Noch nie konnte Phoenix Hagen in der Bundeshauptstadt, bei ALBA Berlin, gewinnen. Auch in dieser Saison setzte es in der Mercedes Benz Arena eine herbe Klatsche. Aber so nahe war Hagen schon lange nicht mehr an der Überraschung dran.

ALBA Berlin vs. Phoenix Hagen 81:77 (41:31)

Sechs Minuten brauchten die Feuervögel, um die ersten Punkte aus dem Feld zu machen. Wichtige Punkte, wie sich schnell herausstellte, denn nach dem guten Start der Berliner knickten die Albatrosse plötzlich ein und ließen Hagen gewähren. Ingo Freyer, Coach der Hagener, hatte es zu Beginn gesagt. Bei Berlin läuft derzeit nicht alles rund in der Liga, so dass man Möglichkeiten hat, zu gewinnen. Nachdem Berlin zu Beginn direkt auf 10 Punkte in Front kam, waren zwischenzeitlich nur noch drei Zähler Differenz auf dem Scoreboard.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatte Phoenix wieder Probleme ins Spiel zu kommen und verschenkte viele einfache Körbe. Nur vereinzelt konnten Distanzwürfe die Gäste im Spiel halten, während Berlin müde wirkte und ebenfalls Punkte liegen lies. Erst kurz vor der Pause zogen die Albatrosse das Tempo erneut an und zogen auf 10 Punkte davon.

wave.inc

Für kleine akrobatische Späßchen reichte es bei ALBA zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zwar lies Hagen nicht abreißen, aber die Berliner konnten Dunkings und „No-Look-Behind-the-Back“-Pässe anbringen ohne mit viel Gegenwehr rechnen zu müssen. Hagens Topscorer David Bell wurde gut gedeckt, so dass sich die Gäste auf andere Schützen verlassen musste. Owen Klassen sprang in die Bresche und kam auf 16 Punkte, sowie 11 Rebounds. Dank auch seinem Double-Double kam Hagen kurz vor dem Ende noch auf 2 Zähler ran, musste sich dann aber der Erfahrung und Qualität der Berliner geschlagen geben.

Die Moral bei Phoenix Hagen stimmte, denn sie hielten das Spiel länger offen als vor der Partie zu befürchten war. Die spielerische Klasse ist in dieser Saison in der BBL jedoch offensichtlich nicht vorhanden. Der Sieg der Berliner geht in sofern in Ordnung. Was an diesem Freitag mit fitten Albatrossen möglich gewesen wäre, bleibt unbeantwortet.

Stimmen zum Spiel:

BER Ahmet Caki: „Nach dem harten EuroCup-Spiel vor zwei Tagen waren meine Spieler heute müde. Hagen spielt einen ungewöhnlichen Basketball, der sehr gefährlich ist. Sie haben talentierte Spieler, die gut punkten können. In den ersten 25 Minuten haben wir defensiv einen guten Job gemacht. Aber in den letzten 15 Minuten sah das Spiel komplett anders aus. Nachdem ich anfing durchzuwechslen, verloren wir oft den Ball und damit auch den Rhythmus auf beiden Seiten des Feldes. Aber ich bin froh, dass wir in der entscheidenden letzten Minute das Spiel wieder kontrolliert und diesen wichtigen Sieg nach Hause gebracht haben.“

HAG Ingo Freyer: „Glückwunsch an meine Spieler, dass sie es in der schwierigen Situation in der wir sind, trotzdem geschafft haben, hier in Berlin eine Chance auf den Sieg zu haben. Das alles trotz unserer Schwierigkeiten und unserer Verletzten. David Bell musste 37 Minuten spielen, weil seine Mitspieler im Aufbau den Ball verloren haben, und hatte dann am Ende in der Defense leider nicht mehr genug Energie.“

Die Ergebnisse der Pro A:

Mitteldeutscher BC vs. MLP Academics Heidelberg 70:62
Crailsheim Merlins vs. Niners Chemnitz 85:75
Nürnberg Falcons BC vs. Dresden Titans 93:79
Uni Baskets Paderborn vs. VfL Kichheim Knights 75:80
Team Ehingen Urspring vs. RheinStars Köln 61:65
Hamburg Towers vs. Oettinger Rockets Gotha 75:64
Baunach Young Pikes vs. ETB wohnbau Baskets Essen 72:56
Hebeisen White Wings Hanau vs. Römerstrom Gladiators Trier 78:53

Sport Mobil