Am Sonntag des sechsten Spieltages kam es zum Auftritt der Feuervögel aus Hagen in Bonn. Beim NRW-Duell waren viele Augen auf den Tabellenletzten gerichtet, denn jeder Anhänger des Vereins war auf die Reaktion seitens des Teams gespannt. Hagen kämpfte sich durch die Partie und verlor nur knapp.

Telekom Baskets Bonn vs. Phoenix Hagen 95:85 (51:53)

Bezugnehmend auf die Fortschritte im Planinsolvenzverfahren und auch auf Personalie des Geschäftsführers Patrick Seidel gab Phoenix-Aufsichtsratmitglied Martin Erlmann klare Aussagen pro Seidel. „Er reißt sich seit seinem Beginn in Hagen den Hintern auf und tut alles, um Hagen zu helfen. An der Kritik aus seinen alten Teams ist bei uns nichts zu erkennen.“ Ein guter Ansatz sind auch die ersten Gespräche mit den Sponsoren. „Wir nehmen uns der Kritik auch vonseiten der Fans und Sponsoren an und arbeiten diese jetzt auf“, so Erlmann weiter.

Sportlich waren die Vorzeichen für die Hagener alles andere als optimal. Nach den letzten Niederlagen sucht das Team um David Bell noch immer seine Form und musste meist aufgrund massiver Einbrüche Punkte an die Gegner abgeben. Wieder ins Team geholt wurden Pascal Zahner-Gothen, Marcel Kessen und Alexander Kortenbreer.

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In einem temporeichen ersten Viertel zeigten die Hagener Zähne. Schnelle Vorstöße sorgten für ein ausgeglichenes Match, denn zu viele Fouls zu Beginn gaben den Bonnern die Möglichkeit dran zu bleiben. So kam der etatmäßige Center Trent Plaisted bereits nach 10 Minuten auf zwei Fouls, was Hagen unter dem Korb angreifbar machte. In einer körperlich betonten, aber fairen Begegnung gingen langsam die Gäste in Front. Bonn wartete derweil weiter auf Fehler der Hagener. Auch wenn die Baskets immer mehr mit der aggressiven Art der Hagener klar kamen, reichte dies allerdings nicht, um mit einer Führung in die Pause zu gehen.

Auch im zweiten Durchgang traten erneut die Gäste aufs Gaspedal, ließen sich aber nach gerade einmal vier Minuten wieder einholen. Konstantin Klein drehte jetzt auf und sorgte für einen Sechs-Punkte-Vorsprung der Bonner. Die hielten Hagen vor dem letzten Spielabschnitt auf Distanz. Den Gästen ging nun die Puste aus, ließ sich aber nicht abschlachten. Bonn blieb weiter konzentriert und machten den Sack zu.

 

BON Predrag Krunic: „Meine Mannschaft hat vor allem in der zweiten Halbzeit gut gekämpft. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit wenig Intensität gezeigt und besonders in der Teamverteidigung zu viele Fehler gemacht. Hagen hat, auch in ihrer aktuell schwierigen Situation, einen guten Basketball gespielt.“

HAG Ingo Freyer: „Durch unsere kurze Rotation hat uns am Ende die nötige Kraft gefehlt. Besonders im dritten Viertel haben wir uns zu viele Turnovers geleistet. Wenn wir das hätten abstellen können, hätten wir eine Chance auf den Sieg gehabt. Kompliment an die Leistung meines Teams. Keßen und Zahner-Gothen haben letzte Saison noch in der NBBL gespielt und haben beide heute sehr gut gespielt.“

In der zweiten Sonntagsbegegnung setzte sich Brose Bamberg gegen die EWE Baskets Oldenburg knapp mit 83:77 durch und bleibt somit weiterhin ohne Niederlage an der Spitze der Tabelle.

 

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