf die Pre-Playoffs. Nun hat das Derby gegen die Krefeld Pinguine angestanden.

Die Gäste aus der Seidenstadt sind als sportliche Absteiger seit Wiedereinführung eines geregelten Auf- und Abstiegs zwischen der DEL und der DEL 2 2006 absteigen. Somit ist das Gründungsmitglied der DEL ab der Saison 2022/23 nicht mehr in der höchsten Spielklasse anzutreffen. Nun hat das vorerst letzte Derby bei den Iserlohn Roosters angestanden.

Pinguinen fehlen Verteidiger

Was den Pinguinen über weite Strecken des Duells fehlt, sind Verteidiger. Momentan sind gerade einmal vier Defensivspieler im Einsatz, was sich deutlich im Spiel der Pinguine bemerkbar macht. Während die ersten zwei Drittel noch vom Tempo und Willen der Krefelder bestimmt wird, spielen sich die Sauerländer im letzten Spielabschnitt in Rage.

Entscheidend für den Spielverlauf ist jedoch ein nicht gegebenes Tor für den KEV. Iserlohns Schlussmann, Andy Jenike, gerät vor dem Tor durch zwei Krefelder in Bedrängnis und kann sich nicht in Position bringen, um den Schuss ins Netz zu verhindern. Die Entscheidung auf dem Eis wird im Videobeweis revidiert und es steht weiterhin 1:1. Casey Bailey sorgt im grünen Schützenfest-Trikot für das 2:1 im Power Play.

IEC träumt von Playoffs

Nach dem Seitenwechsel kommen die Hausherren immer besser ins Spiel. Somit ist dieser Abschnitt mit je einem Treffer pro Team ausgeglichen. Auch hier trifft Robert Sabolic zum zweiten Mal in Überzahl für die Pinguine.

Die letzten 20 Minuten in der Eissporthalle am Seilersee spielt sich der IEC in einen Rausch. Man merkt den Sauerländern an, dass sie mehr wollen. Und mehr bekommen sie auch. Am Ende steht es 5:2 und die Roosters können zumindest von den Pre-Playoffs träumen. Drin sind sie, wenn sie morgen beim EHC Red Bull München gewinnen und alle anderen Mannschaften im Tabellenkeller verlieren.

Nächster Halt: München und Mannheim

„Das ist wie Spiel sieben in den Playoffs“, sagt Casey Bailey gegenüber Magenta TV. Auch Kurt Kleinendurst weiß um den Kader des EHC. „Die Münchener sind eine sehr gute Mannschaft und haben alle Qualitäten, die man braucht. Sie haben genügend gute Spieler, um das Spiel zu gewinnen.“ Somit wird es morgen für die Sauerländer keine leichte Aufgabe, denn sie selbst haben es in der Hand, ob sie den Traum von den Playoffs in Iserlohn leben dürfen.

Die Pinguine empfangen zu ihrem letzten Spiel in der DEL die Adler Mannheim.

Tore Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine am 1.4.2022

1:0 (04:06) O’Connor (5-4/ Cornel, Jentzsch), 1:1 (10:40) Sabolic (5-4/ Bracco, Lessio), 2:1 (19:46) Bailey (Cornel, Jentzsch), 2:2 (15:40) Sabolic (5-4/ Bracco, Lessio), 3:2 (37:12) Raedeke (Alanov, Aubin), 4:2 (43:24) Bailey (Cornel, Jentzsch), 5:2 (46:46) Cornel (Bailey, O’Connor)

Text IEC-KEV: JM

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Fotos: SE

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