Ein Basketballspiel in Deutschland geht über 40 Minuten. Bayreuth hat leider nach einer halben Stunde das Spielen eingestellt und Ulm den Vortritt gelassen. Im Spiel der Europapokal-Teams konnte sich der FC Bayern gegen die Fraport Skyliners durchsetzen.

ratiopharm Ulm vs. medi Bayreuth 90:70 (38:39)

Die Gäste aus Franken hatten den besseren Start und konnten sich auch nach der nur knappen Führung in Abschnitt drei erneut vorerst absetzen. Dann aber kam ein Bruch im Spiel der Gäste und so hatte Ulm einen Lauf im Schlussviertel und Bayreuth stand plötzlich mit leeren Händen da.  Angeführt von Chris Babb und Da’Sean Butler starteten die Spatzen viertelübergreifend einen 25:6-Lauf und drehten damit die bis dahin ausgeglichene Partie zu Ihren Gunsten. Bayreuth kam in der Folge kaum mehr zu einfach Korbabschlüssen und erzielte in den letzten drei Minuten keinen Punkte mehr.

ULM Thorsten Leibenath: „Aus Ulmer Sicht sind im ersten Viertel einige Dinge nicht so gelaufen wie vorgestellt, da hat Bayreuth traumwandlerisch getroffen. Wir wussten, dass sie mit jede Menge Selbstvertrauen, ausgeruht und sehr gut vorbereitet hierher kommen würden. Bei uns hat man gemerkt, dass die harten Partien die letzten Wochen an unserem Energielevel gezehrt haben. Umso schöner war es zu sehen, wie wir mit der Hilfe der wirklich fantastischen Fans zurückkommen konnten. Was wir im zweiten und besonders im vierten Viertel defensiv geleistet haben, war beeindruckend – herausheben möchte ich hier Karsten Tadda, der mit seiner hingebungsvollen Defensive ein Plus-Minus von 21 in nur 16 Minuten generieren konnte. Entscheidend war, dass wir den Gegner im letzten Viertel zu Fehlern gezwungen haben, die acht Ballverluste, die unsere Defense generieren konnte, haben dann auch dazu geführt, dass wir auch offensiv unsere Würfe gefunden und getroffen haben und dieses Team mit ganz viel Selbstvertrauen noch bezwingen konnten. Danke noch einmal ans Publikum für eine ganz tolle Atmosphäre.“

BAY Raoul Korner: „Glückwunsch an Thorsten und seine Mannschaft zum letztendlich deutlichen und verdienten Sieg. Wir haben über drei Viertel ein sehr ausgeglichenes Spiel gesehen. Wenn man sich den Scoring Sheet ansieht, dann ist der Grund für die Niederlage im vierten Viertel zu finden. Wir sind mit zwei Ballverlusten ins Viertel gestartet, Ulm hat seine Dreier getroffen und ist heiß gelaufen. Bei uns sind die Würfe nicht gefallen und so konnten wir den Lauf nicht stoppen – weder mit Auszeiten noch mit Wechseln oder aggressiver Defense. Am Ende haben sich die Ulmer vom Publikum tragen lassen und in einen Rausch gespielt. Für uns war es lehrreich – wir müssen lernen, solche Läufe zu stoppen. Das haben wir heute aber nicht geschafft.“

wave.inc

Die weiteren Ergebnisse:

EWE Baskets Oldenburg vs. Eisbären Bremerhaven 85:70
Science City Jena vs. Basketball Löwen Braunschweig 89:82
Giessen 46ers vs. BG Göttingen 79:72
FC Bayern München vs. Fraport Skyliners 95:70

Sport Mobil