Planinsolvenz in Hagen
Der Basketball Bundesligist Phoenix Hagen wird am Mittwoch Antrag auf Planinsolvenz stellen. Das gab der Geschäftsführer Patrick Seidel am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Durch diesen Schritt möchte man an der Volme einem Lizenzentzug zuvorkommen und die Möglichkeit schaffen, die gerade erst begonnene Saison zu Ende zu spielen. Bereits im Vorfeld zeigten sich Fans frustriert anhand des Auftretens auf der sportlichen und auch organisatorischen Seite von Phoenix Hagen.

Neben dem ersten klaren Schritt der Liga, dem Club vier Wertungspunkte abzuziehen (§ 17 BBL-Spielordnung), droht nun weiterer Ärger. Auf der einen Seite könnte die BBL erneut Geldstrafen verhängen, die Hagen weiter belasten. Auf der anderen Seite sind die Fans wütend, denn nach der Erhöhung der Eintrittspreise, sinkendem Service beim Catering und der fehlenden sportlichen Qualität, vermisst man weiter die zuvor versprochene Transparenz. Auch der Wegfall wichtiger Sponsoren (REWE, IKK, Berlet uvm.) riss offene Wunden in die Kasse des Erstligisten. Stimmen aus dem Umfeld der Geldgeber zeigen ebenso auf, dass die Kommunikation in der Vergangenheit nicht stimmte und eine weitere Zusammenarbeit kaum denkbar war.
Die Veränderung auf der Position des Geschäftsführers im Sommer in Persona von Patrick Seidel stieß zunächst, auch von unserer Seite auf Kritik. Inzwischen jedoch gab es auch auf Vereinsseite ein klares Bekenntnis zum jungen Geschäftsführer. So zeige auch die schnelle Meldung ans Amtsgericht, die akribische Arbeit Seidels, der um Aufklärung und Kommunikation bemüht ist.
Was bleibt für Hagen ?
Die Spieler sind die Leidtragenden der ganzen Geschichte. Wie viele von ihnen noch auflaufen werden, bleibt abzuwarten. Wirklich wettbewerbsfähig scheint die Truppe nicht zu sein, sodass ein erneuter Einschnitt jedem sportlichen Erfolg im Wege stehen wird. Den Fans kann man nur wünschen, nicht mit ansehen zu müssen, wie das Team abgeschlachtet wird und so den Weg in die Pro A antreten muss. Ebenfalls bleibt abzuwarten, ob durch die Befindlichkeiten eine Lizenz in der Pro A / Pro B überhaupt möglich ist, oder ob man direkt in die Regionalliga absteigen wird. Vielleicht aber würde die Lizenz sogar an den FC Schalke 04 Basketball gehen, mit dem man vor der Saison eine Kooperation abschloss. Zu guter Letzt sind da noch die Ehrenamtler, die an den Spieltagen Zeit und Herzblut opfern. Nicht selten wird der Unmut der Fans auch an ihnen hängen bleiben.
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