In der Eishockey Oberliga Süd gibt es mehr als nur eine Hiobsbotschaft in diesen Tagen. Während der Deutsche Meister von 1970 und 1983, der EV Landshut noch auf ein Wunder hofft, ist beim EHV Schönheide (bei Chemnitz) am Montag nach fast 80 Jahren das Licht ausgegangen.

Als eines der Aushängeschilder, auch der Nachwuchsarbeit, im deutschen Eishockey hat zwar noch eine geringe Hoffnung, aber bei über 500.000 € Schulden nur wenig Chancen, alle Gläubiger zu überzeugen, um einen Schuldenschnitt durchzuführen. Der EV Landshut steht vor dem AUs, denn alleine bei der Berufsgenossenschaft (VBG) soll es sich um Forderungen von rund 125.000 € handeln. Kein Pappenstiel und derzeit will die VGB entsprechende Sicherheiten, Welche bis zum Donnerstag vorliegen müssen. Nur dann dürfte ein Spielbetrieb nach dem 15.1.2017 noch möglich sein.

Am Donnerstag gab der EVL bekannt, dass die rund 40 Gläubiger dem Schuldenschnitt zugestimmt haben. Man geht von guten Chancen aus, den Verein bis zum Saisonende saniert zu bekommen. Laut Geschäftsführer Stefan Endraß belief sich der Schuldenberg auf etwa 600.000 €. In naher Zukunft will die Spielbetriebs GmbH 120.000 € an seine Gläubiger ausschütten.

Rückschlag für den Osten

Bereis aus der Oberliga Süd entfernt wurde der EHV Schönheide, der mit dem Aufstieg in die Oberliga und dem Schritt, im Süden mitzuspielen wahrlich Probleme bekam. Sportlich konnte sich das Team aus der Nähe von Chemnitz bereits im letzten Jahr nicht durchsetzen. Auch in dieser Saison stehen nur zwei Siege, einer davon in der Overtime, bei den Sachsen zu Buche. Zu wenig, um auch das Publikum in die Halle zu locken.

Patrick Dirksmeier

Die Planungen zur 80-Jahr-Feier fallen nun genauso wie das Weihnachtsfest in Schönheide aus. Gegenüber der Presse udn auch dem Verband hatte sich dieses Szenario wohl nicht angedeutet. Wohl deshalb ist die Überraschung nun groß und man sieht sich gezwungen, in der Oberliga erneut über Veränderungen der Strukturen nachzudenken, ehe noch ein weiterer Club das Handtuch wirft.

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