Der Aufsteiger von Science City Jena konnte knapp aber überraschend in Berlin gewinnen und ALBA erneut die Krise vor Augen führen. Brose Bamberg zeigt hingegen keine Schwächen und gewinnt mit 84:75 gegen die MHP Riesen Ludwigsburg.

ALBA Berlin vs. Science City Jena 73:74 (44:26)

In einem kuriosen Spiel vor 7.269 Zuschauer konnte ALBA Berlin eine klare Pausenführung nicht über die Zeit retten und vergab auch noch Sekunden vor dem Ende drei riesen Chancen auf den Sieg.

Berlin hatte dabei so gut begonnen: Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Hauptstädter mit neun Punkten vorne, nachdem Jena den Beginn verschlief. Auch im zweiten Spielabschnitt schraubten die Albatrosse das Ergebnis in die Höhe, während der Aufsteiger den Anschluss verlor und das Spiel eigentlich aus der Hand gab.

In der zweiten Halbzeit schienen sich die Berliner zu sehr auf dem Vorsprung auszuruhen. Jena kam durch eine agressive Verteidigung immer näher an ALBA heran und schaffte es tatsächlich eine Minute vor der Schlusssirene, durch Julius Jenkins, das Spiel auszugleichen. Während bei den Gastgebern jetzt die Nerven versagten, sorgte Marcus Knight für den entscheidenden Freiwurf zum 74:73 Endstand. In den verbleibenden rund 30 Sekunden vergaben Carl English, Tony Gaffney und auch Engin Atsür ihre Chancen.

Patrick Dirksmeier

BER Ahmet Caki: „Wir haben zwei völlig verschiedene Halbzeiten gespielt. In der ersten haben wir gut verteidigt und den Ball gut bewegt. Im dritten Viertel hatten wir dann schon Probleme beim Scoren, aber wir waren immer noch zehn Punkte vorne und hatten eigentlich die Kontrolle. Im vierten Viertel sind wir dann vollkommen aus der Spur geraten. Wir haben viel Offensivrebounds abgeben und im Angriff kopflos gespielt. Nach den vergangenen Niederlagen waren meine Jungs sicher etwas unter Druck, aber wir müssen die Schlussphase solch eines Spiels viel besser über die Bühne bringen. Das war wirklich eine harte Niederlage für uns. Wir müssen jetzt weiter arbeiten und weiter kämpfen.“

JEN Björn Harmsen: „Ich bin sehr beeindruckt vom Charakter meines Teams. Wir waren heute in der ersten Halbzeit chancenlos. Wir sind überhaupt nicht mit ALBA Aggressivität und Physis zurecht gekommen und konnten nicht gegenhalten. Als wir dann zur Halbzeit 18 Punkte hinten waren, haben wir uns einfach nur vorgenommen, Schritt für Schritt zurück zu kommen. Am Ende des dritten Viertels wollten wir auf zehn dran sein – das haben wir geschafft. Am Ende hat es mein Team dann tatsächlich vollbracht. Alle Spieler hatten ihren Anteil daran und haben viel Herz gezeigt. Das ist ein unglaublicher Moment für uns als Club Science City Jena.“

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